Freebet ohne Einzahlung 2026: Was Gratiswetten in Deutschland wert sind
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Stand der Daten: Oktober 16, 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Eine Freebet ohne Einzahlung klingt nach geschenktem Geld und ist in der Werbung der Anbieter immer genau so formuliert. Auf dem Wettschein sieht es anders aus: Der Einsatz der Gratiswette wird im Gewinnfall nicht ausgezahlt, an die Gutschrift sind Bedingungen geknüpft, und wer nicht innerhalb der Frist spielt, verliert den Anspruch. Genau diese drei Punkte – fehlender Einsatz, Umsatz und Frist – entscheiden, was die Freebet wert ist. In Deutschland darf sie nur der Anbieter auf der Whitelist der GGL vergeben. Wer dort nicht steht, bietet unerlaubtes Glücksspiel an, gleichgültig was Lizenz und Werbung versprechen.
Warum die Suche nach der Freebet ohne Einzahlung in Deutschland anders ausgeht
Die Vorstellung, dass ein Wettanbieter Neukunden Geld schenkt, kommt aus Märkten, in denen Gratiswetten ohne Einzahlung Teil des Standardmarketings sind. In Deutschland gilt seit Juli 2021 der neue Glücksspielstaatsvertrag. Er hat Werbung und Bonusgestaltung an die Erlaubnis geknüpft: Was Anbieter bewerben dürfen, hält sich an Regeln, und die Auszahlungsmechanik einer Freebet gehört zu den Punkten, die in den Werbetexten gerne weichgespült werden. „Bis zu 100 € in Wett-Credits“ liest sich wie 100 € bar auf die Hand. In der Auszahlung sind es 100 € Bruttogewinn aus einem Einsatz, der nicht zurückfließt.

Wer in Deutschland nach einer Freebet ohne Einzahlung sucht, bekommt daher fast immer ein anderes Angebot gezeigt: eine Freebet, die an eine eigene Einzahlung gekoppelt ist und erst nach einer qualifizierenden Wette freigegeben wird. Das ist auf dem deutschen Markt die Regel, nicht die Ausnahme. Heißt: Auch wenn der Suchbegriff „ohne Einzahlung“ lautet, prüft die Seite die Angebote, die in Deutschland tatsächlich unter dieser Überschrift laufen – inklusive der Sonderform, dass Anbieter eine kleine Gratiswette für eine bestimmte Aktion ausgeben, ohne dass eigenes Geld einzahlt wird. Ob eine solche Aktion gerade läuft, ist Sache der Anbieter und ändert sich schnell; ob sie auf der Whitelist steht, lässt sich immer prüfen.
Die Bedingungen, die den Wert einer Freebet bestimmen, sind überall dieselben: die Mindestquote der qualifizierenden Wette, die Frist, in der die Gutschrift genutzt werden muss, und die Frage, ob das Bonusguthaben noch einmal umgesetzt werden muss, bevor es auszahlbar wird. Wer diese drei Bedingungen liest, versteht die meisten Angebote. Wer nur den Werbebetrag liest, übersieht sie.
Was eine Freebet ist und was sie nicht ist
Eine Freebet ist eine Wette, die der Anbieter mit eigenem Geld finanziert. Der Spieler setzt das vorgegebene Wettguthaben auf eine Quote seiner Wahl – meist innerhalb einer Mindestquote – und der Gewinn, falls die Wette eintrifft, wird dem Echtgeld-Konto gutgeschrieben. Der entscheidende Mechanismus: Der Einsatz der Freebet wird im Gewinnfall nicht ausgezahlt. Wer eine 10-€-Freebet auf eine Quote von 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Der Einsatz verschwindet.

Diese Mechanik steht in den Regeln eines jeden Anbieters, der Freebets vergibt. Sie ist nicht zwischen Anbietern verhandelbar – sie ist die Definition der Freebet. Begriffe, die in der Werbung benutzt werden, verbergen sie: „Wett-Credits“ bei bet365, „Freebets“ bei Winamax, „JokerBet“ bei MERKUR BETS. In allen drei Fällen gilt: Der Einsatz wird im Gewinnfall abgezogen, der Nettogewinn ist auszahlbar. Wer „bis zu 100 € in Wett-Credits“ liest, sollte 100 € als maximalen Bruttogewinn verstehen, nicht als 100 € geschenktes Guthaben.
Die andere Sache, die eine Freebet nicht ist: eine Einzahlungsprämie. Bei einer Einzahlungsprämie wird der eingezahlte Betrag um einen Prozentsatz aufgestockt – meist 100 % bis zu einem Höchstbetrag. Der Bonus ist dann an Umsatzbedingungen geknüpft, oft fünf- bis siebenmal umzusetzen zu einer Mindestquote. Bei einer Freebet entfällt diese Umsatzphase – der Gewinn aus einer platzierten Freebet ist sofort auszahlbar, sofern die Allgemeinen Geschäftsbedingungen keine weitere Bedingung vorsehen. Die beiden Angebotsformen stehen bei verschiedenen Anbietern, sind aber klar trennbar: Einzahlungsbonus plus Freebet für Neukunden sind die gängige Kombination.
Was den Wert einer Freebet konkret bestimmt
Drei Werte entscheiden, was eine Freebet tatsächlich bringt:
- Die Mindestquote der Wette, auf die die Freebet gesetzt werden darf. Liegt sie bei 1,80, sind Wetten mit niedrigerer Quote ausgeschlossen. Liegt sie bei 1,05 wie beim Winamax-Willkommensangebot, ist die Quote nahezu beliebig wählbar – das wiederum verlagert das Risiko.
- Die Frist, in der die Freebet platziert werden muss. Nach Ablauf verfällt das Bonusguthaben stillschweigend. MERKUR BETS gibt für die Gratiswette aus dem Neukunden-JokerBet sieben Tage Zeit.
