Mobile Wettanbieter 2026: Welche App in Deutschland tatsächlich erlaubt ist
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Eine Wett-App, die in Deutschland legal ist, steht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Wer auf dem Smartphone oder Tablet eine Wette platziert, ohne dass der Anbieter dort gelistet ist, spielt bei einem Veranstalter ohne deutsche Erlaubnis. Der vorliegende Überblick sortiert zehn Anbieter danach, welche App-Funktionen, Quotenstrukturen und Schutzmechanismen im mobilen Alltag tatsächlich zur Verfügung stehen – getrennt nach Erlaubnis, Bedienung und dem, was der Glücksspielstaatsvertrag in der App durchsetzt.

Stand der Daten: Oktober 16, 2026; geprüft gegen die GGL-Whitelist (Übersicht erlaubter Glücksspielanbieter, Stand 2. Oktober 2026) sowie die App-Store-Beschreibungen der jeweiligen Anbieter.
Was eine seriöse Wett-App in Deutschland ausmacht
Eine Wett-App gilt in Deutschland nur dann als seriös, wenn der Anbieter eine Erlaubnis der GGL besitzt. Das ist nicht eine Geschmacksfrage, sondern eine Voraussetzung: Wer ohne diese Erlaubnis Sportwetten an deutsche Kunden vermittelt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL führt auf ihrer Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) insgesamt 30 Einträge – 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen.

Die App-Qualität steht in diesem Überblick an zweiter Stelle, nicht an erster. Eine noch so flüssig bedienbare App ändert nichts daran, dass die Erlaubnis fehlt. Erst wenn die Whitelist den Anbieter führt, lohnt der Blick auf Ladezeit, Wettschein, Live-Angebot und die im App Store beschriebenen Funktionen.
Die Spielregeln sind auf dem Bildschirm dieselben wie am Rechner. Wer 18 Jahre alt ist, ein Konto mit vollständiger Verifizierung eröffnet hat und in eigenem Namen einzahlt, kann in Deutschland legal mobil wetten. Das Einzahlungslimit von 1.000 € im Kalendermonat greift ebenso in der App wie die OASIS-Abfrage beim Login und der Panikbutton, der eine 24-Stunden-Sperre auslöst.
Die Touchscreen-Disziplin: was auf dem Smartphone wirklich zählt
Eine Wett-App wird nicht am Schreibtisch bewertet, sondern in der Hand. Drei Reibungspunkte entscheiden, ob das Tippen auf Quote und Wettschein im Alltag funktioniert oder ständig neu beginnt.

Die Übersicht trägt den Tipp. Eine App, die zu Beginn jeder Veranstaltung mit Werbung verdeckt, die Livespiele erst nach zwei Taps lädt oder den Wettschein in einem eigenen Menü versteckt, verliert auf dem kleinen Bildschirm gegen eine schlankere Variante. Wer unterwegs in eine Quote tippt, will in zwei, drei Bewegungen am Ziel sein.
Ladezeit und Stabilität entscheiden über das Live-Erlebnis. Bei einer Livewette zählt jede Sekunde, in der sich Quote und Spielstand verändern. Bricht die Verbindung im Stadion-WLAN ab, lädt die App nach oder springt zur Startseite, kostet das bares Geld, weil die Quote weg ist. Eine App, die ohne aktive Internetverbindung zuletzt gesehene Quoten anzeigt, hat gegenüber einer konkurrierenden Variante, die bei jedem Tipp einen frischen Login verlangt, den entscheidenden Vorsprung.
Der Wettschein entscheidet, was am Ende herauskommt. Auf dem Smartphone wird der Schein oft in Eile kontrolliert – ob Einzel- oder Kombiwette, ob Cash-Out verfügbar ist, ob die Wettsteuer bereits abgezogen wurde. Wer den Wettschein erst nach dem Tippen auf „Wetten platzieren“ vollständig sieht, zahlt im Zweifel mehr, als er kalkuliert hat.
App oder mobile Webseite – kein Qualitätsurteil
Viele Anbieter liefern beides: eine native App für iOS und Android sowie eine für Mobilgeräte optimierte Webseite. Beide Wege führen auf dasselbe Konto, denselben Kontostand und dieselbe Whitelist-Erlaubnis. Der Unterschied liegt in den Funktionen: Livestreams etwa laufen in Apps häufiger stabil, weil sie auf System-APIs zugreifen können. Die mobile Webseite wiederum lädt ohne Download und ohne Speicherplatz. Welche Variante die bessere ist, hängt vom Anbieter ab – und davon, ob der Nutzer den Speicherplatz für eine App dritter oder vierter Anbieter übrig hat.
