Roland Garros Wetten 2026
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Wer in Deutschland auf die French Open wetten will, hat mit dem Sandplatzturnier in Paris keine offene Spielwiese vor sich. Wer anbietet, welche Märkte erlaubt sind und was die Quote bedeutet, entscheidet sich an drei Stellen: an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, am Glücksspielstaatsvertrag und an der Marge, die in der Quote steckt. Bei den French Open 2026 (24. Mai bis 7. Juni 2026) gilt das deutsche Reglement, und es gibt Wege, die das Wetten für Interessierte transparent und legal gestalten.

Stand: Oktober 16, 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Spielplan und Turnier: was die French Open 2026 tatsächlich waren
Die French Open werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier der French Open fand 1891 als „Championnat de France international de Tennis“ statt. Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze; bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, worauf sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 einigten. Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel Chris Evert mit 7.

Der Spielplan der Ausgabe 2026
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt. Das Gesamtpreisgeld der French Open 2026 betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Wer das Turnier wetten will, orientiert sich an vier Phasen, die das Wettprogramm eines Anbieters nacheinander freischaltet: die Eröffnungswoche mit Qualifikation und erster Hauptrunde, der Mittwoch und Donnerstag der zweiten Woche mit Achtel- und Viertelfinale, das Halbfinalwochenende und die Finals. Long-odds auf den Turniersieger erscheinen, sobald die Auslosung feststeht; Einzelmatch-Quoten kommen erst, wenn die Partie terminiert ist.
Die Ergebnisse 2026
Das Herreneinzel der French Open 2026 gewann Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien). Das Dameneinzel der French Open 2026 gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Die Wettmärkte auf den Turniersieger sind damit abgerechnet; offen bleibt, was eine Live-Wette auf den letzten Satz des Damenfinals noch bedeutet hätte.
Sandplatz als Faktor für Prognosen
Sand verlangsamt den Ball und verlängert die Ballwechsel. Serve-and-Volley-Spieler, die auf schnellen Belägen ihr Brot verdienen, verlieren auf Terre battue an Wert; grinder mit hoher Returnquote und Spin-Stabilität gewinnen. Wer Quoten vergleicht, sollte prüfen, ob ein Bookmaker die Sandform der Spieler überhaupt separat ausweist oder ob ein Spieler nur über die allgemeine Weltrangliste eingepreist ist. Auf Sand zeigt die allgemeine Quote häufig weniger Information, als sie verspricht.
Tennis-Wettmärkte bei den French Open
Wer auf die French Open wettet, hat es mit vier großen Markttypen zu tun: Turniersieger, Matchsieger, Satzwetten und Handicap. Jeder Markt hat eine eigene Logik und eine eigene Marge, und die Marge ist das, was die Quote unter dem Strich kostet.
Turniersieger (Outright)
Der Turniersieger-Markt wird mit der Auslosung gesetzt und begleitet das Turnier über zwei Wochen. Die Quote auf einen Außenseiter kann sich nach einer überraschenden ersten Runde halbieren, wenn der Markt erkennt, dass der Spieler plötzlich auf der Seite des Tableaus steht. Wer früh kauft, hat eine höhere Quote, aber auch das Risiko, dass der Spieler die zweite Runde nicht erreicht. Long-odds auf den Turniersieger enthalten die Marge und verändern sich mit der Auslosung.
Matchsieger
Der Matchsieger ist der Standardmarkt. Wer hier wettet, vergleicht zwei Spieler, die unmittelbar aufeinander treffen. Die Quote reflektiert die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Siegers, korrigiert um die Marge. Auf Sand ist die implizite Wahrscheinlichkeit des Favoriten typischerweise höher als auf Hartplatz, weil die Serve-Varianz sinkt.
Satzwetten
Satzwetten wetten auf den Ausgang eines einzelnen Satzes. Wer auf den Tiebreak im dritten Satz wettet, setzt auf die Frage, ob einer der Spieler bei 6:6 noch einmal aufschlagen kann. Der Markt ist schnelllebig, die Quoten ändern sich mit jedem Punkt. Wer hier wettet, sollte das Live-Angebot des Anbieters prüfen, bevor er setzt.
Handicap
Handicap-Wetten gleichen ungleiche Ausgangslagen aus. Wer auf einen klaren Außenseiter mit +1,5 Sätzen wettet, gewinnt die Wette, wenn der Spieler einen Satz holt. Das Handicap verändert die Quote und damit das Risiko.
