Regionalliga wetten 2026: Was erlaubte Anbieter listen, was fehlt und was das kostet

Updated Oktober 2026
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Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.

Oktober 16, 2026 · Stand der GGL-Whitelist: 02.10.2026.

Wer auf die Regionalliga wetten will, stößt in Deutschland zuerst auf eine rechtliche Mauer und danach auf ein ziemlich dünnes Wettprogramm. Die Liga existiert, sie ist seit Saison 2008/09 die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball, sie gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln — Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern —, und doch tauchen ihre Spiele auf den Wettscheinen erlaubter Anbieter kaum auf. Der Grund liegt nicht in der Beliebtheit der Liga, sondern in einer Einteilung, die der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) 2021 für unverhandelbar hält: Was überwiegend von Amateursportlern bestritten wird, fällt aus dem erlaubten Angebot heraus.

Dieser Beitrag gibt eine Orientierung zur rechtlichen Einordnung von Sportwetten auf die Regionalliga. Er erläutert, welche Anbieter über eine deutsche Erlaubnis verfügen, warum die Spielklasse im legalen Angebot eine Sonderstellung einnimmt und worin die Risiken bei Anbietern ohne Erlaubnis bestehen.

Was die Regionalliga ist und warum sie für Wetten eine Sonderrolle spielt

Die Fußball-Regionalliga ist seit der Saison 2008/09 die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball. Ihre Geschichte reicht weiter zurück: Die erste Saison wurde 1963 ausgetragen, danach durchlief die Liga mehrfach Umstrukturierungen. Seit 2012/13 liegt die Hauptverantwortlichkeit nicht mehr beim DFB, sondern bei fünf regionalen Ligaverbänden. In jeder der fünf Staffeln spielen 18 bis 20 Mannschaften. Aus drei Staffeln steigen die Meister seit 2019 direkt in die 3. Liga auf; die zwei übrigen Staffelmeister ermitteln in einem Playoff den vierten Aufsteiger.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Was die Regionalliga für Wettanbieter besonders macht, ist nicht der sportliche Zuschnitt, sondern der Status der Spieler. Der überwiegende Teil der Kader setzt sich aus Amateuren, Vertragsspielern und Semi-Profis zusammen, deren Einkommen sich nicht aus dem Spielbetrieb speist. Genau diese Kategorisierung — „überwiegend von Amateuren“ — ist der Hebel, an dem die deutsche Aufsichtslogik ansetzt.

Warum die vierte Liga als Amateurbereich zählt

Der GlüStV 2021 und seine Durchführungsbestimmungen schließen Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren aus. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) wendet diese Regelung auf Fußball unterhalb der 3. Liga an: Wo die Mehrheit der Beteiligten nicht hauptberuflich vom Spiel lebt, gilt die Veranstaltung als nicht für das Wettprogramm zugelassen. 3. Liga, 2. Bundesliga und Bundesliga sind dadurch abgedeckt; die Regionalliga nicht. Die Trennlinie folgt keiner sportlichen Wertung, sondern einer beschäftigungsrechtlichen Realität.

Diese Lesart hat Folgen für das gesamte Wettprogramm. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis nach Regionalliga-Spielen sucht, sucht vergeblich — nicht weil der Anbieter die Liga übersehen hat, sondern weil das erlaubte Sportwettprogramm diese Liga schlicht nicht vorsieht. Vereinzelt tauchen Spiele in Wettprogrammen auf, die aus dem Ausland heraus organisiert werden; das ist ein anderes Kapitel und gehört in den Abschnitt zur Rechtslage.

Was das für die Quote in den listenfähigen Ligen bedeutet

Eine Liga, die nicht im Wettprogramm ist, hat keine offiziellen Quotierungen auf den deutschen Markt. Quoten, die ein Leser etwa für ein Bundesliga-Spiel sieht, sind das Ergebnis einer kontinuierlichen Marktpflege: Buchmacher kalkulieren Quoten gegen eigene Modelle und gegeneinander, die Margen pendeln sich ein, und selbst seltene Ereignisse werden irgendwo gehandelt. Für die Regionalliga fehlt diese Infrastruktur, sobald der Anbieter eine deutsche Erlaubnis halten will. Eine „Quote“ für ein Regionalliga-Spiel, die ein Leser irgendwo findet, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Was das für Sicherheit, Limits und Auszahlungswege bedeutet, steht im Abschnitt zur Rechtslage.