- Der Cash-Out-Ausschluss: Die meisten Anbieter schließen Cash Out bei mit Freebet platzierten Wetten aus. Wer also auf den Ausgang einer Live-Wette spekuliert, kann die Wette nicht vorzeitig aussteigen lassen.
Was eine Freebet wert ist, lässt sich am leichtesten an einem konkreten Beispiel zeigen.
Was eine 10-€-Freebet bei Quote 1,90 im Durchschnitt einbringt
Die Rechnung folgt dem Mechanismus, den die Definition der Freebet vorgibt: Der Einsatz fließt nicht zurück, der Nettogewinn ist auszahlbar.
Bei einer Freebet über 10 €, platziert auf eine Wette mit zwei Ausgängen zu je 1,90, liegt die Auszahlungsquote – der Anteil der Einsätze, den der Markt im langfristigen Mittel an die Spieler zurückgibt – bei rund 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,5263, also etwa 52,6 %. Der Marktanteil des Anbieters liegt entsprechend bei rund 47,4 %. Das ist die Marge, die der Anbieter aus diesem Markt im Schnitt behält. Der erwartete Gewinn einer einzelnen 10-€-Freebet auf diesen beiden Ausgängen liegt bei 10 € × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,5263 ≈ 2,49 € – gerundet also etwa 2,50 €. Die Bandbreite ist real und ergibt sich daraus, dass die Freebet über ihren Stückelungswert (10 €) und die Quote (1,90) unterschiedlich viel erwarteten Gewinn abwirft; die Formel selbst bleibt mit jedem anderen Wert stabil.
Anders gerechnet: Wer zehn 10-€-Freebets zu identischen Konditionen nutzt, hat im Mittel 25 € Gewinn. Wer ein einzelnes Spiel setzt und gewinnt, bekommt 10 € ausgezahlt – exakt das, was die Mechanik oben vorsieht. Der Wert der Freebet ist also das Ergebnis aus Stückelung, Mindestquote und Marktmarge – nicht die Höhe der Gratiswette selbst.
Wichtig für die Einordnung: Diese Rechnung gibt einen Durchschnittswert über viele Wetten, nicht das Ergebnis einer einzelnen Wette. Wer die Freebet auf eine Quote knapp über der Mindestquote setzt, gibt automatisch einen Teil des Wertes ab, weil der Markt schlechter auszahlt. Wer die Quote hoch wählt – 3,00 statt 2,00 – verlagert das Risiko auf den Ausgang der Wette, ändert aber den Erwartungswert nach oben. Den höchsten Erwartungswert pro Freebeteuro hat die niedrigste erlaubte Quote; den höchsten möglichen Gewinn eine möglichst hohe. Beide Wege kosten etwas anderes.
Warum der Erwartungswert mit der Quote steigt
Beispielrechnung mit derselben Freebet, aber Quote 3,00 statt 1,90:
Bei einer Quote von 3,00 lautet die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/3,00 + 1/3,00) ≈ 0,1667, der Marktanteil liegt bei etwa 83,3 %. Bei einem Freebet-Einsatz von 10 € liegt der erwartete Gewinn bei 10 € × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,1667 ≈ 1,11 €. Der Erwartungswert sinkt mit steigender Quote, weil die Marge bei hohen Quoten überproportional wächst. Wer die Freebet auf hohe Quoten setzt, gewinnt im Erfolgsfall mehr, hat aber statistisch einen niedrigeren Erwartungswert – der Markt „behält“ dann einen höheren Anteil.
Das ist der umgekehrte Weg zur landläufigen Intuition: Eine Freebet wird nicht dadurch wertvoller, dass man sie auf eine möglichst hohe Quote setzt, sondern dadurch, dass man sie auf die niedrigste erlaubte Quote setzt und dadurch die Marge klein hält. Wer den Erwartungswert maximiert, akzeptiert eine niedrige Quote und damit eine hohe Wahrscheinlichkeit eines kleinen Gewinns.
Was passiert, wenn die Mindestquote die Wahl begrenzt
Wird die Freebet durch eine Mindestquote auf 1,80 begrenzt, ist der Erwartungswert niedriger als bei einer freien Wahl der Quote – aber die Rechnung bleibt dieselbe. Bei Mindestquote 1,80, Freebet 10 €, ergibt sich ein erwarteter Gewinn von 10 € × (1,80 − 1) ÷ 1,80 × 1 ÷ (1/1,80 + 1/1,80) ≈ 10 € × 0,444 × 0,526 ≈ 2,34 €. Mit steigender Mindestquote sinkt der erwartete Wert, sofern die Marge mit steigt. Bei sehr hohen Mindestquoten – etwa 2,50 – liegt der Erwartungswert deutlich unter dem, was die Werbung suggeriert. Wer daher von einer Freebet mit Mindestquote 2,50 liest, sollte verstehen, dass die Statistik das Werbeversprechen relativiert.
Welche Freebet-Formen deutsche Whitelist-Anbieter tatsächlich anbieten
Die deutsche Whitelist kennt keine Sonderform „Freebet ohne Einzahlung“ als eigene Kategorie, sondern nur „Erlaubnis für Sportwetten“, und die Werbung darunter ist an § 5 GlüStV gebunden. Daraus ergeben sich auf dem deutschen Markt faktisch drei Angebotsformen:
1. Freebet als Teil des Willkommenspakets nach erster Einzahlung. Dies ist die häufigste Form. Bet365 nennt sie „Wett-Credits“, freigegeben nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung; Winamax kombiniert die Verdopplung der ersten Einzahlung bis 100 € in Freebets mit einer Einzahlungsumsatz-Pflicht; Wettstar schreibt nach Anmeldung 20 € Bonusgut und zusätzlich 100 % Einzahlungsbonus bis 20 € gut. In allen Fällen ist die Freebet an eine Einzahlung gebunden – die Bezeichnung „ohne Einzahlung“ passt nur für die 20-€-Gutschrift bei Wettstar, die direkt nach Anmeldung erfolgt.