Was die Quote tatsächlich bedeutet: Marge und Auszahlung
Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist das, was der Anbieter für einen Euro Einsatz zurückzahlt, wenn die Wette eintritt. Aus zwei Quoten auf einen Zwei-Wege-Markt lässt sich die Marge des Anbieters ablesen, das ist der Anteil, den der Anbieter pro eingesetzten Euro behält.
Marge: ein Rechenbeispiel
Angenommen, ein Anbieter quotiert ein fiktives French-Open-Match zwischen zwei gleich starken Spielern mit Quote 1,90 auf jeden Spieler. Die Auszahlungsquote errechnet sich als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500. Das entspricht 95,0 %. Die Marge des Anbieters ist 100 % − 95,0 % = 5,0 %. Bei einem Einsatz von 10 € auf jeden Spieler nimmt der Anbieter 20 € ein und zahlt 19 € zurück; 1 € sind die Marge. Eine typische Marge für Tennis-Matchwetten liegt zwischen 4 % und 6 %; bei Turniersieger-Outrights ist sie oft höher, zwischen 8 % und 12 %, weil das Wettrisiko auf zwölf Runden gestreckt ist. Wer auf Outrights setzt, zahlt also über die Quote einen deutlich höheren Anteil seines Einsatzes an den Anbieter als auf Matchwetten.
Auszahlung bei einer Kombiwette
Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote. Bei drei Beinen mit Quote 2,00, 1,80 und 1,50 ergibt sich eine Gesamtquote von 5,40. Ein Einsatz von 10 € zahlt 54 € zurück, der Nettogewinn ist 44 €. Die Marge der Kombiwette ist die kombinierten Margen der Einzelmärkte, nicht deren Durchschnitt, sie wächst mit jedem Bein. Wer viele Beine kombiniert, sieht eine hohe Gesamtquote, zahlt aber eine hohe kombinierte Marge.
Marge als Kostenfaktor
Die Marge ist der einzige Preis, den jeder Wettende unabhängig vom Ausgang der Wette zahlt. Eine Wette mit 5 % Marge kostet 5 Cent pro eingesetztem Euro, immer. Wer 100 € im Jahr umsetzt, zahlt 5 € an die Marge der Anbieter. Wer auf 1.000 € kommt, zahlt 50 €. Wer 10.000 € umsetzt, zahlt 500 €. Der Rest sind Gewinne und Verluste aus den Wetten selbst, aber die Marge ist der Sockelbetrag, der in jeder Quote steckt.
Rechtslage: Wetten auf die French Open in Deutschland
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) das Sportwetten-Geschäft. Die Aufsicht liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht die Anbieter (§ 28a).

Die Whitelist als einziger Test
Die offizielle Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV) ist der einzige Test einer gültigen Erlaubnis. Die Whitelist führt 30 Einträge mit Stand vom 2. Oktober 2026: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine.de-Domain, aber eine.de-Domain allein beweist nichts. Eine erste Erlaubnis läuft 5 Jahre (§ 4c Abs. 1), die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, nimmt Sportwetten entgegen; die Erlaubnis einer Marke für Slots, Poker oder Casino sagt nichts über ihr Sportwetten-Angebot.
Was erlaubt ist
Der GlüStV erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwetten (§ 21 Abs. 1), und nur Wetttypen, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball sind nicht erlaubt; nächster Satz im Tennis und nächstes Tor im Fußball schon. Verboten sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Esports ist nach Angabe der GGL kein Sport, lizenzierte Esports-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keinen gesetzlichen Einsatzhöchstbetrag pro Wette.
Spielerschutz: Alter, Limit, Sperre
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter gibt es ein Konto mit voller Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen, ohne Auszahlungen. Das Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ein höheres Limit setzen, bis 10.000 €, oder bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen nach 7 Tagen. Parallelspiel ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). OASIS (§§ 8, 8a) ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird; eine Selbstausschluss dauert mindestens 3 Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen.
Zahlungen und Spieler-Gelder
Zahlungen (§ 6b Abs. 4) sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt, möglich. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt; das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten deutschen Wetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und nur aus seinen Bedingungen abzuleiten. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Steuer
Die Sportwettensteuer, §§ 16-25 RennwLottG, beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter, und sie ist nur aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters abzuleiten. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Gewinne privater Spieler sind primärrechtlich nicht abschließend geregelt, allgemeine Information, im Zweifel Steuerberater fragen.
Werbung und Bonus
Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casino-Spiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt; Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen aus den Bedingungen jedes Anbieters.