Die Rechtslage in Deutschland: Was eine Erlaubnis trägt und was nicht

Seit dem 1. Juli 2021 gilt der neue Glücksspielstaatsvertrag. Er überträgt die Aufsicht über Online-Sportwetten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, überwacht die Anbieter nach § 28a und führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 — jene Liste, die Stand 02.10.2026 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis ausweist, dazu drei reine Pferdewetten-Anbieter. Die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten der Erlaubnisse, keine Endtermine; eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was darf auf einem Wettschein stehen? Feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Teils davon, einzeln oder in Kombination, vorausgesetzt der Markt ist von der GGL zugelassen. Live-Wetten während eines laufenden Spiels sind nach § 21 Abs. 4 nur auf den Endausgang oder auf diskrete Ereignisse erlaubt, die selten eintreten — das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Wetten auf das nächste Spiel im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind damit tabu. Ausgeschlossen sind zudem Veranstaltungen überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung.

E-Sports fällt durch dieses Raster: Die GGL stellt fest, dass E-Sports nicht als Sport anerkannt ist, und schließt damit lizenzierte E-Sports-Wetten in Deutschland aus. Was virtuelle Sportwetten angeht, schweigt die Verordnung — wer hier keine Ahnung hat, schreibt nichts. Cash Out ist keine Frage der Regulierung, sondern der Funktion einzelner Anbieter; es gilt, was die AGB des jeweiligen Veranstalters regeln. Gewinne werden grundsätzlich erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt; einen gesetzlichen Einzelwett-Einsatzdeckel für Sportwetten gibt es nicht.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit

Drei Säulen tragen den Spielerschutz im Erlaubnissystem: das Alter (Teilnahme ab 18 Jahren, § 4 Abs. 3), die Identität (eine Konto-Probe beim Anbieter, vor Verifizierung maximal 72 Stunden Spiel und 100 € Einzahlung, danach volle KYC-Pflicht) und die Limits. Standard ist nach § 6c Abs. 1 ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, anbieterübergreifend durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis zu 10.000 €, in Einzelfällen bis 30.000 €, aber nur bei höchstens 1 % seiner aktiven Spieler und mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Parallel ist die Aktivitätsdatei in LUGAS integriert: paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h unzulässig. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, kann nicht gleichzeitig bei einem zweiten auf demselben Konto spielen. Abgerundet wird das System durch OASIS, die zentrale Sperrdatei nach §§ 8, 8a. Sie wird bei Registrierung und Login geprüft; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine 24-Stunden-Sperre aus. Diese Säulen stehen und fallen mit der deutschen Erlaubnis: Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, weder an die Limitdatei noch an die Aktivitätsdatei.

Zahlungen und Spielergelder: Wo das Geld liegt

Paragraf 6b Abs. 4 lässt ausschließlich Zahlungen von Konten auf den eigenen Namen zu, geführt bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Mittel sind damit im Erlaubnissystem praktisch ausgeschlossen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung erfolgt die Auszahlung des Restguthabens innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei nach § 6b Abs. 6-7.

Werbung und Bonusregeln

Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 ausschließlich Inhabern einer Erlaubnis erlaubt. Ein Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 betrifft aber nur Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele — Sportwetten sind davon ausgenommen. Was bleibt: keine Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung derselben Veranstaltung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung, die an Umsatz, Einzahlung oder Einsatz gekoppelt ist. Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig deckelt; Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist stehen ausschließlich in den AGB des jeweiligen Anbieters.

Steuer: Wer die Wettsteuer trägt

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, wobei die Bemessungsgrundlage der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist — faktisch also 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie ein Anbieter sie an die Wettenden weitergibt, ist eine Sache seiner Geschäftspolitik. Wer das in seinem Wettschein sieht, liest die AGB des Anbieters, nicht die Steuernorm. Eine zentrale Aussage gilt aber immer: Wer Wettsteuer zahlt, ist deshalb noch nicht erlaubt — die Steuer greift auch bei unlizenzierten Anbietern.

