Wettquoten Europameisterschaft 2026

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Ein hell erleuchtetes Stadion aus der Ferne bei Nacht, davor eine stille Straße und ein paar Bäume.
Die Fußball-Europameisterschaft 2028 findet mit 24 Nationen in England, Schottland, Wales und Irland statt; das Finale ist am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London.

In diesem Jahr findet keine Fußball-Europameisterschaft statt. Die letzte EM lief vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland, die nächste beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 in London. Wer nach „Wettquoten Europameisterschaft 2026“ sucht, fragt also nach Quoten auf ein Turnier, das es in diesem Jahr nicht gibt – und die Seite arbeitet auf, was sich aus den Quoten der letzten und der nächsten EM tatsächlich ablesen lässt: die Marge, die der Buchmacher einbehält, die Reaktionsweise von Langzeitquoten auf Kaderverletzungen, die Restriktionen, die das deutsche Recht Livewetten während eines laufenden Turnierspiels auferlegt. Der Rest dieser Seite geht die Frage genau so an: was die Quoten sind, wie sie entstehen und was sie einen Wettenden kosten, sobald die Eröffnungsquote auf dem Schein steht.

Europameisterschaft 2024 und 2028: das Turnier, auf das gewettet wird

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 ist Geschichte. 24 Mannschaften spielten in sechs Vierergruppen, 51 Spiele, 2.681.288 Zuschauer in den Stadien. Im Finale am 14. Juli 2024 besiegte Spanien England im Berliner Olympiastadion mit 2:1 und holte den vierten Titel – nach 1964, 2008 und 2012. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Cristiano Ronaldo führt die ewige Torschützenliste mit 14 Treffern an; die UEFA richtet das Turnier alle vier Jahre aus, Rekordsieger ist Spanien, Deutschland gewann 1972, 1980 und 1996.

Auf diese Austragung folgte keine weitere in 2026. Die nächste Europameisterschaft beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff mit dem Eröffnungsspiel und endet am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion mit dem Finale. 24 Nationen spielen in England, Schottland, Wales und Irland, die Qualifikation beginnt mit der Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast. Zwölf Gruppen zu vier oder fünf Teams bestimmen die 20 direkt qualifizierten Mannschaften – die zwölf Gruppensieger und die acht besten Zweitplatzierten. Sechs Vierergruppen in der Endrunde, dann Achtelfinale (24. bis 27. Juni 2028), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli), Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht – ein kleiner, aber nicht folgenloser Unterschied zu vielen Ligen, weil die Drittplatzierung weder ausgespielt noch quotiert wird.

Die zeitliche Lücke zwischen Turnieren ist der Grund, warum die Seite, die in diesem Jahr nach Quoten sucht, einen Blick auf zwei Dinge werfen muss: welche Märkte die Anbieter jetzt schon geöffnet haben – den Turniersieger 2028, die Gruppengewinner, einzelne Spielerquote auf den Torschützenkönig – und wie sich diese Quoten in den kommenden Monaten bewegen werden, weil jeder Spieltag der WM-Qualifikation, jede Verletzung eines Offensivspielers und jede Kadernominierung die impliziten Wahrscheinlichkeiten verschiebt. Der Rest dieses Abschnitts geht die Frage durch, wann Märkte typischerweise eröffnen, wann sie wieder geschlossen werden und welche Wettarten ein deutsches Lizenzregime überhaupt zulässt.

Grundlagen: Quote, implizite Wahrscheinlichkeit, Marge

Eine Wettquote ist keine Vorhersage, sondern ein Preis. Der Buchmacher bildet aus seiner Einschätzung einen Preis, zu dem er bereit ist, die eine oder die andere Seite eines Marktes einzukaufen. Aus dem Preis lässt sich eine implizite Wahrscheinlichkeit ableiten: implizite Wahrscheinlichkeit = 1 ÷ Quote. Eine Quote von 2,10 entspricht 47,6 %, eine Quote von 3,40 entspricht 29,4 %, eine Quote von 3,60 entspricht 27,8 %. Würde der Buchmacher die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten exakt abbilden und keinen eigenen Vorteil einpreisen, läge die Summe dieser drei impliziten Wahrscheinlichkeiten für einen Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) bei genau 100 %. Tut sie das nicht, kommt die Marge des Buchmachers zum Vorschein: Marge = 1 − Auszahlungsquote, wobei die Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) ist.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen vor einem Tor im Morgennebel, die Netzmaschen sind taufeucht.
Im EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel.