Offshore: keine Erlaubnis, kein Schutz
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bieten Sportwetten in Deutschland unerlaubt an (§ 4 Abs. 1 GlüStV); eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat Verbraucherinnen und Verbraucher am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie etwa Platincasino gewarnt. Strafrechtlich drohen dem Veranstalter bis zu 2 Jahre oder eine Geldstrafe (§ 284 StGB), dem Werbenden bis zu 1 Jahr; die Teilnahme steht mit bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe unter Strafe (§ 285 StGB), wobei Strafverfolgung gegen einzelne Spieler nicht festgestellt ist. Die zivilrechtliche Frage, ob ein Spieler seine Einsätze zurückfordern kann, hat der Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Keine Rückzahlung ist damit versprochen. Die Faustregel: Offshore heißt keine Erlaubnis, keine OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg, dafür höhere Limits; Whitelist heißt Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber 1.000-€-Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, volle Verifizierung und Zahlungen nur auf das eigene Konto.
Verantwortungsvolles Wetten
Zwei Wochen Grand Slam verleiten zu vielen Einzelwetten. Wer auf die French Open wettet, sollte vier Dinge im Auge behalten, die unabhängig vom Tipp gelten.
Einzahlungslimit
Das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat über alle Anbieter hinweg gilt für jeden, der nicht aktiv eine Erhöhung beantragt hat und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist. Wer das Limit zu hoch findet, sollte es so lassen; wer es senken will, kann es jederzeit senken, eine Senkung gilt sofort. Erhöhungen werden erst nach 7 Tagen wirksam, das ist die Schutzfrist gegen Spontanentscheidungen.
OASIS und Panikbutton
Wer sich selbst sperren will, kann das über jeden Anbieter oder direkt bei OASIS tun. Die Mindestdauer einer Selbstausschluss-Sperre liegt bei 3 Monaten, wenn eine Frist angegeben wird, sonst 1 Jahr. Der Panikbutton setzt eine sofortige Sperre von 24 Stunden. Beide Werkzeuge sind bei lizenzierten Anbietern ohne Bedingung erreichbar.
Alter und Verifizierung
Wer unter 18 ist, darf nicht spielen. Lizenzierte Anbieter prüfen das Alter bei der Registrierung und beim Login, in der Regel über eine Video-Identifikation oder einen vergleichbaren Prozess. Vor der vollen Verifizierung gilt eine 72-Stunden-Frist mit 100 € Einzahlungslimit.
Hilfe und Beratung
Wer merkt, dass Wetten nicht mehr Unterhaltung sind, kann sich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden, die eine kostenfreie Beratung unterhält. Anonyme Selbsttests, etwa der Gamblers Anonymous 20-Question-Test, geben einen ersten Hinweis, ob das eigene Spielverhalten noch im Rahmen liegt.
Vergleich: zehn Anbieter für die French Open
Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach ihrer Stellung auf der GGL-Whitelist und ihrer Sportwetten-Erlaubnis. Die Liste ist keine Empfehlung; sie ist eine Bestandsaufnahme, wer mit Stand 2. Oktober 2026 überhaupt Sportwetten in Deutschland anbieten darf. Die Spalten lesen sich als Auswahlraster: Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis, ein Datum zeigt, wie lange diese Erlaubnis schon besteht, und der Halter ist die juristische Person, die hinter der Domain steht.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Winamax | Erlaubnis, WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| VBet | Erlaubnis, SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Erlaubnis, Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Erlaubnis, Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Erlaubnis, Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| LeoVegas | Erlaubnis, LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Erlaubnis, Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Erlaubnis, Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Erlaubnis, Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bwin | Erlaubnis, bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
Die Tabelle zeigt, was die Whitelist zeigt: einen Status, einen Halter und ein Ausstellungsdatum. Sie zeigt nicht, wie gut ein Anbieter Tennis-Quoten quotiert, ob er French-Open-Outrights im Programm hat oder ob sein Live-Angebot den nächsten Satz abbildet. Wer das prüfen will, muss das Wettprogramm des Anbieters öffnen, die Quoten vergleichen und die Bedingungen lesen. Die Auswahl folgt nicht aus dem Datum; ein Anbieter mit Erlaubnis seit 2020 ist nicht automatisch besser als einer mit Erlaubnis seit 2024. Sie folgt aus dem, was der Anbieter auf seinen eigenen Seiten zu Tennis schreibt, und aus den Quoten, die er für die French Open tatsächlich anbietet.
Die Anbieter im Einzelnen
Die folgenden Abschnitte ordnen das Profil der zehn Marken ein und bewerten, was die jeweiligen Erlaubnisse für die French Open bedeuten.