Was ein Angebot ohne deutsche Erlaubnis kostet

Anbieter mit Sitz auf Malta, in Curaçao oder Anjouan haben in Deutschland keine Erlaubnis. Sie bieten möglicherweise Spiele an, die in Deutschland nicht erlaubt sind — das gilt ohne Weiteres für E-Sports und für Regionalliga-Fußball. Wer dort spielt, hat keine Sperre über OASIS, kein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit, keine Aktivitätsdatei, die paralleles Spielen verhindert. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich ist die Organisierung nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung nach § 284a StGB mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe.

Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Wetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — Ausnahme nur, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Diese Schlussanträge sind kein Urteil, aber sie zeigen, wohin die Reise gehen kann. Verlassen sollte sich niemand darauf.

Verantwortungsvolles Spielen: Wo es Anlaufstellen gibt

Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis greifen die Spielerschutzmechanismen aus dem vorherigen Abschnitt. Wer ein Problem erkennt — bei sich oder bei jemandem im Umfeld — sollte zuerst den Panikbutton des Anbieters nutzen und parallel eine Selbstsperre über OASIS stellen. Beide Wege laufen automatisch über mehrere Anbieter hinweg, sobald die Sperre gesetzt ist.

Beratungsangebote sind unabhängig von der Anbieterwahl. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht.de ein Beratungsangebot mit Online-Test und Anlaufstellen-Suche. Für Angehörige gibt es dort eigene Materialien. Eine Sperre bei OASIS lässt sich nicht ohne weiteres zurücknehmen, was gewollt ist: Sie soll in einer Phase wirken, in der der Wunsch nach Rückkehr typischerweise am lautesten klingt.

Wichtig: Wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, findet OASIS und LUGAS dort nicht. Selbstsperren, die ein Offshore-Anbieter intern anbietet, decken nur dessen eigenes Angebot. Das ist eine Funktionsweise, die für Spieler wie ein Vorteil aussieht — Wegfall von Limits, Wegfall der Sperre —, die aber im Problemfall zum Nachteil wird, weil keine zentrale Stelle reagiert.

Wettarten und Quoten in höheren Ligen: Was bleibt, wenn die Regionalliga wegfällt

Wer aus der Regionalliga-Wette aussteigt und in höhere Ligen ausweicht, findet dort das gewohnte Inventar: Sieger-Wette (1X2), Doppelte Chance, Handicap, Über/Unter-Tore, beide treffen, Halbzeit/Endstand, Kombiwetten und Systemwetten. Live-Wetten während des Spiels sind auf den Endausgang und auf seltene Folgespiele wie das nächste Tor beschränkt. Wettkombinationen, die mehrere Spiele derselben Begegnung bündeln (Konfigurator+ bei Sportingbet, Wettkonfigurator bei Betway), sind eine Frage des Anbieters, nicht des Wettprogramms der GGL.

Wie Quoten entstehen und was die Marge verrät

Eine Buchmacher-Quote trägt zwei Zutaten: die faire Wahrscheinlichkeit aus Sicht des Buchmachers und die Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 addieren sich die Kehrwerte der drei Quoten nicht zu 1, sondern zu einer Zahl größer als 1 — der Überschuss ist die Marge. Wer für ein illustratives Spiel die Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ansetzt, rechnet:

1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60 = 0,4762 + 0,2941 + 0,2778 = 1,0481

Die Auszahlungsquote beträgt 1 / 1,0481 ≈ 95,4 %. Die Marge ist damit rund 4,6 %. Das ist der Anteil, den der Anbieter pro eingesetzter Einheit behält, gemittelt über alle drei Ausgänge. In der Praxis liegen 1X2-Märkte in den oberen Ligen bei 3-6 %, abhängig von Beliebtheit und Liquidität.

Dieses Beispiel ist eine Rechnung und kein zitierter Preis. Eine konkrete Buchmacher-Quote für ein konkretes Spiel zu einem konkreten Datum trägt nur der Anbieter in seinem Wettprogramm. Wer Preise vergleicht, vergleicht am Tag des Spiels.

Was die Marge für den Wettschein bedeutet

Vier bis sechs Prozent Marge klingt nicht viel, wirkt aber auf Dauer. Bei einer ausgeglichenen Wette mit drei Ausgängen verschiebt jedes Prozentpunkt Marge den Erwartungswert des Wettenden um einen Prozentpunkt nach unten. Wer monatlich 200 € setzt und 5 % Marge trägt, gibt im Erwartungswert 10 € pro Monat ab — ohne dass eine einzelne Wette den Verlust sichtbar macht. Die Marge ist das eine; was von der Quote übrig bleibt, ist das andere. Bei einer deutschen Sportwette fließt die Wettsteuer in dieselbe Rechnung ein, und zwar typischerweise beim Anbieter, der sie auf den Wettschein aufschlägt oder aus der Quote herausnimmt.

Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Champions League, Europa League, Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1 — diese Wettbewerbe sind im erlaubten Programm. Welche Märkte der jeweilige Anbieter im Detail zeigt, variiert. Live-Streaming ist eine Anbieterfrage: Winamax überträgt etwa La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, die vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Bei der Tipico-App sind Cashout und Live-Wetten während des Spiels Standard. Bei Sportingbet gehören Konfigurator+ und Live-Wetten zum festen Repertoire. Was die App Store-Beschreibung nennt, ist die Selbstbeschreibung des Anbieters; sie ist kein Testat einer Aufsicht.

Anbieter auf der GGL-Whitelist: Wer eine deutsche Erlaubnis hält

Stand der Whitelist: 02.10.2026. Alle hier aufgeführten Marken sind als Anbieter von Sportwetten auf der Whitelist geführt. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erteilt; die Whitelist zeigt nur Ausstellungsdaten, keine Endtermine. Die Reihenfolge ist nicht relevant — sie folgt allein der Durchnummerierung des Recherchedatensatzes und trifft keine Aussage zu Qualität oder Eignung.

1. Betano

Betano wird in Deutschland unter Betano betrieben. Erlaubnisinhaberin ist die Betkick Sportsbetting Limited. Die GGL zeigt eine erste Erlaubnis vom 19.02.2021 und eine Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Was die Selbstbeschreibung der App nennt, ist kein Testat — was bei einer konkreten Begegnung im Wettschein erscheint, steht bei Betano selbst.

Einordnung. Das Fußballangebot deckt die üblichen europäischen Ligen ab; Exoten wie nordische Ligen oder asiatische Profiligen sind nicht gesichert verfügbar. Regionalliga bleibt außen vor. Wer auf deutsche Top-Ligen plus europäische Wettbewerbe mit Cash Out und Bet Builder setzt, ist hier richtig. Wer ohnehin auf weitere Ligen ausweicht, sollte prüfen, ob die Liga im aktuellen Wettprogramm erscheint — die Antwort ändert sich von Woche zu Woche.

2. Sportwetten.de

Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited betrieben, mit Sitz in 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta. Die GGL-Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis mit erster Ausstellung am 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Einordnung. Der Name suggeriert Breite; was im Wettprogramm steht, ist Sache des Anbieters. Wer ein deutsches Wettkonto bei einem Whitelist-Anbieter führen möchte, findet hier den gewohnten Rahmen: 1.000-€-Standardlimit, OASIS-Anbindung, Wettsteuer-Regelung in den AGB. Wer eine bestimmte exotische Liga sucht, prüft das Programm vor der Registrierung.

3. Sportingbet

Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben. Erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Das Wettangebot umfasst einen Konfigurator+, Live-Wetten und ein Sportartenprofil, das Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker einschließt. Welche Fußballigen im Detail abgedeckt sind, ist Angelegenheit des Wettprogramms — die Suche nach Regionalliga-Spielen ist auch hier aussichtslos.

Einordnung. Konfigurator+ bündelt Auswahlen aus verschiedenen Spielen; das ist eine Funktion für Kombinierer, die ihr Spiel nicht jedes Mal neu zusammenstellen wollen. Snooker und Darts sprechen Spieler an, die abseits des Fußballmarkts unterwegs sind.

4. Betway

Betway steht unter der Erlaubnis der Betway Limited. Erste Erlaubnis 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Beim Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; dort wird der aktuelle Wert der Wette angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele und einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.

Einordnung. Der Fußballkonfigurator spricht gezielt jene Spieler an, die aus einem Spiel mehrere Märkte bündeln wollen — etwa Tore, Handicap und Halbzeit/Endstand. Der Konfigurator+ zieht die Klammer weiter über mehrere Spiele hinweg. Cash Out mit Teilbeträgen ist mehr als nur ein Notausgang; er ist ein Werkzeug für Setzer, die laufende Wetten aktiv steuern.