2. Freebet als Kompensation für eine verlorene qualifizierende Wette. MERKUR BETS bewirbt dieses Modell als „JokerBet“: Verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet. Die Freebet ist hier die Reaktion auf einen Verlust, nicht eine Belohnung für eine Einzahlung. Sie ist im Mechanismus dasselbe – kein Einsatz zurück im Gewinnfall – aber an einen Verlust gekoppelt.
3. Freebet als Promotion für ein bestimmtes Ereignis. Bet-at-home vergab im Sommer 2026 eine 10-€-Gratiswette auf den „Sieger der FIFA WM 2026“, gekoppelt an Registrierung über einen Promotion-Link ab 09.06.2026, Platzierung bis 28.06.2026 um 18:00 Uhr, Gewinne ohne Umsatzbedingungen. Die Freebet war hier nicht an eine Einzahlung gebunden, sondern an eine konkrete Aktion. Solche Aktionen kommen und gehen.
Allen drei Formen gemeinsam ist: Der Gewinn aus der Freebet ist auszahlbar, der Einsatz nicht. Der entscheidende Kostenfaktor liegt in den Bedingungen – Mindestquote, Frist, Aktivierungsfenster.
Wer in Deutschland eine Freebet ohne Einzahlung anbieten darf
Die Lizenzfrage entscheidet, welche Freebet es überhaupt wert ist, geprüft zu werden. Wer auf der Whitelist der GGL steht, hat eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021, die alle fünf Jahre verlängert werden kann; eine Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 läuft auf fünf Jahre. Wer nicht dort steht, bietet unerlaubtes Glücksspiel an und macht Werbung für unerlaubte Angebote – auch dann, wenn das Impressum eine Malta- oder Curaçao-Lizenz nennt. Die GGL hat im September 2026 noch einmal ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt.
Welche Konsequenzen das für den Spieler hat, lässt sich klar benennen:
- Keine OASIS-Anbindung. Die Whitelist-Anbieter sind an die gesetzliche Sperrdatei angeschlossen. Wer sich selbst aussperren lässt, wird auch bei anderen Whitelist-Anbietern gesperrt. Offshore-Betreiber sind nicht an OASIS angeschlossen; die Sperre gilt dort nicht.
- Keine LUGAS-Anbindung. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € wird über die Limitdatei marktübergreifend durchgesetzt. Offshore-Betreiber kennen diese Sperre nicht und können höhere Limits anbieten, ohne die Spielersicherung zu prüfen.
- Kein deutsches Beschwerdeverfahren. Streitigkeiten mit einem Offshore-Anbieter müssen vor ausländischen Gerichten ausgetragen werden. Der Zivilrechtsweg in Deutschland – inklusive der laufenden BGH-Vorlage zu Tipico und der Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts – setzt eine deutsche Gerichtsbarkeit voraus.
Wer eine Freebet ohne Einzahlung annimmt, ohne den Anbieter auf der Whitelist zu prüfen, gibt die deutsche Spielersicherung auf, ohne dafür einen besseren Bonus zu bekommen. Die meisten Offshore-Anbieter locken nicht mit höheren Stückelungen; sie locken mit weniger Bedingungen – und nehmen dafür den gesetzlichen Rahmen mit.
Wo die Whitelist zu finden ist und wie sie zu lesen ist
Die Whitelist ist öffentlich und liegt auf der Seite der GGL. Sie zeigt den Veranstalter, die Domain, das Datum der Ersterlaubnis und eine eventuelle Folgeerlaubnis. Eine Erlaubnis trägt den Vermerk „Stand der Liste“, dazu das Datum der letzten Aktualisierung; eine Aktualisierung erfolgt laufend, wenn neue Erlaubnisse erteilt oder entzogen werden.
Eine Domain allein – „.de“ reicht nicht. Die Whitelist führt Domains mit ihrer Erlaubnis; sie führt keine Inhaber, deren Erlaubnis für andere Domains gilt. Wer „Bet365 Ltd.“ googelt, findet eine britische Gesellschaft; die deutsche Whitelist führt die maltesische Hillside (Europe) ENC für bet365.de. Wer beide verwechselt, landet bei einem Anbieter, der in Deutschland nicht erlaubt ist.
Ende der Erlaubnis führt die Whitelist nicht. Eine Ersterlaubnis läuft grundsätzlich auf fünf Jahre; eine Folgeerlaubnis wird auf Antrag erteilt. Die Whitelist zeigt das Datum der Erlaubnis, nicht das Datum, an dem die Erlaubnis ausläuft. Wer eine Erlaubnis prüft, sollte prüfen, ob die Whitelist noch aktuell ist – nicht, ob eine Erlaubnis „abgelaufen“ ist. Eine Erlaubnis gilt, bis sie widerrufen oder zurückgenommen wird.