Ein Beispiel macht den Mechanismus sichtbar. Angenommen, ein Buchmacher bietet auf das Finale einer Partie die Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 an – ein Beispielwert, kein notierter Preis. Dann beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = 95,4 %. Die Marge des Marktes liegt bei 1 − 95,4 % = 4,6 %. Das heißt: von jedem Euro, der in diesem Drei-Wege-Markt umgesetzt wird, fließen im Schnitt etwa 4,6 Cent an den Anbieter, der Rest wird als Gewinn ausgezahlt. Bei einer Quote von 2,10 / 3,40 / 3,60 landet die Marge im üblichen Korridor europäischer Top-Ligen; bei knapper kalkulierten Favoritenkonstellationen, etwa 1,40 / 4,50 / 7,50, kann dieselbe Rechnung eine Marge von 6 bis 8 % ergeben, ohne dass der Anbieter „unfaire“ Quoten gestellt hätte – er hat nur den Favoriten stärker belastet.

Die Marge ist die einzige Größe, die ein Wettender durch Buchmacher-Wechsel unmittelbar beeinflussen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass Spanien bei der EM 2028 ins Halbfinale einzieht, hängt vom Kader ab, nicht vom Anbieter. Die Spanne aber, zu der verschiedene Anbieter diesen Ausgang anbieten, hängt von deren Margen ab. Bei Turnierwetten mit vielen Ausgängen – Turniersieger hat 24 Felder, Torschützenkönig hat über 100 – ist die Marge in der Regel höher als auf einem Einzelspiel-Markt, weil mehr Ausgänge gleichzeitig zu kalibrieren sind.

Livewetten, Märkte und was das deutsche Recht erlaubt

Während eines laufenden Spiels verlangt § 21 Abs. 4 GlüStV eine enge Beschränkung: Livewetten sind nur auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse innerhalb des Spiels erlaubt – nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis, ein vergleichbar inkrementelles Ereignis in einer Sportart, in der solche Ereignisse selten sind. „Nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind nach der GGL-Praxis keine zulässigen Livewetten. Wetten auf das nächste Tor bei einem Halbzeitstand von 3:0 sind also zulässig, Wetten auf den Ausgang des nächsten Ballbesitzes nicht. Wer einen Anbieter bei einem laufenden EM-Spiel 40 Märkte anbieten sieht, sieht keinen grauen Markt, sondern einen, der außerhalb der deutschen Erlaubnis operiert – und kein Whitelist-Eintrag hat.

Cash Out ist kein Glücksspiel, sondern eine Funktion des Wettanbieters, mit der eine offene Wette vor dem offiziellen Ende vorzeitig beglichen werden kann. § 21 GlüStV äußert sich nicht dazu, und die GGL hat keine Regelung erlassen, die Cash Out einschränkt. Die Funktion ist freiwillig; ob, wann und zu welchem Preis sie angeboten wird, entscheidet der Anbieter. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert einen vom Anbieter kalkulierten Rückkaufpreis – niedriger als der faire Wert, sonst würde der Anbieter die Funktion nicht anbieten.

Wettsteuer: wer sie zahlt und wer sie schultert

Die Wettsteuer ist nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, das sind 5,3 ÷ 105,3 ≈ 5,03 % des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19 RennwLottG). Wie der Anbieter mit dieser Belastung umgeht, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf den Einsatz drauf, wieder andere – etwa Winamax, das im Footer mit „0 % Wettsteuer“ wirbt – tragen sie selbst. Wer die Steuer trägt, sieht es am Wettschein: ein 10-€-Einsatz ohne Steuerabzug ist 10 € wert, ein 10-€-Einsatz mit Steuerabzug ist 9,50 € wert, ein 10-€-Einsatz mit Steueraufschlag kostet effektiv 10,50 €. Die Steuerquote ist fix, der Hebel liegt beim Anbieter.

Rechtslage in Deutschland: Erlaubnis, Whitelist, Spielerschutz

In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) seit dem 1. Juli 2021 die Sportwetten. Die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln, vergibt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) auf Grundlage von § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1). Die Aufsicht – Bußgelder, Verbote, Zahlungs- und Netzsperren – übt die GGL nach § 28a aus. Die Steuer wiederum ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL; die Behörde entscheidet nicht, was besteuert wird, sondern nur, was erlaubt ist.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Zahlenreihen liegt neben einem Bleistift und einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Tisch.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt, insgesamt waren es 51 Spiele.

Die einzige verlässliche Quelle, ob ein Anbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat, ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist online abrufbar und trägt das Datum des Stands; der vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts, entscheidend ist der Eintrag. Eine Whitelist, die einen Anbieter nicht führt, bedeutet: keine deutsche Erlaubnis. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist im deutschen Markt kein Ersatz; die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten ohne deutsche Erlaubnis, zuletzt am 17. September 2026.