5. 888sport

Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited. Die Muttergesellschaft ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, notiert an der London Stock Exchange seit September 2005. Erste Erlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022.

Einordnung. Ein börsennotiertes Unternehmen mit langer Vorgeschichte im britischen Glücksspielmarkt. Für deutsche Spieler ist das insofern relevant, als die Bilanzregulierung einer PLC Transparenz schafft, die bei privaten Anbietern nicht greift. Welche Märkte 888sport im Detail zeigt, bleibt eine Frage des Wettprogramms.

6. VBet

VBet wird von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die GGL-Erlaubnis für VBet ist seit dem 05.12.2023 in der Whitelist verzeichnet.

Einordnung. Spätere Erlaubnis als die älteren Anbieter auf dieser Liste; das ist eine Information über die Geschichte, nicht über die Qualität. Welche Ligen und Märkte der Anbieter zeigt, ist nicht pauschal zu beantworten; wer auf eine bestimmte Liga setzen will, prüft sie vor der Anmeldung. Regionalliga bleibt auch hier tabu.

7. MERKUR BETS

MERKUR BETS läuft unter der Merkur Bets Malta Limited, ansässig in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, St. Julian’s, Malta. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 06.11.2023. Die App wird im Google Play Store und im App Store beworben; sie nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS.

Einordnung. Die Verbindung zwischen Sportwetten und Spielautomaten in einer App ist eine Vertriebsentscheidung der MERKUR-Gruppe — wer ein reines Sportwettenprodukt sucht, sollte vor der Installation prüfen, wie sich das Casino-Angebot ausblenden lässt. Die Zahl 250.000 ist eine Selbstangabe des Anbieters, kein Maßstab.

8. AdmiralBet

AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben. Die Whitelist verzeichnet eine erste Sportwetten-Erlaubnis am 09.10.2020 und Folgeerlaubnisse am 13.12.2022 und 29.07.2024. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28.09.2022.

Einordnung. Wie bei MERKUR BETS verbindet Admiral Wetten und Spielautomaten unter einem Dach. Wer das trennen möchte, achtet auf die getrennten Erlaubnisse: Die Sportwetten-Erlaubnis deckt das Wettprogramm, die Automatenspiele-Erlaubnis das Casinoangebot. Beide Lizenzen stehen in der Whitelist — was ihre jeweiligen Regeln angeht, sind sie getrennt zu lesen.

9. bet365

bet365 gehört der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis mit erster Ausstellung am 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Einordnung. Der bekannteste internationale Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis. Welche Ligen im Detail gelistet sind, ändert sich saisonal; das Volumen des Wettprogramms ist üblicherweise das breiteste im legalen deutschen Markt. Wer eine bestimmte niederrangige Liga sucht — 3. Liga sicher, Regionalliga nicht.

10. bpremium

Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, registriert unter C92799. Die Nutzungsbedingungen sind in der Fassung vom 3. April 2023 hinterlegt. Erste Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022.

Einordnung. Ladbrokes gehört zu den traditionsreichen britischen Marken; die deutsche Variante trägt den Markennamen bpremium. Eine kleine Sondermarke, die im deutschen Markt nicht die Bekanntheit der Platzhirsche hat. Wer ein zweites Konto neben einem etablierten Anbieter führen will, etwa um Quoten zu vergleichen, findet hier eine seriöse Whitelist-Adresse.

Marktpflege und Quotenvergleich: Was bleibt, wenn die Wunschliga fehlt

Die Marge aus dem Rechenbeispiel oben — rund 4,6 % bei 1 / (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) — ist nicht der Preis, den ein Leser bezahlt, sondern der durchschnittliche Anteil, den der Anbieter behält. Wer einen konkreten Wettschein setzt, sieht auf dem Schein eine Quote pro Auswahl; der effektive Preis ist die Marge über die Gesamtheit der Quoten eines Marktes. Da die Marge für jeden Markt anders ausfällt, lohnt sich der Blick auf mehrere Anbieter, gerade bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen.

Bei höheren Ligen ist die Preisspanne schmal, aber nicht null. Anbieter, die mit höheren Quoten werben — Winamax etwa mit der Aussage „0% Wettsteuer und die besten Quoten“, verknüpft mit einer Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum 01.04.2025 bis 30.08.2025 —, müssen ihre Methodik offenlegen, damit der Leser die Aussage einordnen kann. Eine Selbstvermarktung ersetzt keine Prüfung.