GGL-Whitelist und Erlaubnis: Was die Aufsicht tatsächlich prüft
Die GGL ist die zentrale Aufsichtsbehörde für Glücksspiel in Deutschland. Sie erteilt seit dem 1. Juli 2021 die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und beaufsichtigt sowie ahndet nach § 28a. Die Steuer fällt in die Zuständigkeit des Finanzamts, nicht der GGL.
Wer auf der Whitelist steht, hat diese Erlaubnis. Wer nicht auf der Whitelist steht, hat sie nicht – unabhängig davon, ob der Anbieter eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan vorzeigt. Solche Lizenzen haben in Deutschland keine rechtliche Wirkung, weil der Glücksspielstaatsvertrag den Schutz des Spielers an die deutsche Erlaubnis knüpft.
Die Whitelist wird auf der Website der GGL veröffentlicht. Sie führt die erlaubten Anbieter mit dem Inhaber der Erlaubnis, der Domain und dem Datum der erstmaligen sowie einer etwaigen Folg Erlaubnis auf. Ein End-Datum führt sie nicht. Die erstmalige Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, eine Verlängerung wird als Folg Erlaubnis eigens vermerkt. Die Aufnahme eines Anbieters auf die Whitelist ist damit kein Dauerversprechen, sondern ein Status, der bei einer Folg Erlaubnis neu bestätigt wird.
Eine GGL-Erlaubnis bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist, was die App anbietet. Die Behörde lässt nur Wetten zu, die in ihrem Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5 GlüStV) stehen. Wetten auf Esports sind nach GGL-Auffassung nicht erlaubt, weil Esports nicht als Sport anerkannt ist. Virtuelle Sportarten sind im Programm nicht etabliert. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen.
Spielerschutz in der App: was auf dem Smartphone genauso gilt wie am Rechner
In der App greifen dieselben Schutzregeln wie am Rechner. Das ist nicht ein Bonus der App, sondern die gesetzliche Folge der GGL-Erlaubnis.
Die Altersprüfung setzt 18 Jahre als Mindestalter (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung ermöglichen. Wer länger spielen will, muss das Konto mit den geforderten Dokumenten verifizieren.
Das Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat und gilt kundenübergreifend über alle Anbieter hinweg, die an die Limitdatei angeschlossen sind. Der Mechanismus heißt LUGAS. Ein Anbieter darf im Einzelfall ein höheres Limit einräumen – bis zu 10.000 €, in Ausnahmen bis zu 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler –, aber nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, nicht auf Basis einer Selbsterklärung. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem. Es wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Parallelspiel ist verboten. Die Aktivitätsdatei verhindert, dass ein Spieler zeitgleich bei mehreren Anbietern aktiv ist. Wer sich bei Anbieter A einloggt, ist bei Anbieter B für die Dauer der Sitzung gesperrt.
Wer aus diesen Mechanismen herausfällt, fällt aus dem Schutz heraus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Sie bieten höhere Limits, aber keine deutsche Sperre und keinen deutschen Rekursweg.
Zahlungsmethoden in der App: nur eigene Namen zählt
Die Zahlung in der App folgt der gleichen Regel wie am Rechner. Erlaubt sind nur Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind damit in einer legalen App ausgeschlossen.
Welche konkreten Zahlungsmethoden ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache. PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, paysafecard, Apple Pay und Google Pay tauchen in den App-Store-Beschreibungen der großen Anbieter auf. Die Spielergelder stehen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Sportwettensteuer in der App: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % nach §§ 16 bis 25 RennwLottG. Die Bemessungsgrundlage ist der um die Steuer geminderte Einsatz, also ungefähr 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an die Kunden weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen Bedingungen. Auf der Quotenanzeige in der App schlägt sich das je nach Anbieter unterschiedlich nieder: Manche Anbieter zeigen den Bruttobetrag, andere den Nettobetrag nach Steuer. Wer in der App die ausgewiesene Quote mit dem tatsächlich ausgezahlten Betrag vergleicht, sieht den Unterschied.