Was die deutsche Erlaubnis konkret bedeutet: erlaubte Wetten sind nach § 21 Abs. 1 Einzel- und Kombiwetten auf den Ausgang einer Sportveranstaltung oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während des Spiels. Verboten sind Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen – in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport – sowie manipulationsoffene Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Wetten auf E-Sport sind nach GGL nicht möglich, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert, zur rechtlichen Einordnung lässt sich nichts Verlässliches sagen.

Wichtig für EM-Wetten: Eine ausländische Lizenz hat in Deutschland keine Wirkung. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, spielt unerlaubt Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Strafrechtlich ist das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, das Bewerben nach § 285 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme als Privatperson ist nach § 285 StGB ebenfalls mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bewehrt, doch sind Ermittlungen gegen einzelne Wettende in der Praxis nicht etabliert – weder Entwarnung noch Anlass zur Dramatisierung. Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht; der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten. Das Verfahren ist offen, niemand kann daraus heute einen Anspruch ableiten.

Spielerschutz: 18 Jahre, 1.000-€-Limit, OASIS

Spielerschutz ist nicht das Beiwerk der Lizenz, sondern ihr Zweck. Drei Mechanismen prägen die deutsche Regulierung und wirken auf jede EM-Wette.

Altersgrenze und Verifizierung. Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem 100-€-Einzahlungslimit und ohne Auszahlung ermöglichen – ein enger Korridor, in dem sich der Anbieter über die Identität des Spielenden noch nicht sicher sein kann.

Einzahlungslimit. Nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt das anbieterübergreifende Einzahlungslimit bei 1.000 € pro Kalendermonat, technisch durchgesetzt über die Limitdatei von LUGAS. Ein Anbieter darf für eine Einzelperson ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 € ohne weitere Bedingung, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden – aber nur gegen einen nachweisbaren wirtschaftlichen Eignungsnachweis; eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen Karenzzeit.

OASIS und Panikbutton. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV; jeder Anbieter muss bei Registrierung und Login abfragen, ob ein Eintrag besteht. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – eine Atempause, kein therapeutisches Instrument, aber in einer emotionalen Phase während eines knappen Spiels der einzige Weg, sich selbst zu stoppen.

Zahlungswege. Nur Zahlungskonten, die auf den eigenen Namen lauten, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Produkte – sind im lizenzierten deutschen Markt nicht zugelassen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Parallelverbot. Parallelwetten über mehrere Anbieter sind nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei von LUGAS ausgeschlossen. Der Mechanismus verhindert, dass das 1.000-€-Monatslimit durch fünf Konten bei fünf Anbietern zu einem 5.000-€-Limit wird. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen – sie haben keine deutsche Erlaubnis und greifen deshalb auch nicht auf die Schutzmechanismen zu. Wer dort spielt, hat die Limits der Lizenz nicht hinter sich gelassen, sondern ist in einen anderen Rechtsraum gewechselt.

Die Kehrseite der Schutzmechanismen: 1.000 € im Monat reichen für den Gelegenheitswettenden, der während der EM ein paar Spiele begleitet; sie reichen nicht für Hochvolumen-Wettende, die mehrere hundert Euro pro Spieltag setzen. Wer höhere Limits braucht, muss den wirtschaftlichen Eignungsnachweis erbringen – und akzeptiert, dass der Anbieter ihn aktenkundig macht.

Boni und Freiwetten: was die Werbung verschweigt

Die EM ist der Saisonhöhepunkt der Bonusbranche. Willkommensboni, Gratiswetten auf das Eröffnungsspiel, „risikofreie“ Wetten auf den Turniersieger, quotenboosts auf den Gruppensieger – das Marketing läuft auf Hochtouren, sobald die Auslosung am 6. Dezember 2026 die Gruppen festlegt. Vier Begriffe aus der Werbung verdienen eine nüchterne Lesart.

„100 % Bonus“ klingt nach Verdopplung des Einsatzes. Was der Anbieter meint, ist eine Gutschrift in Höhe des Ersteinzahlungsbetrags – meist gedeckelt auf 100 €, gelegentlich 200 €. Diese Gutschrift ist kein Echtgeld, sondern ein Bonusguthaben, das erst nach Erfüllen der Umsatzbedingungen zur Auszahlung freigegeben wird. Die Umsatzbedingungen sind der Punkt, an dem ein Bonus bares Geld wird oder bares Geld kostet.