Was Quoten ohne deutsche Erlaubnis wert sind

Wer eine Regionalliga-Quote bei einem Offshore-Anbieter findet, sollte drei Dinge prüfen: ob eine Quotenmanipulation vorliegt (Anbieter mit dünner Liquidität setzen Quoten eher nach eigenem Ermessen), ob die Auszahlung im Gewinnfall tatsächlich erfolgt (Whitelist-Anbieter sind insolvenzgeschützt, Offshore-Anbieter nicht), und welche Wege das Geld nimmt (Krypto, anonymer Prepaid — alles, was im Erlaubnissystem ausgeschlossen ist). Die Quote selbst sagt nichts über die Sicherheit des Anbieters.

Wie ein Wettschein entsteht: Vom Markt zur Auszahlung

Wer bei einem Whitelist-Anbieter eine Wette platziert, geht einen Weg mit festen Stationen: Auswahl eines Marktes aus dem Wettprogramm, Auswahl der Quote auf dem Wettschein, Einsatz, Bestätigung. Bei Live-Wetten beginnt das Spiel, das Ereignis tritt ein oder nicht, der Anbieter wertet aus, das Geld wird ausgezahlt. Was dazwischen liegt, sind Bedingungen, die in den AGB stehen — AGB, die niemand gerne liest und die jeder prüfen sollte, bevor ein dicker Betrag auf dem Schein landet.

Was die Bedingungen konkret enthalten: das maximale Einsatzlimit (kein gesetzliches Limit bei Einzelwetten, dafür anbieterbezogene Limits, die je nach Markt variieren), die Frist für eine Wettabgabe (Cut-off-Zeiten vor Spielbeginn, bei Live-Wetten minütlich), die Regeln für vorzeitig beendete Spiele (Wettabwicklung nach offiziellem Spielende, das bei abgebrochenen Spielen per GGL-Regelung erst nach offiziellem Ergebnis erfolgt), die Auszahlungswege (Bank, Karte, E-Wallet — nur auf eigene Konten, also keine Zahlungen an Dritte), die Wettsteuer-Regelung des Anbieters, und die Bonus-Umsatzbedingungen, die nur dann greifen, wenn ein Bonus angenommen wurde.

Eine wichtige Grenze: Die AGB gelten für den lizenzierten Anbieter. Wer auf der Suche nach der Regionalliga-Quote an Offshore ausweicht, akzeptiert andere Regeln. Das fängt bei der Auszahlungsquote an und hört beim Rechtsweg im Streitfall noch lange nicht auf.

Was passiert, wenn ein Anbieter keine Whitelist führt

Anbieter ohne Whitelist-Eintrag sind nicht automatisch Betrüger; sie sind ohne deutsche Erlaubnis. Die Folgen für den Spieler sind im Abschnitt zur Rechtslage zusammengefasst: kein OASIS, kein LUGAS, keine anbieterübergreifende Limitdatei, keine Aktivitätsdatei gegen paralleles Spielen, kein gesetzlicher Insolvenzschutz für Spielergelder, kein Pflicht-Auszahlungszeitraum, keine Beschwerdestelle bei der GGL. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko. Die GGL hat im September 2026 vor solchen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich bewegt sich die Teilnahme in einem Graubereich; praktische Verfolgung ist selten, aber nicht null.

Wer auf deutschen Fußball setzen will, hat im legalen Markt eine klare Auswahl: Bundesliga (1. und 2. Fußball-Bundesliga, 3. Liga), DFB-Pokal, Champions League und Europa League, dazu Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie. Der Wettbewerbsumfang ist für einen Whitelist-Anbieter heute breit; was fehlt, sind Ligen unterhalb der 3. Liga.

Die Regionalliga ist die größte Lücke, aber nicht die einzige. Welche weiteren unteren Ligen in den Programmen auftauchen, variiert. Wer eine bestimmte Liga sucht, prüft sie im aktuellen Wettprogramm des Anbieters. Wer die Liga nicht findet, hat zwei Wege: die Liga wechseln oder den Anbieter wechseln. Einen dritten Weg — die Liga bei einem Offshore-Anbieter zu spielen — kosten die Regeln, die im Rechtsabschnitt stehen.