Welche Anbieter auf der GGL-Whitelist eine Freebet-Aktion tragen
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Sortiert ist die Liste nach der Whitelist-Reihenfolge, nicht nach Bewertung. Keine der genannten Freebets ist eine „Freebet ohne Einzahlung“ im strengen Sinne – alle sind an Bedingungen geknüpft, einige kommen nach Verlust einer qualifizierenden Wette, andere werden mit Einzahlung freigegeben. Welche Form ein Anbieter pflegt, sagt die Spalte „Freebet-Form“.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Interwetten | Hillside (Europe) ENC auf der Whitelist für Interwetten.de | 02.11.2020 |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH auf der Whitelist für Oddset.de | 18.11.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited auf der Whitelist für Tiptorro.de | 30.06.2021 |
| Tipico | Tipico Co. Limited auf der Whitelist für Tipico.de | 09.10.2020 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited auf der Whitelist für Bpremium.de | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited auf der Whitelist für Bet-at-home.de | 02.11.2020 |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited auf der Whitelist für MERKUR BETS | 06.11.2023 |
| LeoVegas | LVSports Limited auf der Whitelist für Leovegas.de | 21.10.2024 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited auf der Whitelist für Bet3000.de | 22.04.2026 |
| VBet | SCGO Limited auf der Whitelist für Vbet.de | 05.12.2023 |
Was die Liste nicht zeigt: Welche Freebet-Aktion ein Anbieter gerade tatsächlich aktiv bewirbt. Die Freebet-Form, die Tabelle ergänzt, ist die Form, die der Anbieter in seinen Regeln vorsieht – nicht zwingend eine Aktion, die im Moment läuft. Wer eine konkrete Freebet sucht, prüft die Aktionsseite des Anbieters.
Wie die zehn Whitelist-Anbieter im Detail aufgestellt sind
Die Sortierung folgt der Reihenfolge der Whitelist, nicht einer Bewertung. Jeder Eintrag nennt die Freebet-Form, die Bedingungen, die das Werbeversprechen konkretisieren, und einen Hinweis darauf, was den Anbieter auszeichnet. Wo Freebet-Aktionen nicht das Kerngeschäft sind, kommt der entsprechende Hinweis – die Seite beschreibt auch Anbieter, deren Freebet-Form nur ein Nebenangebot ist.
Interwetten – Freebet-Funktion eingeschränkt
Die Interwetten-Sportsbook-Regeln sind eindeutig: Cash Out kann jederzeit ohne Ankündigung widerrufen oder deaktiviert werden, und für Freebets sowie Bonusgeld ist Cash Out nicht verfügbar. Für Spieler, die auf laufende Ereignisse spekulieren, schließt das eine Freebet von vornherein aus dem Werkzeugkasten aus. Interwetten vergibt Freebets situativ; eine pauschale Willkommens-Freebet ohne Einzahlung gehört nicht zum Standardrepertoire. Wer auf Interwetten eine Freebet erhält, sollte prüfen, ob die Wette, auf die er sie setzen will, überhaupt freigegeben ist – viele Sport-Märkte sind in der Funktion ausgeschlossen.
Vorteil gegenüber manchen Mitbewerbern: Die Whitelist-Erlaubnis ist seit 02.11.2020 lückenlos dokumentiert, eine der frühesten Erlaubnisse auf der Liste. Wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Historie sucht, wird hier fündig.
ODDSET – Freebet-Konzept aus dem stationären Handel
ODDSET ist die Marke, die in vielen Annahmestellen und Tankstellen steht. Der Online-Auftritt wird vom Regierungspräsidium Darmstadt beaufsichtigt und führt eine Erlaubnis vom 15.12.2022; GGL ist die zuständige Aufsichtsbehörde. Die Freebet-Form, die ODDSET bewirbt, ist eher zurückhaltend – der Anbieter setzt auf Treueprogramme und Quotenkönig-Aktionen mehr als auf Neukunden-Freebets. Wer auf der Suche nach einer Freebet ohne Einzahlung ist, wird auf ODDSET selten fündig; wer einen Anbieter mit enger staatlicher Aufsicht sucht, schon.
Vorteil: Der Bezug zum stationären Wettgeschäft macht ODDSET zu einem der Anbieter, an denen die GGL besonders genau hinschaut – ein Standortvorteil in Sachen Lizenzgeschichte.
Tiptorro – Freebet über die App
Tiptorro ist die deutsche Marke der Torro Tec Limited (Malta). Die App erscheint im App Store unter dem Namen Tiptorro und beschreibt sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“. Die Freebet-Form, die Tiptorro bewirbt, ist eher zurückhaltend und auf App-Nutzer zugeschnitten. Wer auf Tiptorro eine Freebet sucht, sollte die App-spezifischen Promotionen prüfen – die Desktop-Site zeigt sie nicht immer prominent.
Vorteil: Eine App, die direkt mit der Whitelist verknüpft ist und sich nicht als „europäische Marke mit Deutschland-Vertrieb“ verkauft, sondern als deutsche Erlaubnis. Für Spieler, die unterwegs spielen, eine der Anlaufstellen mit klarer Lizenzierung.
Tipico – Freebet als Reaktion auf Verlust
Tipico trägt seine Freebet nicht aktiv als Werbeelement, sondern als Kompensation: Verlorene Wetten werden unter bestimmten Bedingungen als Freebet zurückerstattet. Diese Form ist verbreitet, aber nicht gut sichtbar, weil sie an den Verlust gekoppelt ist. Der juristische Hintergrund – die BGH-Vorlage vom 25.07.2024 zur Frage, ob Tipico in den Jahren 2013 bis 2018 erhaltene Einsätze aus unerlaubtem Glücksspiel zurückzahlen muss – ändert an der Freebet-Praxis nichts, ist aber für jeden Spieler relevant, der in jenen Jahren Wetten bei Tipico platziert hat und seine Ansprüche prüfen will.
Vorteil: Lange Marktpräsenz, hohe Bekanntheit, klare Lizenzlage. Wer einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis und stationärer Präsenz sucht, landet bei Tipico.
bpremium – Freebet mit fünffachem Umsatz
bpremium gehört zur Ladbrokes-Gruppe und ist auf der Whitelist der GGL als Sportwetten-Anbieter für Bpremium.de geführt. Die Bonusbedingungen sind streng: Bonusgewinne aus Sportwetten können laut Nutzungsbedingungen erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und des zugehörigen Einzahlungsbetrags bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden. Die Freebet-Form, die bpremium bewirbt, ist ein klassischer Einzahlungsbonus mit Freebet-Komponente, der nur einmal nutzbar ist. Wer sich auf bpremium eine Freebet sichert, sollte den Umsatz mit einkalkulieren.
