Futsal-Wetten 2026: Was lizenzierte Anbieter in Deutschland anbieten
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Futsal ist die Hallenvariante des Fußballs, schnell, mit vielen Ballwechseln und einer Tordurchschnittsquote, die den Wettmarkt grundsätzlich interessant machen sollte. Wer in Deutschland online auf Futsal wetten will, landet aber sofort an einer regulatorischen Schranke: Erlaubnis, Sportwettprogramm, Einzahlungslimit. Hier erfahren Sie, was im Jahr 2026 auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht, wie eine Futsal-Wette technisch funktioniert und welche der zehn lizenzierten Wettanbieter Futsal überhaupt im Programm führen. Sie ersetzt keine Wettberatung und sie sagt niemandem einen Ausgang voraus.

Stand der Daten: Oktober 16, 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und die jeweiligen Anbieterbedingungen.
Spielplan und Turniere: Wo Futsal überhaupt stattfindet
Welche Wettbewerbe Futsal tragen
Die FIFA richtet seit 1989 alle vier Jahre eine Futsal-Weltmeisterschaft aus; das erste Turnier fand in den Niederlanden statt, Brasilien gewann das Finale gegen die Niederlande mit 2:1. Die UEFA ergänzt seit 1996 die Europameisterschaft, das Auftaktturnier wurde in Spanien ausgetragen und endete 5:3 gegen Russland. Unter diesen beiden Dächern läuft ein Großteil des Marktes, auf den lizenzierte Anbieter ihre Quoten stellen. Nationale Ligen in Deutschland sind in der Hallensaison deutlich dünner bespielt und finden sich international kaum im Wettprogramm wieder.

Internationale Vereinswettbewerbe der UEFA und die kontinentalen Titelkämpfe der FIFA sind diejenigen Events, bei denen überhaupt ein nennenswertes Angebot zustande kommt. Die deutsche Hallen-Bundesliga und ihre Spielklassen darunter sind für ein internationales Wettprogramm praktisch unsichtbar.
Was das für Wettmärkte bedeutet
Wer Futsal spielen will, sollte wissen, dass das Angebot an Wettmärkten schmaler ausfällt als beim Fußball. Lizenzierte deutsche Anbieter dürfen nur Wetten auf Veranstaltungen anbieten, die nicht überwiegend von Amateuren oder Minderjährigen bestritten werden, eine Vorgabe, die einen großen Teil der heimischen Hallensaison aus dem Wettprogramm drückt. Was übrig bleibt, sind die großen internationalen Turniere und die Spitzen der nationalen Ligen einiger weniger Länder, in denen Futsal beruflich betrieben wird.
Daraus folgt: Wer Futsal ernsthaft wetten will, bewegt sich fast unweigerlich entlang weniger, klar benennbarer Termine im Jahreslauf, FIFA-Futsal-WM, UEFA-Futsal-EM, große Ligaspieltage in Spanien, Portugal oder Brasilien. Diese Saisonalität prägt das gesamte Wettangebot.
Die Grundlagen: Spielzeit, Regeln und ihre Folgen für den Wettschein
Format des Spiels
Futsal wird mit fünf Spielern pro Mannschaft gespielt, einschließlich Torhüter. Die Spielzeit beträgt 2 × 20 Minuten Nettospielzeit, die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten. Das Spielfeld misst im internationalen Spielbetrieb 38 bis 42 Meter mal 20 bis 25 Meter, die Tore sind 3 mal 2 Meter groß, der Ball hat Größe 4 und wiegt zwischen 410 und 440 Gramm. Diese Maße sind nicht anekdotisch, sie verändern, was auf dem Feld passiert: weniger Raum, weniger Weite, mehr Ballkontakte, andere taktische Muster.

Was bei Unentschieden passiert
Steht ein Futsal-Spiel in der K.-o.-Phase nach 2 × 20 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten. Erst danach wird das Spiel nötigenfalls mit einem Sechsmeterschießen entschieden. Diese Staffelung hat unmittelbare Folgen für die Wettmärkte: Eine klassische Drei-Wege-Wette auf das Spielende (1/X/2) wird in K.-o.-Spielen durch die Verlängerung systematisch gestört, wer auf „Unentschieden nach 40 Minuten“ setzt, wettet auf das Ende der regulären Spielzeit, nicht auf das Ende der Partie. Anbieter, die Futsal im Programm führen, müssen diese Trennung zwischen regulärer Spielzeit und Endstand sauber abbilden.