Live-Übertragungen als Nebenprodukt des Anbieters

Winamax überträgt im Kundenkonto La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, die vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL. Wettstar bietet Live-Streams von Pferderennen aus Deutschland und der Welt. Tipico und Betano nennen in ihren App-Beschreibungen Live-Streams und Live-Wetten während des Spiels. Was davon in welchem Markt gilt, hängt vom Anbieter und vom aktuellen Rechtepaket ab; was die Selbstbeschreibung der App verspricht, ist die Maximalaussage des Anbieters, nicht das Minimum, das der Leser bekommt.

Was bei Kombiwetten und Systemwetten zu beachten ist

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten; die Auszahlung ist Einsatz × Produkt der Quoten. Die Marge wächst mit jeder hinzugefügten Auswahl — wer drei Wetten mit je 95 % Auszahlungsquote kombiniert, hat effektiv nur noch 0,95³ ≈ 85,7 %. Bei fünf Auswahlen sind es noch etwa 77 %. Systemwetten verteilen das Risiko auf mehrere Kombinationen, ändern aber nichts an der zugrundeliegenden Marge.

Was in den AGB steht: Viele Anbieter schließen Kombiwetten aus identischen Spielen aus, etwa zwei Wetten auf dasselbe Spiel aus unterschiedlichen Märkten. Cash Out auf Kombiwetten ist beim Anbieter oft eingeschränkt. Wer eine Kombiwette mit Bonusgeld spielt, braucht dazu eine Mindestquote pro Auswahl — und genau diese Mindestquote ist es, die eine Rechnung vom Bonus zum echten Gewinn erschwert. Eine Bonus-Wette, die 1,20 pro Auswahl verlangt, hält den Buchmacher aus dem Risiko, weil 1,20er-Quoten bei unterlegenen Auswahlen häufiger verlieren als nicht.

Worauf beim Anbieter achten: Prüfpunkte vor der Anmeldung

Wer sich bei einem Whitelist-Anbieter anmeldet, sollte vor der ersten Einzahlung einen Blick auf folgende Punkte werfen:

Wenn etwas schiefgeht

Bei einem Whitelist-Anbieter gibt es einen klaren Eskalationsweg: Beschwerde an den Anbieter, dann an die GGL. Bei einem Offshore-Anbieter gibt es diesen Weg nicht. Die GGL kann lediglich Verbotsverfügungen aussprechen, Zahlungen sperren und Netzsperren anordnen; eine Erstattung verlorener Einsätze kann sie nicht versprechen. Die laufenden Verfahren vor BGH und EuGH zeigen, dass eine zivilrechtliche Rückforderung möglich sein kann — sicher ist sie nicht, und der Aufwand ist erheblich.

Der Blick nach vorn: Was die Saison 2025/26 für die Regionalliga bedeutet

Die Saison 2025/26 läuft als Saison 2025/26, nicht als Saison 2026. Das ist kein Detail: Wer bei einem Anbieter sucht, sucht nach der richtigen Saison. Die Meister aus drei Staffeln steigen am Saisonende direkt in die 3. Liga auf; zwei weitere Staffelmeister spielen das Playoff um den vierten Aufsteiger. Wer eine der vier Aufstiegsspiele verfolgen will, hat an einem Pfingstsamstag bis -montag seinen Termin — aber eben als Zuschauer im Stadion oder als Aufsteiger-Leser im Sportteil, nicht als Wetter auf den deutschen Markt.

Für die 3. Liga selbst gilt, was für die Regionalliga nicht gilt: Sie ist erlaubt. Wer auf den Aufstieg setzen will, hat zwei Möglichkeiten: Auf die nächste Saison warten und auf den Aufsteiger tippen — in der 3. Liga. Oder das Stadion besuchen und die Regionalliga dort sehen, wo sie stattfindet. Beides ist legal.

Was die Aufstiegsspiele für die Zuschauer bedeuten

Die Aufstiegsspiele zur 3. Liga sind nicht das Produkt, das auf den Wettschein muss. Sie sind ein Event für Zuschauer, für Vereinsmitglieder, für Scouts. Wer eine Regionalliga-Mannschaft nah am Spielbetrieb begleitet, hat in den Aufstiegsspielen zwei Spiele, die über den sportlichen Wert der gesamten Saison entscheiden. Wetten auf dieses Ereignis gibt es auf dem deutschen Markt nicht; die Liga steht nicht im Wettprogramm.