Wer „5,3 % vom Einsatz“ liest, sollte stutzen: Das ist nicht die korrekte Bemessungsgrundlage. Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
Livewetten in der App: was die Aufsicht erlaubt – und was nicht
Livewetten sind auch in der App erlaubt, aber nur eingeschränkt. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist damit erlaubt, „nächster Satz“ im Tennis ebenso. „Nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind es nicht, weil solche Ereignisse zu häufig vorkommen.
Cash Out ist keine Erfindung der Aufsicht. Es gibt keine gesetzliche oder GGL-Regel dazu. Was Cash Out in einer konkreten App leistet, bestimmt der Anbieter. MERKUR BETS beschreibt Cash Out etwa so, dass der Betrag erst ausgezahlt wird, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Wer den Schein vorzeitig verkauft, nimmt den angebotenen Betrag, nicht den späteren.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine Wette, die in der 89. Minute des Fußballspiels platziert wird, wird nach dem Schlusspfiff abgerechnet – auch wenn die App den Tipp sofort als „gewonnen“ anzeigt.
Werbung, Bonus und mobiler Mehrwert: was in Deutschland erlaubt ist
Werbung für Glücksspiel darf in Deutschland nur einhalten, wer eine Erlaubnis besitzt. Die Tagessperre von 6 bis 21 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele. Für Sportwetten gilt sie nicht. Was für Sportwetten bleibt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Der GlüStV setzt keinen Sportwetten-Bonus fest und deckelt ihn nicht. Höhe, Umsatzfaktor und Mindestquote kommen allein aus den Bedingungen des Anbieters. Wer in der App ein „100 % Bonus“ liest, sollte die Umsatzbedingungen lesen, bevor er einzahlt. Der Glücksspielstaatsvertrag sichert dem Spieler zu, dass der Anbieter überhaupt eine Erlaubnis hat – nicht, dass der Bonus ohne Bedingungen ausgezahlt wird.
Die zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt, welche der zehn verglichenen Anbieter auf der GGL-Whitelist stehen, wer die Erlaubnis hält und seit wann die Sportwetten-Erlaubnis besteht. Die Spalte „Erlaubnis seit“ gibt das Datum der erstmaligen Erlaubnis wieder, weil die Whitelist kein Enddatum führt.
| Anbieter | GGL-Whitelist (Stand 02.10.2026) | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| NEO.bet | gelistet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | gelistet | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tiptorro | gelistet | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| ODDSET | gelistet | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| VBet | gelistet | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportwetten.de | gelistet | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Interwetten | gelistet | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| MERKUR BETS | gelistet | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| 888sport | gelistet | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| bpremium | gelistet | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
Die Tabelle zeigt, was die GGL als Test einer Erlaubnis formuliert. Alles, was eine seriöse App-Qualität ausmacht – Ladezeit, Wettschein, Live-Funktionen, mobile Boni – steht nicht in der Whitelist, sondern in der App selbst. Deshalb schließt an die Tabelle eine Bewertung der einzelnen Anbieter an, sortiert nach den Stärken, die ihre App im mobilen Alltag ausspielt.
NEO.bet – schlanke App, deutsch lizenziert
NEO.bet tritt mit einer der jüngeren Erlaubnisse an: Die Whitelist führt die Greenvest Betting Limited als Inhaberin, die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folg Erlaubnis vom 22. Dezember 2022. Im App Store beschreibt sich der Anbieter als lizenzierten Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz. Die App nennt Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout als Funktionen.
Für mobile Nutzer, die eine App ohne Spielautomaten und ohne Casino-Ballast suchen, ist NEO.bet ein passender Einstieg. Der Fokus liegt auf Sportwetten, die Bedienung fällt entsprechend schlank aus. Wer Teil-Cashout aktiv nutzt, hat in dieser App einen Hebel, der bei vielen Wettanbietern nur in der Desktop-Variante verfügbar ist.
Betway – Livestreams und Livewetten unter einer App
Betway führt die Whitelist über die Betway Limited, Erlaubnis seit dem 9. März 2021, Folg Erlaubnis am 23. Dezember 2022. Die App-Store-Beschreibung wirbt mit Livewetten und Livestreams unter dem Titel „Betway Sports Live Sportwetten“ und verweist auf eine deutsche Lizenz (Whitelist). Damit hebt sich Betway von Anbietern ab, deren mobile Seite Livestreams nur eingeschränkt oder gar nicht zeigt.