Vorteil: Bekannter Markenname über die Ladbrokes-Gruppe, klare Lizenz über die Whitelist. Schwachpunkt: Die Umsatzbedingung liegt über dem, was andere Anbieter verlangen.
bet-at-home – Freebet für WM-Endrunde
Im Sommer 2026 bewarb bet-at-home eine 10-€-Gratiswette auf den Sieger der FIFA WM 2026, gültig für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland ab Registrierung 09.06.2026; Platzierungsfrist 28.06.2026 um 18:00 Uhr, Gewinne ohne Umsatzbedingungen. Die Aktion ist abgelaufen, zeigt aber das Muster, nach dem bet-at-home Gratiswetten vergibt: kurz, anlassbezogen, an eine Turnierphase gekoppelt. Wer auf bet-at-home eine Freebet sucht, sollte die Promotion-Seite regelmäßig prüfen – das Angebot wechselt mit dem Sportkalender.
Vorteil: Promotionen ohne Umsatzbedingungen sind möglich. Schwachpunkt: Die Freebet ist anlassbezogen, nicht dauerhaft.
MERKUR BETS – Freebet als JokerBet und CLUB-Gratiswette
MERKUR BETS bietet zwei Freebet-Wege: Zum einen den „JokerBet“ als Kompensation für eine verlorene erste qualifizierende Kombiwette; bis 75 € Einsatz wird als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Zum anderen den MERKUR BETS CLUB, der für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und Gesamtquote 4,00 ab einem Wocheneinsatz von 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € ausschüttet – die Aktion lief allerdings vom 09.06.2025 bis 14.07.2025 und ist derzeit nicht aktiv. Die MERKUR BETS CLUB-Freebet muss innerhalb von drei Tagen aktiviert werden und verfällt, wenn sie nicht innerhalb von sieben Tagen genutzt wird. Cash Out ist mit Freebets nicht möglich.
Vorteil: Vielfältige Freebet-Wege. Schwachpunkt: Fristen sind kurz, das CLUB-Angebot war zeitlich befristet.
LeoVegas – Freebet als Ergänzung zum Casino-Schwerpunkt
LeoVegas führt auf der Whitelist die LVSports Limited mit Erlaubnis für Sportwetten seit 21.10.2024. Der Anbieter ist in Deutschland vor allem als Casino-Marke bekannt; Sportwetten sind ein ergänzendes Angebot. Die Freebet-Form, die LeoVegas bewirbt, ist selten der Hauptwerbepunkt – wer auf LeoVegas nach einer Freebet sucht, sollte die Aktionsseite prüfen. Vorteil: Die Whitelist-Erlaubnis ist neueren Datums, was die Whitelist als aktuellen Stand der Aufsicht bestätigt.
Bet3000 – Freebet mit frischer Erlaubnis
Bet3000 ist mit Erstdatum 22.04.2026 eines der jüngsten Glieder auf der Whitelist, vertreten durch die I.B.C. Sportsbetting Limited. Die Freebet-Form, die Bet3000 bewirbt, folgt dem Klassiker: Einzahlungsbonus plus Freebet-Komponente für Neukunden. Die Erlaubnis ist neu, was die Whitelist als Stand der Aufsicht dokumentiert; ein Indikator für die Qualität der Freebet-Bedingungen ist es nicht. Vorteil: Frische Erlaubnis, klassisches Angebot. Schwachpunkt: Geringe Marktpräsenz im Freebet-Segment.
VBet – Freebet ohne dauerhafte Aktion
VBet ist mit Erstdatum 05.12.2023 vertreten, Inhaber die SCGO Limited. Die Freebet-Form, die VBet bewirbt, ist situativ und nicht als dauerhafte Aktion etabliert. Wer auf VBet eine Freebet sucht, prüft die Promotion-Seite des Anbieters; ein Standard-Willkommens-Freebet ohne Einzahlung ist nicht durchgehend verfügbar. Vorteil: Solide Whitelist-Lizenz. Schwachpunkt: Freebet-Segment nicht im Vordergrund.
Was die Bedingungen einer Freebet konkret kosten
Drei Anbieterprofile zeigen, wie unterschiedlich die Bedingungen derselben Werbung ausfallen können:
Winamax-Willkommensangebot. Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 € in Freebets, „ohne Umsatzbedingungen für die Freebets“. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden – Obergrenze 100 € – bei einer Mindestquote von 1,05. Was das heißt: Wer 100 € einzahlt und 100 € Freebet erhält, muss die 100 € Einzahlung einmal zu Mindestquote 1,05 umsetzen, dann sind die 100 € Freebets verfügbar. Die Freebets selbst brauchen keinen weiteren Umsatz, der Gewinn daraus ist auszahlbar. Cashout-Wetten und stornierte Wetten zählen nicht zur Umsetzung. Das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto.
Wettstar-Neukundenbonus. Wettstar schreibt nach Anmeldung 20 € Bonus-Guthaben gut und gibt zusätzlich 100 % Einzahlungsbonus bis 20 € bei Mindesteinzahlung 1 €. Beide Bonusbeträge sind nicht auszahlbar; der Bonus muss vor einer Auszahlung mindestens fünfmal in Wetten eingesetzt werden, und zwar innerhalb von 60 Tagen, danach verfällt der Bonusbetrag. Was das kostet: Wer 20 € Bonus erhält, muss 100 € Umsatz erzeugen – bei durchschnittlicher Quote 2,00 und mittlerer Marge von etwa 6 % etwa 6 € erwarteten Verlust – und das in 60 Tagen schaffen.