Mannschaftsfouls und Auszeiten
Im Futsal werden Mannschaftsfouls pro Halbzeit gezählt; ab dem fünften Mannschaftsfoul erhält der Gegner bei jedem weiteren Foul einen Zehn-Meter-Freistoß ohne Mauer. Jedes Team darf pro Halbzeit eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen, Einwechslungen sind unbegrenzt und fliegend möglich. Beide Regeln erzeugen wiederkehrende Muster, die im Live-Wettmarkt relevant werden: Wer die Auszeit verzögert, kann den Rhythmus der Schlussminute verschieben, wer früh foult, spielt mit der Foulregel.
Was das für Wettmärkte bedeutet — Die Grundlagen
Drei Wettmarkt-Familien prägen das Futsal-Angebot: Ergebnis nach regulärer Spielzeit (1/X/2 mit dem X als gefährlicher Wette in der K.-o.-Phase), Über-/Unter-Tore angesichts des niedrigen Torschnitts, und Handicap-Wetten, weil Favoriten in der Halle häufiger hohe Siege einfahren als im Freiluft-Fußball. Wer auf Futsal wettet, sollte jeden Markt als ein eigenes Produkt behandeln, nicht als Fußball-im-Kleinformat.
Die zehn lizenzierten Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter ein, die auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Datum der ersten Erlaubnis und ist keine Empfehlung. Geprüft wurde die Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited, Malta | 19.11.2020 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Malta | 09.10.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Malta | 09.10.2020 |
Was die Spalte nicht verrät: Die Whitelist führt nur die Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten, sie sagt nichts darüber, ob ein Anbieter Futsal im Wettprogramm führt. Diese Frage muss jeder Anbieter für sich beantworten, am Wettprogramm selbst.
Was die GGL-Whitelist über einen Anbieter verrät – und was nicht
Was die Whitelist leistet
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige belastbare Auskunft darüber, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten legal veranstalten oder vermitteln darf. Sie führt für jeden Eintrag den Inhaber der Erlaubnis, das Datum der erstmaligen Erteilung, das Datum der Folgeerlaubnis und die Domain, unter der die Erlaubnis gilt. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, danach ist eine Folgeerlaubnis nötig; die Whitelist selbst führt kein Enddatum, wer dort steht, ist erlaubt.
Eine Domain auf der Whitelist ist eine .de-Domain, das gilt für jeden der zehn hier aufgeführten Anbieter. Umgekehrt beweist eine .de-Domain allein gar nichts; eine Domain kann unerlaubt betrieben werden, ohne dass die Endung sie dazu macht.
Was die Whitelist nicht leistet
Die Whitelist beantwortet nur die Frage „Darf dieser Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten?“. Sie beantwortet nicht die Frage „Bietet dieser Anbieter Futsal an?“. Das Sportwettprogramm jedes Anbieters ist dessen eigene Sache und kann sich von Saison zu Saison unterscheiden. Wer wissen will, ob ein konkreter Anbieter Futsal im Programm führt, schaut in dessen Wettprogramm, nicht auf die Whitelist.
Ebensowenig sagt die Whitelist etwas über Slots, Poker oder Casino-Erlaubnisse, die ein Inhaber zusätzlich haben kann. Die hier aufgeführten Inhaber tragen Sportwetten-Erlaubnisse, einige davon zusätzlich Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele; das ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln.
Woran man eine Erlaubnis erkennt
Die GGL selbst hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei beispielhaft ein Angebot genannt, das nicht auf der Whitelist steht. Wer unsicher ist, ob ein Anbieter erlaubt ist, prüft die Whitelist der GGL, dort sind Domain und Inhaber verzeichnet. Wer dort nicht steht, ist per Definition nicht erlaubt, gleichgültig welche Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan er vorzeigt.
Folgen einer fehlenden Erlaubnis
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bieten ihre Wetten in Deutschland unerlaubt an. Daraus folgt nach § 4 Abs. 1 GlüStV, dass solche Verträge zivilrechtlich angreifbar sind. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Sportwettenverträge entgegensteht; ein Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 Euro Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können. Das ist keine Garantie für den Einzelfall, aber es ist die Linie, entlang der deutsche Gerichte derzeit entscheiden.