Wer auf dem Smartphone vor allem Live-Events verfolgt und parallel darauf wettet, findet bei Betway die in der App-Store-Beschreibung versprochene Kombination. Das gilt besonders für Sportarten, deren Live-Bilder ohnehin schwerer zu finden sind als Fußball-Bundesliga-Streams.
Tiptorro – behördlich zugelassener Sportwettveranstalter
Tiptorro wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten und beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Die Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021, eine Folg Erlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Der Markenname Tiptorro tritt hinter dem Veranstalternamen zurück, was im Whitelist-Eintrag auffällt.
Für Nutzer, denen die Whitelist-Eintragung wichtiger ist als der Markenname, liefert Tiptorro die nötige Bestätigung. Die App selbst hebt sich durch die behördliche Selbstbeschreibung von Anbietern ab, die lediglich mit „Malta-Lizenz“ werben, ohne den Bezug zur deutschen Erlaubnis herzustellen.
ODDSET – die staatliche Linie
ODDSET ist ein Sonderfall unter den Anbietern. Die ODDSET Sportwetten GmbH ist nach eigener Angabe seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette und führt das Sportwettenangebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fort. Online ist das Angebot seit Anfang 2023 verfügbar, sowohl über die Webseite als auch in der ODDSET-App. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 18. November 2020 mit einer Folg Erlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Wer eine App sucht, die an die deutsche Lottotradition anknüpft, liegt bei ODDSET richtig. Die App kommt ohne ausländische Wurzeln aus, was die Frage nach der Erlaubnis erübrigt. Im Funktionsumfang fallen Sportwetten-Angebote in der Regel etwas konservativer aus als bei spezialisierten Online-Sportwetten-Anbietern. Für Leser, denen die Whitelist-Eintragung allein nicht reicht und die einen deutsch verwurzelten Veranstalter suchen, ist ODDSET der passende Anlaufpunkt.
VBet – späte Erlaubnis, vollständige Whitelist-Listung
VBet trägt die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, als Inhaberin. Die Sportwetten-Erlaubnis für VBet besteht seit dem 5. Dezember 2023, was VBet zu den jüngeren Einträgen auf der Whitelist macht. Die App-Store-Beschreibung nennt Cash-Out-Funktionen und Live-Inhalte; als Veranstalterin ist die SCGO Limited klar benannt.
Die späte Erlaubnis bedeutet nicht, dass VBet weniger taugt. Im Gegenteil: Wer eine App sucht, die nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags ihre Erlaubnis erhalten hat, findet in VBet einen Anbieter, dessen Lizenz unter dem aktuellen Regime erteilt wurde. Für Nutzer, denen die Stichtage der Erlaubnis wichtig sind, ist das ein klarer Hinweis.
Sportwetten.de – Face ID und Teil-Cashout in einer App
Die App von Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited angeboten. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19. November 2020, eine Folg Erlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Die App-Store-Beschreibung nennt eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cashout, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID.
Die Kombination aus Face-ID-Login und Teil-Cashout hebt Sportwetten.de von Anbietern ab, die nur einen vollständigen Cashout oder gar keinen anbieten. Wer auf dem Smartphone schnell zwischen Wettscheinen wechseln und einzelne Positionen vorzeitig schließen will, ohne den Rest zu verlieren, hat in dieser App das passende Werkzeug. Die PayPal-Option spricht Nutzer an, die ohnehin mit PayPal einzahlen.
Interwetten – Cashout und Top-Quoten in der App
Interwetten wird im App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 2. November 2020, eine Folg Erlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion und „Top-Quoten“ für Live- und Pregame-Wetten.
„Top-Quoten“ ist ein Marketingbegriff und keine quotenstatistische Aussage. Wer auf hohe Preise aus ist, sollte die Quote im Wettschein vor der Platzierung prüfen. Die App-Store-Beschreibung allein belegt keine Quote über Marktniveau. Was die App jedoch liefert, ist die Cash-Out-Funktion für Wetten vor dem Spiel und während des Spiels – in Kombination mit einer Erlaubnis, die seit dem Stichtag des Glücksspielstaatsvertrags besteht.
MERKUR BETS – die Spielbank-Variante
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023, was MERKUR BETS zu den jüngeren Einträgen macht. Die App wird kostenlos angeboten, nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Cashout funktioniert in der App unter „Meine Wetten“ über einen gelben Cashout-Button.