Winamax
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt Winamax mit der Société anonyme als Halter; die erste Erlaubnis datiert auf den 29.06.2021, eine Folgeerlaubnis auf den 08.12.2022. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto an. Für die French Open heißt das: Live-Streams der Spiele sind im Konto verfügbar, ein Werbeversprechen zur Wettsteuer ist im Footer sichtbar, und die Tennis-Quoten sind in einer externen Studie überdurchschnittlich bewertet.
Bewertung: Wer Tennis-Quoten auf den Sandplätzen in Paris vergleicht, kommt an Winamax nicht vorbei. Die Odoxa-Studie ist eine Branchenreferenz mit 2.967 Spielen über fünf Monate, und die 45-%-Quote auf Platz eins ist kein Marketingversprechen, sondern ein Messwert. Die Live-Streams der Grand Slams sind der andere Hebel: Wer das Spiel sieht, kann schneller reagieren, wenn die Quote kippt.
VBet
Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter Vbet.de, hat ihren Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. Die Marke ist auf der Whitelist, der Halter sitzt auf Malta, und der Erlaubniszeitpunkt liegt 2023, also nach der Welle der ersten Erlaubnisse vom 9. Oktober 2020.
Bewertung: VBet ist seit 2023 auf der Whitelist, was den Anbieter nicht schlechter macht, aber die Marktbewährung kürzer ausfallen lässt als bei den 2020er-Erlaubnissen. Wer die Tennis-Tiefe und das Live-Angebot bei den French Open prüft, sollte vor einer Wette ins Wettprogramm schauen.
Sportingbet
Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die GGL-Whitelist führt Sportingbet (Deutschland) Limited mit einer Erlaubnis vom 09.10.2020; eine Folgeerlaubnis wurde am 21.12.2022 erteilt.
Bewertung: Ein Konfigurator ist ein Bet-Builder; wer Kombinationen aus einem Spiel zusammenstellen will, findet hier ein Werkzeug. Die Sportartenliste ist breit, Tennis ist enthalten. Was Sportingbet bei den French Open konkret quotiert, zeigt das Wettprogramm.
Tipico
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Tipico Co. Limited ist gemäß Whitelist seit dem 09.10.2020 für Sportwetten lizenziert, wobei eine Folgeerlaubnis am 09.12.2022 erfolgte.
Bewertung: Tipico ist eine der bekanntesten deutschen Marken, die App gehört zu den meistgenutzten Sportwetten-Apps im Land. Der Cashout gehört zum Standardrepertoire. Die laufenden EuGH-Verfahren zu Tipico betreffen die Zeit vor der GGL-Erlaubnis und kein aktuelles Produkt; sie sind der Grund, warum die zivilrechtliche Frage derzeit beim EuGH liegt.
Tiptorro
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist). Die Whitelist führt Torro Tec Limited, die erste Erlaubnis datiert auf den 30.06.2021, eine Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022.
Bewertung: Tiptorro ist die deutsche Marke hinter Tipico, beide stehen auf der Whitelist. Wer ohnehin Tipico nutzt, hat hier keine zusätzliche Wahl; wer einen eigenständigen Anbieter mit deutscher Lizenz sucht, findet mit Tiptorro das Schwesterprodukt.
LeoVegas
Auf der Whitelist der GGL ist für Leovegas.de die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Die Sportwetten-Erlaubnis ist die jüngste der zehn Anbieter; die Casino-Erlaubnis besteht länger.
Bewertung: LeoVegas ist in Deutschland vor allem als Casino-Marke bekannt, die Sportwetten-Erlaubnis ist erst seit Oktober 2024 aktiv. Wer ein reines Tennis-Wettprogramm sucht, sollte vor einer Wette prüfen, wie tief das Angebot bei Grand Slams wirklich ist.
NEO.bet
Auf der Whitelist der GGL ist für NEO.bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet gehört damit zur ersten Welle der Whitelist-Erlaubnisse.
Bewertung: NEO.bet ist ein klassischer Sportwetten-Anbieter, dessen Erlaubnis seit 2020 besteht. Die zwei Erlaubnisse (2020 und 2022) zeigen, dass die Folgeerlaubnis aus dem GlüStV 2021 ordnungsgemäß erteilt wurde. Das Angebot sollte dem anderer 2020er-Anbieter entsprechen; den Beweis liefert das Wettprogramm.
bpremium
Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Betreiberin von Bpremium.de, hat ihren Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die Erlaubnis für die Marke besteht laut Whitelist seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.