„Gratiswette“ / „Freebet“ ist kein Geschenk, sondern ein vorgeschriebener Wetteinsatz. Der Einsatz der Gratiswette wird im Erfolgsfall in der Regel nicht zurückgezahlt – wer eine 10-€-Gratiswette auf Quote 3,00 gewinnt, erhält 30 €, nicht 40 €. Was eine Gratiswette wert ist, hängt von der Quote ab, zu der sie eingesetzt wird. Bei niedrigen Quoten ist sie faktisch wertlos, bei hohen Quoten steigt ihr Erwartungswert, aber auch das Risiko, sie zu verlieren.

„Risikofreie Wette“ klingt nach Versicherung. In der Regel erstattet der Anbieter den Einsatz einer verlorenen Wette als neue Gratiswette – nicht als Echtgeld. Wer 50 € „risikofrei“ auf Spanien setzt und verliert, bekommt 50 € in Gratiswetten zurück, mit denselben Einsatz-Nicht-Rückzahlungs-Bedingungen wie jede andere Gratiswette. Der Werbebegriff verschleiert die Erstattungsform.

„Geboostete Quote“ / „Quotenboost“ ist eine befristete Anhebung einzelner Quoten. Der Boost ist ehrlich, soweit er die Marge des Marktes offenlegt; ist er undurchsichtig, enthält er den Vorteil im Boost versteckt und nicht in der Marge.

Die entscheidenden Kennzahlen eines Bonus sind daher nicht der Werbebetrag, sondern die Umsatzanforderung (Wieviel muss mit dem Bonus umgesetzt werden?), die Mindestquote (Welche Quoten zählen für den Umsatz?), die Frist (Bis wann muss der Umsatz erfüllt sein?) und die Auszahlungsmodalität (Wird der Bonus als Echtgeld oder als Gratiswette ausgezahlt?). Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig deckelt oder Mindestquoten vorschreibt; alle vier Kennzahlen stehen in den Geschäftsbedingungen des Anbieters. Wer eine EM-Wette mit Bonusgeld absichern will, liest diese vier Zahlen zuerst.

Mobile Wetten: App versus Webseite

Bei lizenzierten Anbietern sind App und Webseite zwei Ansichten desselben Kontos. Verifizierung, Einzahlungslimit, OASIS-Abfrage, LUGAS-Anbindung, Auszahlungswege – alles läuft auf demselben Konto, unabhängig davon, ob der Zugriff über den Browser oder über die native App erfolgt. Eine „Bonus-angebot-nur-in-der-App“-Konstruktion ist im lizenzierten deutschen Markt unzulässig, soweit sie das 1.000-€-Monatslimit umgehen würde; in der Praxis bieten die meisten Anbieter in App und Webseite denselben Quotenstand an, weil die Quoten von einem zentralen Preisfeed kommen.

Die App-spezifischen Merkmale sind Bedienung, Push-Benachrichtigungen und Biometrie. Push-Benachrichtigungen informieren über Quotenbewegungen und Anstoßzeiten; sie sind ein Komfortmerkmal, kein Quotenmerkmal. Biometrische Anmeldung per Fingerabdruck oder Face-ID ist sicherheitstechnisch sinnvoll, ändert aber nichts daran, dass die Anmeldung selbst über dieselbe Limitdatei läuft. Wer bei der EM 2028 ein Spiel live verfolgt und unterwegs setzen will, hat in App und Webseite dasselbe Wettprogramm – und dieselbe Verifizierungspflicht.

Livewetten und Cashout im EM-Spiel

Livewetten sind das Segment, in dem die deutsche Regulierung am stärksten eingreift. Während eines laufenden Spiels sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse innerhalb des Spiels erlaubt – nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Wer bei einem lizenzierten Anbieter ein Bundesliga-Spiel verfolgt, sieht während des Spiels typischerweise zwei bis fünf Live-Märkte, nicht 40. Wer 40 sieht, ist auf einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.

Diese Restriktion erklärt, warum die Live-Angebote der Whitelist-Anbieter während einer EM-Partie schmaler ausfallen als bei denselben Anbietern im nicht-deutschen Markt: weniger Märkte, mehr Konzentration auf das Endergebnis. Wer das Live-Erlebnis mit Dutzenden Mikromärkten sucht, sucht es nicht im lizenzierten deutschen Markt. Die GGL hat diese Linie in den Erlaubnisbescheiden gegen Anbieter durchgesetzt, die mit zu breiten Live-Programmen angetreten waren.