Wer eine Kombination aus Sportwetten und Spielautomaten schätzt, findet in der MERKUR-BETS-App beides unter einer Anmeldung. Die Spielbank-Wurzeln spiegeln sich in der Doppelnutzung wider. Für Leser, die ausschließlich Sportwetten suchen, ist die Casino-Komponente Ballast; für Leser, die beides in einer App wollen, ist sie das entscheidende Argument. Die Erlaubnis ist auch hier GGL-gelistet, der Anbieter unterliegt denselben Schutzregeln.
888sport – britische Börsenhistorie, deutsche Erlaubnis
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis führt die 888 Germany Limited; sie besteht seit dem 30. Juni 2021, eine Folg Erlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt. Damit trägt 888sport eine deutsche Erlaubnis, obwohl die Holding international aufgestellt ist.
Die Börsennotiz der Muttergesellschaft ist ein Hinweis auf die Unternehmensstruktur, kein Qualitätsurteil über die App. Für Leser, denen die Stabilität des Veranstalters wichtig ist, liefert der Börsenstatus eine Information über die Konzernmutter; für die App-Qualität selbst zählen Ladezeit, Wettschein und Live-Funktionen.
bpremium – die Ladbrokes-Linie
bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, eine Folg Erlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Die Nutzungsbedingungen (Fassung vom 3. April 2023) regeln die Nutzung der Plattform.
Hinter bpremium steht eine der ältesten Wettmarken Europas. Für Leser, die einen Anbieter mit langer Historie suchen, ist bpremium ein Kandidat, dessen Erlaubnis seit dem Stichtag des neuen Glücksspielstaatsvertrags besteht. Die App tritt im deutschen Markt unter dem bpremium-Label auf, der Mutterkonzern bleibt im Hintergrund.
Funktionen, die die App vom Rechner unterscheiden
Drei Funktionen entscheiden, ob eine App auf dem Smartphone ihren Vorteil ausspielt oder ob die Webseite gleichwertig bleibt.
Cashout und Teil-Cashout in der mobilen Variante
Cashout erlaubt es, einen Wettschein vor dem Ende aller Ereignisse an den Anbieter zu verkaufen. Teil-Cashout erlaubt es, einen Teil des Scheins zu verkaufen und den Rest laufen zu lassen. Die Funktion ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt; was Cashout konkret leistet, beschreibt jeder Anbieter in seinen Bedingungen. MERKUR BETS nennt die Funktion „Cashout“, die Auszahlung erfolgt nach Beendigung aller Spiele des Wettscheins. Sportwetten.de nennt eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cashout-Funktion, Interwetten spricht von Cash-Out für Live- und Pregame-Wetten.
Wer Cashout nutzen will, sollte prüfen, ob der Anbieter in der App den gelben Button oder eine andere eindeutige Markierung hat, wie hoch der angebotene Betrag im Verhältnis zum möglichen Gewinn ist und ob die Auszahlung sofort oder erst nach Spielende erfolgt.
Livestream – was die Aufsicht erlaubt
Livestream ist in der App keine Selbstverständlichkeit. Die Übertragung muss lizenzrechtlich sauber sein, was bei internationalen Sportrechten kompliziert ist. bet365 etwa überträgt nach eigener Beschreibung jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream. Betano nennt Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL, verfügbar für verifizierte Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben. Betway wirbt mit Livestreams in der App-Beschreibung.
Wer Livestreams in der App nutzen will, sollte prüfen, ob das eigene Konto verifiziert ist und ob das Guthaben die Voraussetzungen des Anbieters erfüllt. Die App-Store-Beschreibung allein garantiert nicht, dass jeder Nutzer die Streams sieht.
Wetten-Konfigurator+ und Bet Builder
Mehrere Anbieter kombinieren in der App mehrere Märkte eines Spiels in einer Wette. bet365 nennt den „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette zusammenführt. Betano wirbt mit Bet Builder und Cash Out. bwin nennt Kombi-Boost und Quoten-Boost.
Diese Werkzeuge erhöhen die Komplexität des Wettscheins. Wer auf dem Smartphone einen Konfigurator nutzt, sollte die kombinierten Quoten prüfen, bevor er den Schein abgibt. Die Funktion ist keine Garantie für eine höhere Auszahlung; sie ist ein Werkzeug, das bei richtiger Nutzung mehrere Märkte bündelt, bei falscher Nutzung die Quote verwässert.