Bewertung: bpremium ist die deutsche Marke von Ladbrokes, der Mutterkonzern blickt auf Jahrzehnte im britischen Wettgeschäft zurück. Die deutsche Lizenz besteht seit 2020, die Bedingungen sind auf der Hilfeseite einsehbar. Wer einen britisch geprägten Anbieter sucht, findet ihn hier.
Betano
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Whitelist führt Betkick Sportsbetting Limited, die erste Erlaubnis datiert auf den 19.02.2021, eine Folgeerlaubnis auf den 16.12.2022.
Bewertung: Betano ist eine der wenigen Marken, die Tennis-Grand-Slams explizit als Live-Streaming-Inhalt nennt. Wer die French Open im Stream sehen will, ohne ein zweites Abo abzuschließen, hat hier eine realistische Option. Der Bet Builder ist ein Werkzeug für Kombinationen innerhalb eines Spiels.
bwin
Als Anbieter von Bwin.de führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt und am 23.12.2022 verlängert.
Bewertung: bwin ist eine der großen europäischen Sportwetten-Marken, der deutsche Ableger steht seit 2020 auf der Whitelist. Das Sportwetten-Programm ist breit, Tennis ist enthalten; ob die French Open mit allen Runden abgebildet sind, zeigt das Wettprogramm.
Häufige Fragen
Wie lässt sich legal auf die French Open wetten, und wo ist die GGL-Whitelist einsehbar?
Legal wettet, wer einen Anbieter nutzt, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt ist. Die Whitelist ist auf der Website der GGL öffentlich einsehbar und enthält Domain, Halter und Ausstellungsdatum der Erlaubnis. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis; alle Domains sind.de-Domains, aber eine.de-Domain allein beweist keine Erlaubnis.
Welche Wettmärkte gibt es für das Turnier, etwa Gesamtsieger, Matchsieger und Satzwetten?
Die Standardmärkte sind Turniersieger (Outright), Matchsieger, Satzwetten und Handicap. Der Turniersieger-Markt begleitet das Turnier über zwei Wochen, Matchsieger ist der Standardmarkt für einzelne Partien, Satzwetten wetten auf den Ausgang eines einzelnen Satzes, und Handicap gleicht ungleiche Ausgangslagen aus. Welche Märkte ein Anbieter tatsächlich anbietet, hängt vom Wettprogramm ab, das im Spielplan einsehbar ist.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turniersieger-Wette aus Einsatz und Quote?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote; der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Wer 10 € auf Quote 8,00 setzt, erhält bei einem Sieg 80 € zurück, 70 € Gewinn. Die Quote enthält die Marge des Anbieters, bei Turniersiegern oft zwischen 8 % und 12 %, sodass die effektive Auszahlung unter der fairen Quote liegt, die man bei reiner Wahrscheinlichkeitsbewertung erwarten würde.
Welche Live-Wetten sind während eines Matches erlaubt, und warum gibt es keine Wetten auf den nächsten Punkt?
Live-Wetten sind in Deutschland nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie den nächsten Satz oder das nächste Tor erlaubt (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind nicht erlaubt, weil solche Mikromärkte manipulationsanfällig sind und der Gesetzgeber sie ausschließen wollte. Wer Live-Wetten auf den nächsten Satz sucht, ist im Rahmen des Erlaubten; wer auf den nächsten Punkt wettet, ist beim lizenzierten Anbieter falsch.
Wie wirkt sich der Sandplatz auf Prognosen aus, und was ist eine Value-Wette?
Sand verlangsamt den Ball, verlängert die Ballwechsel und reduziert die Serve-Varianz; Serve-and-Volley-Spieler verlieren an Wert, Grinder mit Spin und Return-Stabilität gewinnen. Eine Value-Wette ist eine Wette, deren Quote über der fairen Wahrscheinlichkeit liegt; wer 5,00 auf einen Spieler bekommt, der nach eigener Analyse eine 25 %-Chance hat (faire Quote 4,00), hat eine Value-Wette. Auf Sand heißt das: prüfen, ob die Quote die Sandform des Spielers schon eingepreist hat oder ob sie noch auf der allgemeinen Weltrangliste basiert.
Wie wirken die Sportwettensteuer und das Einzahlungslimit von 1.000 € auf Wetten rund um das Turnier?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht; sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler, und ob sie an den Spieler weitergegeben wird, hängt vom Anbieter ab. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat über alle Anbieter hinweg ist die Schutzschwelle, die in der LUGAS Limitdatei durchgesetzt wird; wer mehr einzahlen will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, eine Selbstauskunft reicht nicht. Beide Mechanismen begrenzen, wie viel Geld in einer Turnierwoche fließen kann.
Tennis – wettanbieterhub
Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»