Tipwin-Willkommensbonus. Tipwin bietet 100 % der Einzahlung bis 100 €; Einzahlung und Bonus müssen vor Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden, je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit Quote mindestens 1,80 zählen. Nur verifizierte Konten erhalten den Bonus; wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen.
Die Profile zeigen: Drei Anbieter, drei Strukturen. Welche sich für wen lohnt, hängt vom Spielverhalten ab – hohe Freebet mit moderatem Umsatz (Winamax) für Spieler mit Geduld, hoher Bonus mit mehrfachem Umsatz (Wettstar) für Spieler mit langer Bank, klassischer Einzahlungsbonus (Tipwin) für Spieler mit Verifizierungsbereitschaft.
Sportwettensteuer: Was die 5,3 % für eine Freebet bedeuten
Die deutsche Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage – das ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also 5,3 % des Einsatzes × (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Die Frage ist, ob der Anbieter die Steuer auf den Kunden umlegt. Die Antwort steht in den Bedingungen: Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Gewinn ab, andere verrechnen sie mit dem Einsatz, andere tragen sie vollständig selbst.
Für eine Freebet bedeutet das: Wird die Steuer vom Gewinn abgezogen, schmälert sie den ausgezahlten Betrag. Bei einer 10-€-Freebet auf Quote 1,90 mit 5,3 % Steuerabzug vom Bruttogewinn (10 € × 0,90 = 9,00 €) liegt der ausgezahlte Betrag bei etwa 8,52 € – 0,48 € weniger als der Nettogewinn. Das ist nicht viel, reduziert aber den Freebet-Wert weiter. Welche Anbieter die Steuer wie umlegen, ist eine Frage der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nicht eine Annahme.
Die Steuer schützt nicht vor Illegalität. Auch wer die Steuer ordnungsgemäß abführt, ist nicht automatisch auf der Whitelist – die Steuer ist eine finanzrechtliche Pflicht, die Lizenz eine spielrechtliche.
Was eine Freebet von einem klassischen Einzahlungsbonus unterscheidet
Beide Angebotsformen werden in der Werbung oft vermischt. Die Mechanik unterscheidet sich klar:
- Freebet: Gratiswette, deren Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird; Gewinn direkt auszahlbar (sofern keine weitere Umsatzbedingung).
- Einzahlungsbonus: Prozentsatz der Einzahlung wird zusätzlich gutgeschrieben; Bonus muss vor Auszahlung X-mal zu Mindestquote Y umgesetzt werden.
- Risikofreie Wette: Einsatz wird erstattet, falls die Wette verliert; die Erstattung erfolgt meist als Freebet, nicht als Echtgeld.
Bei MERKUR BETS heißt die risikofreie Variante „JokerBet“ – wer die Option vor der Wette wählt und verliert, bekommt den Einsatz bis 75 € als Freebet. Bei Tipwin wird im umgekehrten Modell verfahren: die Wette wird platziert, der Bonus fließt bei Gewinn direkt auf das Echtgeld-Konto. Welche Variante günstiger ist, hängt davon ab, wie der Spieler die Wette einschätzt.
Wie die Spielerschutzregeln auch bei Freebets gelten
Die deutschen Spielerschutzregeln greifen unabhängig davon, ob mit eigenem Geld oder mit Bonusgeld gespielt wird. Drei Regeln bestimmen den Rahmen:
Altersgrenze. Verboten ist die Teilnahme Minderjähriger – § 4 Abs. 3 GlüStV. Wer das Alter beim Login nicht nachweist, kann nicht spielen. Whitelist-Anbieter sind verpflichtet, das Alter zu verifizieren; ein 72-Stunden-Übergang mit 100 € Einzahlungslimit ist möglich, eine Auszahlung in dieser Phase nicht.
Ein- und Auszahlungslimit. Das gesetzliche Standardlimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter darf das Limit für einen Spieler auf bis zu 10.000 € erhöhen – aber nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, nicht durch Selbsterklärung. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, wird durch die Aktivitätsdatei erfasst – Parallelbetrieb ist nach § 6h GlüStV unzulässig.
Selbstausschluss. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate bei Selbstbenennung einer Frist, mindestens ein Jahr ohne Fristangabe. Der Panikbutton löst eine 24-stündige Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen – ein Grund mehr, warum die Whitelist-Frage immer die erste Frage bei der Wahl eines Anbieters sein sollte.
Welche Fristen für Freebets gelten und was bei Verstreichen passiert
Die meisten Anbieter setzen zwei Fristen: eine für die Platzierung der Freebet und eine für die Aktivierung. MERKUR BETS aktiviert die CLUB-Freebet nur, wenn sie innerhalb von drei Tagen unter „Meine Boni“ angenommen wird; danach hat der Spieler sieben Tage Zeit für die Platzierung. Verstreicht die Frist, verfällt das Bonusguthaben stillschweigend – es wird nicht automatisch ausgezahlt, es verschwindet vom Konto.
Die Fristen dienen nicht dem Schutz des Spielers – sie dienen dem Schutz des Anbieters vor „Freebet-Hortung“. Wer eine Freebet über Monate sammelt, ohne sie zu nutzen, lässt den Anbieter auf einem Verpflichtungs-Saldo sitzen, der nicht durch neuen Einsatz refinanziert wird. Wer eine Freebet erhält, sollte die Frist im Bonus- oder Aktions-Bereich des Wettkontos prüfen und im Kalender eintragen.