Cashout ist die zweite Live-Funktion, die im EM-Kontext relevant wird. Wer auf den Turniersieger 2028 gesetzt hat, kann nach dem Achtelfinale eine Teilabrechnung erhalten, wenn der Favorit weiter ist als die Quote es erwarten ließ. Cashout ist keine Pflichtfunktion; ob der Anbieter sie anbietet, zu welchem Kurs und in welchen Zeitfenstern, steht in seinen Geschäftsbedingungen. Die Höhe des Cashout-Kurses ist eine Funktion der aktuellen Marktquote und der Marge des Anbieters – der Buchmacher wird Cashout nicht zu fairen Preisen anbieten, sonst würde er die Funktion einstellen.

Tipps und Strategie bei Turnierwetten

Wett-Tipps zur EM sind keine Vorhersagen, sondern Einschätzungen, die mit der Zeit veralten. Drei Achsen bestimmen die Reaktionsweise von Turnierquoten: Kader, Form, Verletzungen. Jede Nominierung, jeder Ausfall, jeder Testspielsieg verschiebt die impliziten Wahrscheinlichkeiten; eine Quote von 6,00 auf einen Außenseiter kann nach einer überzeugenden Gruppenphase auf 4,00 fallen, ohne dass sich das Turnierergebnis geändert hätte. Wer früh auf einen Außenseiter setzt, sichert sich die Quote – sofern der Außenseiter den Einzug in die K.-o.-Runde schafft, was die Quote implizit bezweifelt.

Eine zweite Achse ist die Marge des Anbieters. Auf Märkten mit vielen Ausgängen – Turniersieger mit 24 Feldern, Gruppensieger mit 24 Feldern, Torschützenkönig mit 100+ Feldern – ist die Marge strukturell höher als auf einem Einzelspiel mit drei Ausgängen. Ein typischer Turniersieger-Markt liegt bei 8-12 % Marge, ein 1X2-Markt auf einem Bundesliga-Spiel bei 4-6 %. Wer sein Geld langfristig auf Märkten mit niedriger Marge konzentriert, hält den erwarteten Verlust pro Euro Einsatz geringer. Das ist keine Gewinnstrategie – es ist eine Verlustbegrenzungsstrategie.

Eine dritte Achse ist der Zeitpunkt. Quoten auf den Turniersieger ändern sich nicht linear, sondern in Sprüngen – nach Verletzungen, nach Kadernominierungen, nach starken Testspielen, nach Gruppenauslosungen. Wer die Auslosung am 6. Dezember 2026 abwartet, sieht eine andere Quote als vor der Auslosung; gleichzeitig ist das Überraschungspotenzial dann teilweise eingepreist. Frühe Wetten sichern die Quote, späte Wetten sichern die Information. Beides hat seinen Preis.

Wettende, die auf Torschützenkönig setzen, wetten auf einen Markt mit hoher Varianz. Sechs Spieler haben bei der EM 2024 je drei Tore erzielt, ein siebter wäre Torschützenkönig geworden – die Streuung ist breit. Wer auf den Torschützenkönig der EM 2028 setzt, setzt darauf, dass ein einzelner Spieler in maximal sieben Spielen fünf oder mehr Tore erzielt, während die Konkurrenz im eigenen Team und in den anderen Teams ähnlich trifft. Das ist eine Wette mit niedriger Trefferwahrscheinlichkeit und entsprechend hoher Quote.

Wettarten und Quotenformate

EM-Wetten werden in vier Formaten angeboten: Einzelwette (eine Auswahl, ein Spiel, ein Schein), Kombiwette (mehrere Auswahlen, deren Quoten multipliziert werden), Systemwette (eine Kombination aus mehreren Kombiwetten mit unterschiedlicher Absicherung) und Livewette (während des Spiels, mit den in Abschnitt „Livewetten und Cashout im EM-Spiel“ genannten Restriktionen). Kombiwetten multiplizieren die Quoten, aber auch die Marge: bei einer Kombiwette aus vier Auswahlen mit jeweils 5 % Marge liegt die kombinierte Marge nicht bei 5 %, sondern bei etwa 1 − 0,95⁴ = 18,5 %. Je länger die Kombination, desto höher der Anteil, den der Buchmacher im Schnitt einbehält.

Quoten werden in Deutschland als Dezimalquoten mit Komma notiert: 2,10, 3,40, 3,60. Brüche (5/2, 11/4) sind angelsächsisch und kommen auf dem deutschen Markt nur als Hilfsgröße in der Kontoanzeige vor. Amerikanische Quoten (+210, −150) sind in Deutschland unüblich. Eine Quote von 2,10 bedeutet: 1 € Einsatz zahlt im Erfolgsfall 2,10 € zurück, davon 1 € Einsatz und 1,10 € Gewinn.