Lizenz, Aufsicht und Spielerschutz
Wer in Deutschland erlaubt ist
Die GGL mit Sitz in Halle (Saale) ist seit dem 1. Juli 2021 die zuständige Aufsichts- und Erlaubnisbehörde für Sportwetten im Internet nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021. Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Inhaber und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen. Die Steuerseite, also die Sportwettensteuer, ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.
Was gesperrt ist
Die GGL schließt bestimmte Veranstaltungen vom Wettprogramm aus. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend minderjährigen oder ausschließlich Amateuren zählenden Teilnehmern sind nicht erlaubt; in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau. Auch manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sports ist nach der GGL kein anerkannter Sport, weshalb lizenzierte Anbieter in Deutschland keine E-Sports-Wetten anbieten dürfen; wer dort wetten will, landet zwangsläufig bei nicht lizenzierten Anbietern.
Live-Wetten: Was geht und was nicht
Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Torabschnitt, das nächste Set oder eine vergleichbare Komponente erlaubt. Im Fußball ist „nächstes Tor“ möglich, im Tennis „nächstes Set“. „Nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind es nicht. Für Futsal bedeutet das, dass nur grobe Ergebnis-Komponenten live angeboten werden können, nicht der nächste Treffer in jeder Spielsituation. Die GGL selbst hat in diesem Rahmen klare Linien gezogen.
Altersgrenze und Verifizierung
Die Teilnahme an Sportwetten ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Jeder Anbieter muss pro Person genau ein Konto mit vollständiger Verifizierung führen; vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für längstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlungen erlauben. Danach ist die Verifizierung Pflicht, sonst ist Schluss.
Einzahlungslimit, OASIS und Panikbutton
Das gesetzliche Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV bei 1.000 Euro pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg und durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende ein höheres Limit setzen, bis 10.000 Euro und in einer weiteren Stufe bis 30.000 Euro, aber nur für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundschaft und nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Spielende können sich über OASIS selbst sperren lassen, das Spielersperrsystem wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine selbst gesetzte Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn ein Zeitraum genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen, das ist einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Whitelist und Offshore.
Parallel-Spiel und Parallel-Konto
Paralleles Spielen ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei LUGAS verboten; wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, verstößt gegen die Regeln der Erlaubnis. Auch mehrere Konten bei einem Anbieter sind nicht zulässig; ein Konto pro Person, vollständig verifiziert.
Zahlungen: Auf eigenes Konto und ohne Anonymität
Ein- und Auszahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur über ein Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, was den Mechanismus bildet, der Krypto und anonymer Prepaid den Zugang zum lizenzierten Markt in Deutschland versperrt. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen AGB.
Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Das ist eine der wenigen Zusagen, die der Glücksspielstaatsvertrag selbst macht.
Die Sportwettensteuer: 5,3 %, die keiner offen sieht
Wer sie schuldet und wie sie rechnet
Die Sportwettensteuer wird nach §§ 16 bis 25 RennwLottG erhoben und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Wetteinsatz abzüglich der Steuer selbst“. Wer also 100 Euro einzahlt und darauf wettet, schuldet die Steuer auf rund 94,97 Euro; die effektive Belastung des Einsatzes liegt bei etwa 5,03 %. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spielenden.
Wie Anbieter sie weitergeben
Ob und wie ein Anbieter die Steuer an den Spielenden weitergibt, ist dessen Entscheidung und steht in dessen AGB. Der bekannteste Fall ist die Verrechnung mit dem Bruttoeinsatz, dadurch sinkt die ausgezahlte Quote effektiv. Andere Anbieter werben damit, die Steuer nicht weiterzugeben, was quotenrelevant wird. Wer als Spielender wissen will, was eine Wette netto kostet, liest die Konditionen des jeweiligen Anbieters; eine allgemeine Aussage „5,3 % vom Einsatz“ wäre falsch.
Warum gezahlte Steuer keine Lizenz ist
Die Sportwettensteuer fällt auch bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis an; wer sie abführt, beweist damit nicht, dass er eine deutsche Erlaubnis hat. Wer die Lizenz prüfen will, prüft die Whitelist, nicht das Steueraufkommen.