Woran ein Freebet-Angebot von einem betrügerischen Angebot zu unterscheiden ist
Drei Indikatoren trennen seriöse Angebote von solchen, die in den Bereich des unerlaubten Glücksspiels fallen:
Whitelist-Eintrag. Wer eine Erlaubnis der GGL für die Domain hat, auf der die Freebet beworben wird, ist seriös. Fehlt der Eintrag, fehlt die Erlaubnis – egal welche anderen Lizenzen die Seite nennt.
Spielersperrsysteme. Whitelist-Anbieter binden OASIS und LUGAS ein. Wer kein Konto-Limit hinterlegen kann oder wer gar keine 72-Stunden-Identitätsprüfung hat, ist wahrscheinlich offshore.
Bonus-Regeln in deutscher Sprache. Whitelist-Anbieter veröffentlichen ihre Bonusbedingungen in deutscher Sprache und mit klaren Bezügen auf das deutsche Recht. Anbieter, deren Bedingungen nur in englischer Sprache vorliegen, sind meist nicht in Deutschland reguliert.
Was bei einer Bonus-Aktion zu lesen ist, bevor die Freebet platziert wird
Bevor eine Freebet auf dem Wettkonto landet, sollten fünf Punkte geprüft werden:
- Mindestquote – auf welche Quote muss die Wette gesetzt werden?
- Aktivierungsfrist – wie viele Tage nach Erhalt hat der Spieler Zeit, die Freebet anzunehmen?
- Platzierungsfrist – wie viele Tage nach Aktivierung hat der Spieler Zeit, die Wette zu platzieren?
- Cash-Out-Ausschluss – ist Cash Out mit der Freebet erlaubt?
- Umsatzanforderungen – muss der Gewinn aus der Freebet nochmals umgesetzt werden, bevor er ausgezahlt wird?
Wer diese fünf Punkte kennt, kann die Werbung „bis zu 100 € in Wett-Credits“ einordnen. Wer sie nicht kennt, läuft Gefahr, die Freebet zu früh zu aktivieren, zu spät zu platzieren oder an einer Quote zu nutzen, die der Anbieter nicht anerkennt.
Welche Promotionen rund um die Freebet noch auf den Freebet-Wert einzahlen
Drei Werbeinstrumente ergänzen die Freebet und verändern den Wert, den sie hat:
Wett-Credits-Boost. Bet365 bietet einen Boost für den Wetten-Konfigurator bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00, dazu einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz mit der Anzahl der Auswahlen wächst. Die Boosts sind auf eigene Wetten anwendbar; inwieweit sie mit Freebets kombinierbar sind, richtet sich nach den jeweiligen Bonusbedingungen.
Kombi-Boost. MERKUR BETS gibt ab fünf Auswahlen einen Prozentbonus auf den Gewinn – 5 % bei fünf Auswahlen, je weiterer Auswahl 1 Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen, bei Mindestquote je Auswahl von 1,21. Live-Wetten mit Boost sind grundsätzlich nicht erlaubt. Freebets sind von Quotenboosts häufig ausgeschlossen.
Cash Out. Cash Out erlaubt die vorzeitige Beendigung einer Wette. Interwetten, Winamax, Sportingbet und MERKUR BETS schließen Cash Out für mit Freebets platzierte Wetten aus. Bei Winamax ist Cash Out nur bei Einzel-, Kombi- und MyMatch-Wetten möglich, nicht bei Torschützen-, System- oder Langzeitwetten; ausgezahlt wird erst, wenn alle Auswahlen beendet sind.
Wer eine Freebet platziert, kann sie nicht als Sicherheit für eine andere Wette benutzen. Das schränkt die Strategie ein, eine Freebet abzusichern, ohne den vollen Einsatz zu riskieren.
Was sich aus dem Vergleich der zehn Anbieter für die Wahl ergibt
Die zehn Anbieter auf der Whitelist decken drei Modelle ab:
- Freebet als Willkommens-Paket (Winamax, Wettstar, bet-at-home, Tipwin, MERKUR BETS): Standardmodell mit Einzahlung als Auslöser, kombiniert mit Umsatzanforderungen für Bonus und Einzahlung.
- Freebet als Verlust-Kompensation (Tipico, MERKUR BETS JokerBet): Freebet als Reaktion auf eine verlorene qualifizierende Wette, mit niedrigerem Stückelungswert, dafür ohne eigene Einzahlung.
- Freebet als Promotion (bet-at-home WM-Aktion, MERKUR BETS CLUB): anlassbezogene Gratiswetten, oft befristet, häufig ohne Umsatzanforderungen.
Welches Modell das richtige ist, hängt vom Spielverhalten ab. Wer generell nicht einzahlen will, sollte auf JokerBet- oder Promotion-Modelle warten – und die Whitelist als Bedingung akzeptieren. Wer einzahlen will, sollte die Umsatzanforderungen vergleichen: Winamax verlangt einmal umsetzen, Tipwin siebenmal, Wettstar fünfmal. Wer die Wahl hat, sollte den Anbieter mit den geringsten Umsatzanforderungen wählen – solange die Freebet selbst keine zusätzlichen Bedingungen mitbringt.
Wann der BGH-Fall Tipico die Freebet-Wahl beeinflusst
Der Bundesgerichtshof hat am 25.07.2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Hintergrund: Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 (C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Was das mit der Freebet zu tun hat: Wer in den Jahren 2013 bis 2018 bei Tipico – oder bei einem anderen Anbieter, der damals keine deutsche Erlaubnis hatte – Wetten platziert und verloren hat, kann auf dieser Linie seine Ansprüche prüfen. Das ändert die Wahl des heutigen Anbieters nicht; es öffnet eine Hintertür für die Rückforderung alter Einsätze. Wer eine Freebet heute annimmt, spielt unter aktueller Lizenz – der Altfall ist ein eigenes Thema.