Bei Turnierwetten kommen zwei Spezialmärkte hinzu: Langzeitwetten (Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig, „erreicht das Halbfinale“) und Kombinationen aus Turnierausgang und Einzelspiel (Spanien wird Weltmeister UND gewinnt das Eröffnungsspiel). Beide sind Whitelist-konform, solange die Einzelspiel-Komponente den Livewetten-Restriktionen genügt.

Quotenrechner: die Marge selbst nachrechnen

Drei Zahlen reichen, um die Marge eines Marktes zu schätzen: die Quoten aller Ausgänge. Beispiel: Ein Buchmacher quotiert die Gruppensieger einer Vierergruppe mit Deutschland 2,10, Spanien 3,40, Frankreich 3,60, Italien 6,50. Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60 + 1/6,50) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778 + 0,1538) = 1 ÷ 1,2019 = 83,2 %. Marge = 16,8 %. Ein Viertel-Markt mit vier Feldern hat eine höhere Marge als ein Drei-Wege-Markt – der Anbieter kalkuliert die Unsicherheit jedes einzelnen Felds ein, nicht nur die Summe. Wer die Marge selbst nachrechnen will, addiert die reziproken Quoten und zieht die Summe von 1 ab. Alles, was nicht 0 ist, ist Marge.

Vergleich der Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis

Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach dem Datum ihrer Ersterlaubnis durch die GGL. Jeder Anbieter ist Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV; die Whitelist führt ihn unter der jeweiligen Domain, der Stand der Liste ist 2. Oktober 2026. Die Tabelle sagt nichts über Quoten, Boni oder Livewetten – diese Informationen sind in den einzelnen Anbieterabschnitten unten.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist-Eintrag 09.10.2020
bwin Whitelist-Eintrag 09.10.2020
bpremium Whitelist-Eintrag 09.10.2020
bet365 Whitelist-Eintrag 09.10.2020
bet-at-home Whitelist-Eintrag 02.11.2020
Betano Whitelist-Eintrag 19.02.2021
Betway Whitelist-Eintrag 09.03.2021
Winamax Whitelist-Eintrag 29.06.2021
DAZN Bet Whitelist-Eintrag 22.08.2023
Bet3000 Whitelist-Eintrag 22.04.2026

Betano

Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben; die Sportwetten-Erlaubnis der GGL gilt für die Domain Betano.de seit dem 19. Februar 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung einen Bet Builder – mehrere Märkte eines Spiels kombinieren – sowie Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die hier dargelegte Sportwetten-Erlaubnis deckt ausschließlich Betano.de ab; etwaige andere Domains unterliegen einer gesonderten regulatorischen Prüfung.

Urteil: Betano ist für Wettende interessant, die auf Kombinationen aus Einzelspiel-Märkten setzen wollen – der Bet Builder bündelt Märkte einer Partie zu einer kombinierten Wette. Die Live-Streaming-Auswahl ist breit, aber der Lizenzrahmen begrenzt das Livewetten-Angebot während eines Spiels auf das Endergebnis und seltene Ereignisse. Wer ein vollständiges Live-Erlebnis mit Dutzenden Mikromärkten sucht, ist hier – wie bei allen Whitelist-Anbietern – an der deutschen Regulierungsobergrenze.

Betway

Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben; die GGL-Erlaubnis für Betway.de besteht seit dem 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ bietet einen Cash-Out, der unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol angezeigt wird; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Für Fußballspiele gibt es einen Wettkonfigurator, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Whitelist führt Betway.de; Livewetten während eines laufenden Spiels sind auf das Endergebnis und seltene Ereignisse beschränkt.

Urteil: Betway passt zu Wettenden, die Cash Out als Werkzeug nutzen wollen – die Funktion ist im Wettkonto sichtbar, der vorzeitige Ausstieg funktioniert ohne Anruf beim Support. Der Konfigurator+ ist für Kombinationen über mehrere Partien hinweg gedacht, was bei EM-Gruppenphasen mit vielen Spielen pro Tag sinnvoll ist. Die kombinierte Marge bei solchen Kombis ist allerdings deutlich höher als bei Einzelwetten.

bwin

bwin wird in Deutschland von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta betrieben; die GGL-Erlaubnis für Bwin.de liegt seit dem 9. Oktober 2020 vor, ergänzt um eine Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. bwin ist einer der ersten Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis und gehört zu den etablierten Marken im deutschen Markt. Die Livewetten-Beschränkungen des GlüStV gelten auch für bwin; Cashout ist als Funktion verfügbar, sofern die offene Wette cashout-fähig ist.