Wettquote und Markt: Wie ein Buchmacher kassiert
Eine Quote ist nie der faire Preis eines Ereignisses, sondern der Preis, zu dem der Buchmacher das Geschäft machen will. Das wird sichtbar, wenn man den Quotenschlüssel eines Marktes ausrechnet.
Nehmen wir einen fiktiven 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten: 1 / (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ergibt einen Auszahlungsanteil von rund 88 % bis 89 % und damit eine Buchmacher-Marge von etwa 11 % bis 12 %. Der Rest jedes Einsatzes bleibt im Haus.
Diese Marge ist nicht zu verwechseln mit dem Auszahlungsanteil; beide beschreiben denselben Markt aus entgegengesetzten Richtungen. Für Futsal bedeutet das, dass ein typischer 1X2-Markt auf ein Spiel der internationalen Turniere in derselben Größenordnung liegt wie ein durchschnittlicher Fußballmarkt, wobei die Buchmacher naturgemäß kein Interesse daran haben, in einer Nische großzügiger zu quotieren als im Hauptmarkt.
Was das für den Spielenden bedeutet
Jede Wette kostet im Mittel einen Anteil in Höhe der Marge, das ist der Preis dafür, dass der Buchmacher das Gegenrisiko trägt. Ein Auszahlungsanteil von 88 % heißt: Von 100 Euro, die über alle Ausgänge verteilt gesetzt werden, zahlt der Buchmacher im statistischen Mittel 88 Euro als Gewinne aus. Wer auf Dauer spielt, verliert im Mittel die Marge; das ist keine Meinung, sondern eine Rechnung. Die einzige Frage, die ein Spielender beeinflussen kann, ist, bei welchem Anbieter die Marge am niedrigsten ist.
Top-10-Vergleich der lizenzierten Anbieter
Sportwetten.de
Sportwetten.de wird auf der GGL-Whitelist von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta geführt. Die erste Sportwetten-Erlaubnis wurde am 19. November 2020 erteilt, die Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Wie viele Wettmärkte Sportwetten.de im Futsal-Bereich anbietet, lässt sich aus der Whitelist allein nicht ablesen; wer darauf wetten will, prüft das aktuelle Wettprogramm des Anbieters. Wer einen deutschen Anbieter mit ausdrücklichem Inlandbezug sucht, ist hier richtig, der Firmensitz der deutschen Domain liegt nahe am Markt, den der Anbieter bedient.
Betway
Betway wird auf der Whitelist von der Betway Limited geführt, die Erlaubnis besteht seit dem 9. März 2021 mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. In der App wird ein Cash-Out angeboten, erkennbar am grünen Symbol unter „Meine Wetten“; der angezeigte Wert der Wette kann vollständig oder teilweise ausgezahlt werden. Zusätzlich gibt es einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen über mehrere Partien hinweg. Beide Funktionen sind nicht futsal-spezifisch, gehören aber zum Werkzeugkasten, den ein Anbieter für den Live-Markt mitbringt.
Tiptorro
Tiptorro wird auf der Whitelist von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta geführt; die App wird im App Store von derselben Firma angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Erste Erlaubnis am 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Wer hinter der Marke Tiptorro dieselbe Firmenstruktur wie beim Hauptprodukt vermutet, liegt richtig, der Inhaber ist konsequent.
bet-at-home
bet-at-home wird auf der GGL-Whitelist von der Bet-at-home.com Internet Limited geführt. Die erste Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Zusätzlich besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Geschichte sucht, findet ihn hier; wer Futsal-Märkte sucht, muss ins Wettprogramm schauen.
ODDSET
ODDSET wird vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. Der Inhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH. ODDSET ist einer der wenigen Anbieter mit einer nennenswerten stationären Präsenz über Lotto-Annahmestellen; das hilft Spielenden, die ihren Anbieter auch vor Ort wiederfinden wollen.