Wer außerhalb der Whitelist steht – und warum das die App-Qualität nicht aufwiegt
Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Eine fehlende Erlaubnis führt nicht nur zu zivilrechtlichen Risiken – der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit Ausnahme der Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Wer aus diesen Mechanismen herausfällt, fällt aus dem Schutz heraus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Sie bieten höhere Limits, aber keine deutsche Sperre und keinen deutschen Rekursweg. Im Strafrecht bleibt die Teilnahme nach § 285 StGB zwar grundsätzlich strafbar, Verfolgungen einzelner Spieler sind jedoch nicht etabliert. Das ist weder eine Entwarnung noch eine Drohung – es ist eine Beschreibung dessen, was die Strafnorm vorsieht, ohne dass die Praxis sie scharf anwendet.
Was mobile Spieler vom Rechner mitnehmen müssen
Wer in der App spielt, übernimmt die Bedingungen der Erlaubnis. Drei Konsequenzen prägen den Alltag.
Erstens: Das 1.000-€-Limit zählt pro Monat, nicht pro Anbieter. Wer zwischen zwei Apps wechselt, kann den Eindruck gewinnen, dasselbe Geld zweimal einzahlen zu können. LUGAS verhindert das. Ein Spieler, der bei Anbieter A das Limit ausgeschöpft hat, kann bei Anbieter B nicht weiter einzahlen.
Zweitens: Die Wettsteuer schlägt auf die Quote durch, auch in der App. Wer die Quote auf dem Bildschirm sieht, sieht nicht zwingend den Betrag, der am Ende ausgezahlt wird. Anbieter, die die Steuer in den Brutto-Quoten einpreisen, schneiden optisch schlechter ab als Anbieter, die sie offen ausweisen. Wer vergleicht, sollte den Endbetrag prüfen.
Drittens: Cashout und Teil-Cashout sind Anbieter-, nicht Gesetzesbegriffe. Wer sich auf den gelben Button verlässt, sollte das Kleingedruckte lesen. MERKUR BETS etwa zahlt den Cashout-Betrag erst nach Beendigung aller Spiele des Scheins aus.
Häufige Fragen zu mobilen Wettanbietern in Deutschland
Woran ist erkennbar, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Eine Wett-App besitzt genau dann eine deutsche Erlaubnis, wenn der Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt wird. Die Whitelist ist online auf der Website der GGL abrufbar und nennt für jeden Eintrag den Inhaber der Erlaubnis, die Domain und das Datum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung für Sportwetten.
Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch bei Wetten per App?
Ja, beides gilt auf dem Smartphone genauso wie am Rechner. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat wird über die Limitdatei LUGAS kundenübergreifend über alle angeschlossenen Anbieter hinweg durchgesetzt. Die OASIS-Abfrage läuft bei jeder Registrierung und jedem Login. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr.
Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt, und was ist ausgeschlossen?
Erlaubt sind Livewetten auf das Endergebnis eines laufenden Ereignisses oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen. „Nächstes Tor“ im Fußball und „nächster Satz“ im Tennis sind damit erlaubt. „Nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind ausgeschlossen. Cashout unterliegt keinen GGL-Vorgaben, sondern den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % nach §§ 16 bis 25 RennwLottG, berechnet auf den um die Steuer geminderten Einsatz – also ungefähr 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, hängt von seinen Bedingungen ab. Manche Anbieter zeigen Brutto-Quoten und ziehen die Steuer erst bei der Auszahlung ab, andere preisen sie in die Quote ein. Die App-Store-Beschreibung verrät das nicht; der Wettschein zeigt es.
Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps üblicherweise zur Verfügung, und welche Regel gilt für das Konto?
In den App-Store-Beschreibungen tauchen PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, paysafecard, Apple Pay und Google Pay auf. Welche Methoden ein Anbieter tatsächlich anbietet, regelt er in seinen Bedingungen. Gesetzliche Voraussetzung ist, dass das Zahlungskonto auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind in einer legalen App ausgeschlossen. Spielergelder stehen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?
Der Glücksspielstaatsvertrag setzt für Sportwetten-Boni weder eine Höhe noch einen Umsatzfaktor noch eine Mindestquote fest. Was ein Anbieter anbietet, regelt er selbst. Ein „mobiler Bonus“ kann sich auf eine App-Exklusivität beziehen oder denselben Bonus unter einem anderen Code ausweisen; die Umsatzbedingungen sind in beiden Fällen die des Anbieters. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen lesen, bevor er die Einzahlung tätigt – insbesondere den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist, innerhalb derer die Bedingungen erfüllt sein müssen.
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Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»