Urteil: bwin richtet sich an Wettende, die einen bekannten Markennamen mit langer Whitelist-Geschichte suchen. Die deutsche Erlaubnis sichert OASIS-Anbindung und LUGAS-Limit; die Marke steht für klassische Sportwetten mit Fokus auf Fußball. Wer bwin kennt und keine besonderen Anforderungen an einen Konfigurator hat, findet hier ein vollständig reguliertes Angebot.

DAZN Bet

DAZN Bet wird in Deutschland von der DZBT Operations Limited betrieben; der Sitz der Gesellschaft ist in Zebbug, Malta. Die GGL-Erlaubnis für DAZN Bet besteht seit dem 22. August 2023 – drei Jahre nach dem Start der ersten Welle von Erlaubnissen. Die Marke ist mit dem Streaming-Angebot von DAZN assoziiert; diese behördliche Erlaubnis ist strikt auf die Domain DAZN Bet beschränkt; andere Dienste von DAZN stehen in keinem rechtlichen Zusammenhang mit diesem Sportwetten-Angebot.

Urteil: DAZN Bet passt zu Wettenden, die ohnehin DAZN nutzen und Sportwetten aus einer Hand haben wollen. Die Erlaubnis ist jünger als die der ersten Welle, was nicht über die Qualität sagt, aber über die Historie unter deutscher Lizenz. Wer die Marke aus dem Streaming kennt, sollte prüfen, ob das Sportwetten-Angebot dasselbe hält wie der Streaming-Katalog.

NEO.bet

NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben; die GGL-Erlaubnis für NEO.bet datiert vom 9. Oktober 2020, zuzüglich einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet gehört zu den ersten Inhabern einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis. Die Marke positioniert sich im deutschen Markt als Sportwetten-Anbieter mit Fußball-Schwerpunkt; Cashout und Livewetten unterliegen den Whitelist-Restriktionen.

Urteil: NEO.bet ist eine Option für Wettende, die einen der ersten lizenzierten Anbieter suchen und mit dem Markenprofil zufrieden sind. Die deutsche Erlaubnis steht seit 2020, was sechs Jahre Marktpräsenz unter GlüStV-Regeln bedeutet. Wer auf Bonusstrukturen Wert legt, liest die Bedingungen sorgfältig, da sich die Angebote zwischen Anbietern deutlich unterscheiden.

bpremium

bpremium wird in Deutschland von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben; der Sitz der Gesellschaft ist in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die GGL-Erlaubnis für Bpremium.de ist seit dem 9. Oktober 2020 in Kraft, inklusive einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe, die auch bwin und Ladbrokes international betreibt.

Urteil: bpremium passt zu Wettenden, die einen konservativen Markenauftritt ohne üppige Bonusstrukturen suchen. Die Erlaubnis steht seit 2020, der Anbieter ist unter dem Namen Ladbrokes Deutschland tätig. Wer einen unaufgeregten Sportwetten-Anbieter mit deutscher Lizenz sucht, ist hier richtig.

bet365

bet365 wird in Deutschland von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta betrieben; die GGL-Erlaubnis für Bet365.de ist seit dem 9. Oktober 2020 aktiv, mit einer Erweiterung durch Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. bet365 ist einer der größten Sportwetten-Anbieter weltweit; die deutsche Lizenz ist an die Domain Bet365.de gebunden. Cashout und Livewetten unterliegen den Whitelist-Beschränkungen.

Urteil: bet365 passt zu Wettenden, die einen Anbieter mit hoher Markenbekanntheit und breitem Wettprogramm suchen. Die deutsche Erlaubnis steht seit 2020, was eine lange Whitelist-Geschichte bedeutet. Wer Live-Streams während des Spiels nutzen will, prüft die Verfügbarkeit im eigenen Konto, da das Live-Streaming-Angebot vom Rechteinhaber abhängt.

bet-at-home

bet-at-home wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben; die GGL-Erlaubnis für Bet-at-home.de besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Zusätzlich ist eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 vermerkt. Die Sportwetten-Genehmigung gilt für Bet-at-home.de; die für Automatenspiele erteilte Konzession folgt einem abweichenden Regelwerk und stellt eine separate Lizenz dar.

Urteil: bet-at-home richtet sich an Wettende, die einen Anbieter mit österreichisch-deutscher Markengeschichte suchen. Die Erlaubnis steht seit 2020. Die parallele Automatenspiele-Erlaubnis bedeutet nicht, dass die Sportwetten-Lizenz erweitert wäre; sie ist eine eigene Genehmigung mit eigenem Spielerschutzregime.