AdmiralBet
AdmiralBet wird auf der Whitelist von der Greentube Betting Malta Limited geführt. Die erste Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, Folgeerlaubnisse am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024, letztere ist eine der jüngeren Folgen unter den hier aufgeführten Anbietern. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Die mehrfache Folgeerlaubnis deutet auf eine aktive Erlaubnispflege, die über eine einzelne Verlängerung hinausgeht.
bet365
Bet365.de wird auf der Whitelist von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta geführt; der Stand der Whitelist ist der 2. Oktober 2026. Die erste Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, die Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Bei der Marke bet365 gehört Live-Streaming seit Jahren zum Standardrepertoire; wer überhaupt auf Futsal setzen will, sollte das aktuelle Wettprogramm prüfen, da der Hauptmarkt Fußball ist und Futsal nur zu den großen Turnieren ins Programm rückt.
Betano
Betano wird auf der GGL-Whitelist von der Betkick Sportsbetting Limited geführt. Die erste Erlaubnis wurde am 19. Februar 2021 erteilt, die Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. In der App-Beschreibung werden ein Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming beworben, unter anderem für LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Damit ist klar, dass Betano Live-Streams als Funktion anbietet; ob Futsal darunter fällt, ist eine andere Frage und hängt vom konkreten Senderecht ab.
Sportingbet
Sportingbet wird auf der GGL-Whitelist von der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt. Die erste Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, die Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Im Wettangebot werden ein „Konfigurator+“ und Live-Wetten beworben, das Sportarten-Spektrum umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Futsal taucht in dieser Liste nicht auf, was nichts darüber sagt, ob der Anbieter Futsal im Programm hat, aber zeigt, dass es nicht zu den beworbenen Kernsportarten zählt.
bwin
Bwin.de wird auf der GGL-Whitelist von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta geführt. Der Bescheid zur ersten Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. bwin gehört zusammen mit bet365 zu den großen europäischen Marken mit langer Whitelist-Geschichte in Deutschland; was im Futsal-Programm steht, entscheidet sich am Wettprogramm.
Worauf man bei Futsal-Wetten achten sollte
Wettprogramm ist Sache des Anbieters
Die hier aufgeführten zehn Anbieter besitzen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, sie sind damit erlaubt, sie sind aber nicht verpflichtet, Futsal im Programm zu führen. Welche Märkte ein Anbieter anbietet, ist dessen eigene Entscheidung und kann sich von Saison zu Saison unterscheiden. Wer Futsal wetten will, prüft das Wettprogramm des Anbieters vor jeder Saison aufs Neue; verlassen sollte man sich auf keine pauschale Aussage, dass „Anbieter X immer Futsal anbietet“.
Live-Wetten unterliegen der GGL-Linie
Live-Wetten sind im Futsal, wie in jeder anderen Sportart, an die GGL-Vorgaben gebunden. Erlaubt sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf Komponenten wie den nächsten Treffer. Detailwetten auf den nächsten Punkt oder den nächsten Ballkontakt sind es nicht. Wer live auf Futsal wetten will, sollte die angebotenen Märkte gegen die Vorgaben lesen und sich nicht auf ein vermeintlich breites Angebot verlassen.
Steuern sind Anbietersache
Die Sportwettensteuer schuldet der Veranstalter; was davon beim Spielenden ankommt, hängt vom Anbieter ab. Manche Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“, Winamax zum Beispiel, mit Verweis auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer wissen will, was eine Quote netto bedeutet, schaut in die AGB des Anbieters, nicht in die Werbung.
Keine Lizenz, kein deutscher Schutz
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, ist nicht an OASIS angeschlossen, nicht an LUGAS, hat keine deutsche Aufsicht und im Streitfall keinen einfachen deutschen Rechtsweg. Offshore-Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan sind in Deutschland kein Ersatz für eine GGL-Erlaubnis. Das ist der Preis, den man für ein vermeintlich größeres Angebot oder höhere Limits zahlt.
Verantwortungsvolles Spielen
Hilfsangebote und ihre Reichweite
Wer merkt, dass das Wetten nicht mehr im Rahmen bleibt, kann sich über OASIS selbst sperren lassen, gilt für alle lizenzierten Anbieter in Deutschland gleichermaßen. Die Mindestdauer einer selbst gesetzten Sperre beträgt drei Monate, wenn ein Zeitraum genannt wird, sonst ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beide Wege setzen voraus, dass der Anbieter an OASIS angeschlossen ist, was bei Offshore-Anbietern nicht der Fall ist.