Was Offshore-Angebote mit Werbeversprechen „ohne Einzahlung“ von Whitelist-Anbietern unterscheidet
Wer eine Suche nach „Freebet ohne Einzahlung“ öffnet, findet überwiegend Offshore-Anbieter – Anbieter mit Lizenz in Curaçao, Anjouan oder auf Malta, ohne deutsche Erlaubnis. Sie bewerben teils 10 € oder 20 € Freebet ohne Einzahlung und ohne weitere Bedingungen. Dass diese Anbieter werblich auftreten, bedeutet nicht, dass sie legal in Deutschland agieren.
Drei Konsequenzen tragen die Wahl eines Offshore-Anbieters:
- Keine deutsche Spielersicherung. OASIS und LUGAS greifen nicht; eine Selbstaussperrung wird im Ausland nicht anerkannt; das 1.000-€-Limit gilt nicht.
- Kein deutscher Rechtsweg. Streitigkeiten müssen vor ausländischen Gerichten ausgetragen werden; deutsche Verbraucherschutz-Regeln greifen nicht.
- Strafrechtliches Risiko. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten bedroht; die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Die Werbung der Offshore-Anbieter klingt nach einem Geschenk, weil sie auf Schritte verzichtet, die in Deutschland Pflicht sind. Sie verzichtet aber nur auf den Pflicht-Schritt, nicht auf den Schutz, den der Pflicht-Schritt bietet.
Was sich aus den Daten für die Wahl eines Freebet-Anbieters ableiten lässt
Wer in Deutschland eine Freebet ohne Einzahlung sucht, hat zwei ehrliche Antworten: Eine Freebet ohne Einzahlung im strengen Sinne gibt es auf der Whitelist selten und nur als kurze Promotion. Wer eine Freebet mit Einzahlung akzeptiert, sollte die Whitelist-Erlaubnis prüfen, die Mindestquote vergleichen, die Frist einplanen und die Umsatzanforderungen lesen. Wer eine höhere Freebet-Stückelung aus dem Ausland annimmt, gibt deutsche Spielersicherung auf, ohne dafür ein besseres Angebot zu bekommen.
Die Empfehlung ist nicht „dieser Anbieter ist der beste“ – die zehn Anbieter haben unterschiedliche Profile, und kein Anbieter ist für jeden Spielertyp der richtige. Die Empfehlung ist: Die Whitelist ist die erste Bedingung, die Bonusbedingungen sind die zweite, und die Bereitschaft, die Frist zu wahren, ist die dritte. Wer diese drei Bedingungen abhakt, hat die Freebet nicht verschenkt bekommen – er hat sie gegen die Mühe eingetauscht, die Werbung zu Ende zu lesen.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es bei lizenzierten Anbietern in Deutschland eine Freebet ohne Einzahlung?
Auf der Whitelist der GGL findet sich keine dauerhafte „Freebet ohne Einzahlung“ als Standardprodukt. Einzelne Anbieter vergeben kurzfristige Promotionen mit Gratiswetten ohne Einzahlung, etwa bet-at-home zur FIFA WM 2026. Solche Aktionen sind befristet und anlassbezogen. Wer eine dauerhafte Lösung sucht, findet stattdessen Einzahlungsboni mit Freebet-Komponente.
Wird der Einsatz einer Freebet zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt?
Nein. Der Einsatz der Freebet wird im Gewinnfall abgezogen – das ist die Definition der Freebet. Wer eine 10-€-Freebet auf Quote 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Der Mechanismus steht in den Geschäftsbedingungen eines jeden Anbieters. Begriffe wie „Wett-Credits“ oder „Freebets“ bezeichnen dasselbe.
Was bedeuten Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einer Gratiswette?
Die Umsatzbedingung legt fest, wie oft ein Bonus oder eine Einzahlung umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist – Wettstar verlangt fünfmal, Tipwin siebenmal. Die Mindestquote ist die niedrigste Quote, zu der eine Wette für den Umsatz zählt – Winamax verlangt 1,05, bpremium 1,7. Beide Werte bestimmen, wie viel Spielaufwand nötig ist, bis der Bonus ausgezahlt werden kann.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Gewinn aus einer Freebet aus?
Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen – manche ziehen sie direkt vom Gewinn ab, andere verrechnen sie mit dem Einsatz, andere tragen sie selbst. Auf eine 10-€-Freebet zu Quote 1,90 reduziert ein Steuerabzug von 5,3 % vom Bruttogewinn den ausgezahlten Betrag um etwa 0,48 € – und damit den Wert der Freebet entsprechend.
Woran ist zu erkennen, ob ein Anbieter mit Freebet-Aktion auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist liegt öffentlich auf der Seite der GGL. Sie führt Domain, Veranstalter und Erlaubnis-Datum. Wer dort nicht steht, hat keine deutsche Erlaubnis – gleichgültig welche Lizenzen die Seite nennt. Auch eine .de-Domain allein beweist nichts; ohne Whitelist-Eintrag ist das Angebot unerlaubt. Die GGL hat im September 2026 vor illegalen Angeboten gewarnt; eine Whitelist-Abfrage kostet keine Minute und schützt vor Verlust.
Welche Fristen gelten bis zur Platzierung einer Freebet, und was geschieht danach mit dem Guthaben?
Die meisten Anbieter setzen zwei Fristen: eine für die Aktivierung (MERKUR BETS CLUB: drei Tage) und eine für die Platzierung (MERKUR BETS CLUB: sieben Tage). Verstreichen beide, verfällt das Bonusguthaben stillschweigend. Eine automatische Auszahlung erfolgt nicht. Wer eine Freebet erhält, sollte die Fristen im Bonus-Bereich prüfen und im Kalender vermerken, um die Freebet nicht durch Fristversäumnis zu verlieren.
Bonus – wettanbieterhub
Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»