Winamax

Winamax wird in Deutschland von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben; die GGL-Erlaubnis für Winamax.de besteht seit dem 29. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 8. Dezember 2022 erteilt. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Winamax TV bietet Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto.

Urteil: Winamax passt zu Wettenden, die Wert auf das Thema Wettsteuer legen. Der Verzicht auf die Weitergabe der 5,3 %-Wettsteuer ist ein klarer Marketingpunkt, der sich direkt am Wettschein niederschlägt. Das Live-Streaming-Angebot ist breit, auch wenn es nicht die EM selbst betrifft. Die Quotenbehauptung „beste Quote“ stützt sich auf eine vom Anbieter beauftragte Studie – ein Selbstbeleg, kein Markttest.

Bet3000

Bet3000 wird in Deutschland von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben; der Sitz der Gesellschaft ist in Sliema, Malta. Die GGL-Erlaubnis für Bet3000.de ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet – der jüngste Eintrag in dieser Liste. Die Marke Bet3000 ist im deutschsprachigen Raum vor allem aus dem stationären Wettgeschäft bekannt; die Online-Lizenz ist neu.

Urteil: Bet3000 passt zu Wettenden, die einen Anbieter mit Wettbüro-Hintergrund suchen und mit einer frischen Online-Lizenz arbeiten wollen. Die Erlaubnis besteht erst seit April 2026, was weniger Historie unter deutscher Lizenz bedeutet als bei den anderen Anbietern. Wer auf einen bekannten Markennamen mit langer Online-Tradition Wert legt, ist hier weniger gut aufgehoben.

Häufige Fragen zur EM und zu den Wettquoten

Findet in diesem Jahr eine Fußball-Europameisterschaft statt und wann ist die nächste?

In diesem Jahr findet keine Europameisterschaft statt. Die letzte EM lief vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland, die nächste beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 in London. Die Qualifikation wird am 6. Dezember 2026 in Belfast ausgelost; gespielt wird sie in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams. Wer in diesem Jahr nach „EM 2026“ sucht, sucht nach einem Turnier, das in diesem Kalenderjahr nicht stattfindet.

Wo wird die EM 2028 ausgetragen und wie ist der Turnierplan aufgebaut?

Die EM 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. 24 Nationen spielen in sechs Vierergruppen, danach folgen Achtelfinale (24. bis 27. Juni 2028), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Wie lassen sich Langzeitquoten auf den Europameister lesen?

Eine Langzeitquote ist der Preis, zu dem der Anbieter bereit ist, eine Wette auf den Turniersieger einzukaufen – nicht die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Team tatsächlich gewinnt. Aus der Quote 6,00 auf Spanien folgt eine implizite Wahrscheinlichkeit von 1 ÷ 6,00 = 16,7 %; aus 12,00 auf Dänemark folgt 8,3 %. Die Summe aller impliziten Wahrscheinlichkeiten liegt über 100 %, weil der Anbieter eine Marge einpreist. Bei der EM 2024 lag Spanien bei Turnierbeginn bei etwa 4,50 bis 5,00 – implizit 20 bis 22 %, tatsächlich wurde Spanien Europameister. Die Quote vor dem Turnier war also richtig kalibriert, die Marge des Marktes lag bei etwa 8 bis 10 %.

Wer gewann die EM 2024 und was lässt sich daraus für Favoritenquoten ableiten?

Spanien gewann die EM 2024 durch ein 2:1 über England im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion – der vierte Titel nach 1964, 2008 und 2012. Sechs Spieler erzielten je drei Tore. Favoritenquoten auf Spanien bei der EM 2028 werden sich an der Kaderzusammensetzung und an den Leistungen in der WM-Qualifikation orientieren; die Erfahrung aus 2024 zeigt, dass eine Quote um 5,00 auf den Turniersieger eine realistische Einschätzung war. Eine niedrigere Quote (3,50 oder darunter) hätte die Spanier über-, eine höhere (8,00 oder mehr) hätte sie unterbewertet.

Welche Livewetten sind bei Turnierspielen in Deutschland erlaubt?

Während eines laufenden Spiels sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse innerhalb des Spiels erlaubt – nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind im lizenzierten deutschen Markt nicht zulässig. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag spielt, sieht ein breiteres Live-Programm – aber spielt ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS und ohne LUGAS-Limits.

Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige verlässliche Quelle. Sie ist online abrufbar, der Stand vom 2. Oktober 2026 listet 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts; entscheidend ist der Eintrag in der Whitelist. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht. Wer auf der Whitelist steht, hat OASIS, LUGAS, das 1.000-€-Monatslimit, die volle Verifizierung und den deutschen Rechtsschutz.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»