Einzahlungslimit als Schutzmechanismus
Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro ist nicht nur eine bürokratische Größe, sondern das einzige automatisch durchgesetzte Schutzinstrument, das alle lizenzierten Anbieter gemeinsam tragen. Wer dieses Limit überschreiten will, muss nachweisen, dass er wirtschaftlich dazu in der Lage ist, und auch dann nur bis zu einer Obergrenze, die der Anbieter individuell setzen kann.
Wo man Beratung findet
Wer Fragen zu Spielsucht, Eigenkontrolle oder zur Frage hat, ob das eigene Spielverhalten noch im Rahmen ist, findet Anlaufstellen bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und bei den Landesstellen für Suchtfragen. Diese Stellen sind unabhängig von Wettanbietern und beraten kostenlos.
Häufige Fragen zu Futsal-Wetten
Bieten Anbieter mit deutscher Lizenz Wetten auf Futsal an, und bei welchen Turnieren?
Futsal gehört nicht zum Kernprogramm der lizenzierten Anbieter in Deutschland. Wer überhaupt darauf wetten will, findet Angebote vor allem zu den FIFA-Futsal-Weltmeisterschaften und den UEFA-Futsal-Europameisterschaften, also zu den großen internationalen Turnieren. Welcher Anbieter konkret Futsal im Programm hat, wechselt von Saison zu Saison und steht im jeweiligen Wettprogramm. Da das deutsche Hallenniveau unterhalb der Bundesliga international keine Wettnachfrage erzeugt, ist das Angebot an deutschen Spielen praktisch nicht vorhanden.
Wie unterscheidet sich eine Futsal-Wette von einer Fußballwette?
Die Spielzeit ist kürzer, 2 × 20 Minuten Nettospielzeit statt 2 × 45 Minuten, und die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten. In K.-o.-Spielen folgt auf ein Unentschieden nach 40 Minuten eine Verlängerung von 2 × 5 Minuten, das hat unmittelbare Folgen für Drei-Wege-Wetten, weil „Unentschieden“ nur die reguläre Spielzeit meint, nicht das Spielende. Hinzu kommen futsal-spezifische Regeln, ab dem fünften Mannschaftsfoul gibt es Zehn-Meter-Freistöße, eine Auszeit pro Halbzeit, fliegende Wechsel, die eigene Dynamik in den Wettmarkt tragen.
Warum sind Wetten auf Veranstaltungen von Amateuren in Deutschland eingeschränkt?
Weil der Glücksspielstaatsvertrag und die GGL-Praxis Wetten auf Veranstaltungen ausschließen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. In der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau, was für Futsal bedeutet, dass die deutsche Hallen-Bundesliga und die Klassen darunter kaum ins Wettprogramm rücken. Die Regel soll Manipulation und Jugendschutz zusammenführen.
Welche Livewetten sind auf Futsal in Deutschland erlaubt?
Live-Wetten sind während eines laufenden Futsal-Spiels nur auf das Endergebnis und auf Komponenten wie den nächsten Treffer erlaubt, nicht auf Detailereignisse innerhalb eines Spielzugs. Diese Einschränkung gilt für alle lizenzierten Anbieter gleichermaßen und folgt aus § 21 Abs. 4 GlüStV. Wer auf Plattformen ohne deutsche Erlaubnis mehr Märkte sieht, sollte sich bewusst sein, dass diese Anbieter in Deutschland nicht erlaubt sind.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung aus?
Die Sportwettensteuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden; sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also effektiv rund 5,03 % des Einsatzes. Ob und wie ein Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist dessen Entscheidung und steht in dessen AGB. Einige Anbieter verrechnen die Steuer mit dem Bruttoeinsatz, andere werben damit, sie nicht weiterzugeben, was sich unmittelbar in der ausgezahlten Quote niederschlägt.
Woran ist auf der GGL-Whitelist ein lizenzierter Wettanbieter zu erkennen?
Ein lizenzierter Anbieter ist auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder verzeichnet, mit Domain, Inhaber und Datum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist keine Lizenz; die Whitelist führt auch die Domain der erlaubten Anbieter, prüft also Domain für Domain. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt; wer dort nicht steht, ist per Definition nicht erlaubt.
Sportarten – wettanbieterhub
Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»