Wer bietet was — eine Übersicht

Marke Inhaber der GGL-Erlaubnis Whitelist-Status Wettsteuer-Erlaubnis seit
Betano Betkick Sportsbetting Limited Whitelist (Sportwetten) 19.02.2021
Sportwetten.de NetX Betting Limited Whitelist (Sportwetten) 19.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited Whitelist (Sportwetten) 09.10.2020
Betway Betway Limited Whitelist (Sportwetten) 09.03.2021
888sport 888 Germany Limited Whitelist (Sportwetten) 30.06.2021
VBet SCGO Limited Whitelist (Sportwetten) 05.12.2023
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited Whitelist (Sportwetten) 06.11.2023
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited Whitelist (Sportwetten) 09.10.2020
bet365 Hillside (Europe) ENC Whitelist (Sportwetten) 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Ltd Whitelist (Sportwetten) 09.10.2020

Die Spalte „Whitelist-Status“ bezieht sich auf die Whitelist der GGL für Sportwetten, Stand 02.10.2026. Folgeerlaubnisse ersetzen die erste Erlaubnis nicht; sie ergänzen sie. Wo die Whitelist eine Folgeerlaubnis führt, ist diese in den AGB oder im Anbieterprofil zu finden.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Tabelle listet ausschließlich die Whitelist-Erlaubnis; sie sagt nichts über das tatsächliche Wettprogramm, das Quotenniveau, die Bonuspolitik oder die Auszahlungsgeschwindigkeit. Wer die Anbieter vergleicht, vergleicht am Tag der Wette im Wettprogramm. Auch sagt die Tabelle nichts über den Sitz des Anbieters — der ist für die deutsche Erlaubnis irrelevant, solange der Anbieter die Whitelist führt.

Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten in Deutschland

Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?

Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis nicht. Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren sind nach § 21 GlüStV 2021 aus dem erlaubten Programm herausgenommen; Fußball unterhalb der 3. Liga zählt die GGL zu diesem Amateurbereich. Wer dennoch eine Wette auf ein Regionalliga-Spiel findet, findet sie bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.

Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?

Die GGL liest das gesetzliche Verbot aus der Beschäftigungsrealität der Spieler: Wer nicht überwiegend vom Sport lebt, ist im Sinn der Verordnung Amateur. Aus diesem Status folgt der Ausschluss aus dem erlaubten Wettprogramm. Konsequenz: keine Wette auf das Spiel, kein Schutz durch OASIS und LUGAS, kein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit, kein Insolvenzschutz für Spielergelder.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Ein Anbieter ohne Whitelist-Eintrag hat in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten; die Liste ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV der einzige Test. Ein solcher Anbieter mag Spiele listen, die im Erlaubnissystem ausgeschlossen sind — er mag auch andere Lücken nutzen. Aus Sicht des Spielers fehlen OASIS, LUGAS und der Insolvenzschutz; aus rechtlicher Sicht ist das Angebot unerlaubt; die GGL hat im September 2026 vor solchen Angeboten gewarnt.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Auf der Seite der GGL unter glücksspiel-behoerde.de ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 öffentlich einsehbar. Der Eintrag nennt den Anbieter, die Domain und die Erlaubnisart (Sportwetten, Pferdewetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele). Stand der Liste: 02.10.2026.

Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?

Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis greift weder die anbieterübergreifende Limitdatei LUGAS noch die Sperrdatei OASIS. Ein 1.000-€-Limit pro Monat gibt es hier nicht, ebenso wenig eine Sperre, die parallel zu anderen Anbietern wirkt. Der Spieler behält die volle Kontrolle — und hat im Problemfall keine zentrale Anlaufstelle, die reagiert.

Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?

Eine Quote ist eine faire Wahrscheinlichkeit aus Sicht des Buchmachers plus Marge; die Marge für ein illustratives 1X2-Markt mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 liegt bei rund 4,6 %. Auszahlung erfolgt nur nach offiziellem Ende des Ereignisses. Die Sportwettensteuer von 5,3 % (≈ 5,03 % des Einsatzes) wird vom Veranstalter geschuldet; ob und wie der Anbieter sie weitergibt, steht in dessen AGB.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»