Wett-Apps 2026: Welche App in Deutschland wirklich funktioniert
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Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Wer in Deutschland nach einer Wett-App sucht, landet schnell bei zweihundert Treffern, glänzenden Willkommenspaketen und der Frage, ob sich Krypto, PayPal oder die Handyrechnung überhaupt lohnen. Die nüchterne Antwort steht auf einer einzigen Liste: der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Nur Anbieter, die dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, dürfen in Deutschland legal Sportwetten anbieten – und nur ihre Apps bewegen sich innerhalb der Spielregeln, die das Geld, das Limit und den Spielerschutz betreffen. Was eine App taugt, entscheidet sich deshalb an vier Stellen: an der Erlaubnis, an der Bedienung auf dem Touchscreen, an den Zahlungswegen und an den Bedingungen, die ein Startguthaben mit sich bringt.

Dieser Vergleich geht die zehn Anbieter durch, deren Apps im Oktober 2026 auf der Whitelist stehen, und ordnet ein, was die deutsche Regulierung für eine Wett-App tatsächlich bedeutet. Wer keine Lust auf zwei separate Listen hat, hier die Richtung: Wer in Deutschland legal wetten will, kommt an der Whitelist nicht vorbei, und wer ein Startguthaben mitnimmt, sollte dessen Umsatzbedingungen lesen, bevor er die Einzahlung macht.
Was eine Wett-App in Deutschland heute leisten muss
Eine Wett-App ist mehr als ein verschobener Browser. Auf dem Smartphone zählt, wie flott die App das Programm lädt, wie übersichtlich der Wettschein bleibt, wenn ein Spiel live läuft, und wie reibungslos eine Einzahlung über das geht, was man ohnehin in der Hand hat. Vier Dinge prägen jede seriöse Wett-App in Deutschland im Jahr 2026: die Erlaubnis der GGL, eine Anbindung an OASIS und LUGAS, Zahlungswege ohne Anonymität und ein Wettprogramm, das innerhalb des § 21 GlüStV bleibt.

Erlaubnis als Eintrittskarte
Die GGL führt in ihrer Whitelist, Stand 2. Oktober 2026, 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, dazu drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Eine .de-Domain allein beweist noch nichts; entscheidend ist, ob die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis aufgeführt ist. Ist sie es, gilt die Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, die Anbieter müssen ihre Spielerverifizierung über LUGAS führen und sich an das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat halten. Fehlt der Eintrag, hat die App in Deutschland schlicht keine Erlaubnis – und damit weder den Anschluss an die Schutzmechanismen noch den zivilrechtlichen Boden, auf dem eine Auszahlung steht.
Bedienung auf dem Touchscreen
Eine gute Wett-App öffnet das Programm flüssig, hält Live-Quoten ohne Nachladen stabil und führt den Wettschein ohne drei Klicks zur Bestätigung. Bei Android und iOS unterscheidet sich der Installationsweg; im Alltag entscheidet, wie gut Push-Benachrichtigungen konfigurierbar sind und ob eine Anmeldung per Face ID oder Touch ID funktioniert. Wer mehrere Spiele parallel verfolgt, achtet zudem auf den Match Tracker und darauf, wie das Live-Programm sortiert ist.
Zahlungswege ohne Anonymität
Das Geldwäschegesetz erlaubt nur Zahlungen von einem Konto, das auf den eigenen Namen läuft. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen sind damit in jeder App eines erlaubten Anbieters außen vor. Übrig bleiben in der Regel Debitkarte, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Apple Pay, Google Pay, paysafecard und die Banküberweisung. Welche davon ein Anbieter tatsächlich annimmt, steht in dessen App-Beschreibung.
Wettprogramm im Rahmen von § 21 GlüStV
Erlaubt sind Einzel- und Kombiwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon. Livewetten sind während des laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf klar abgegrenzte Komponenten wie das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind nicht zulässig. E-Sports zählt nach GGL-Auffassung nicht als Sport, eine eigene Wett-Erlaubnis existiert hier nicht. Wer ein umfangreiches Live-Programm erwartet, sollte prüfen, ob die App über das hinausgeht, was die GGL freigibt – sonst landet vieles außerhalb des deutschen Marktes.
Mobile Wetten auf dem Smartphone: Installation, Benachrichtigungen, Wettschein
Eine Wett-App muss in dem Moment funktionieren, in dem ein Spiel beginnt. Deshalb lohnt der Blick auf den Weg, den eine Wette vom Sperrbildschirm bis zur Bestätigung geht.
Wo die App herkommt
Die großen Anbieter – bet365, Tipico, Betano, bwin, Interwetten, Betway, Tipwin, NEO.bet, bet-at-home, sportwetten.de – liegen im Apple App Store und bei Google Play. Beim Installieren fällt auf, wie viel Speicher die App mitbringt: wer neben einer Sportwetten-App noch Slots oder Casino nutzt, hat schnell mehrere Hundert Megabyte auf dem Gerät. Reine Wett-Apps sind hier genügsamer. Die Wettstar-App, die für die Pferderennbahn gedacht ist, liegt ebenfalls in beiden Stores.
Livewetten in der App
Eine gut gemachte Livewetten-Sektion zeigt das laufende Spiel, die Quote und den Wettschein gleichzeitig. Über den gelben Cashout-Button lässt sich eine offene Wette bei vielen Anbietern vorzeitig beenden. Wichtig zu wissen: Der Cashout-Betrag wird erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind – das gilt auch für den Teilauszahlungs-Button, den einige Anbieter wie sportwetten.de in der Cash-Out-Liste anbieten. Live-Streams gibt es nur für verifizierte Konten und bei einigen Anbietern erst ab einem bestimmten Mindestguthaben.
Push-Benachrichtigungen und Face ID
Wer viele Spiele verfolgt, will nicht ständig die App öffnen. Push-Benachrichtigungen für Tore, roter Karte oder das Ende eines Tennis-Satzes sind in der Regel konfigurierbar – bei iOS gründlicher als bei Android, wo Hintergrundaktualisierungen restriktiver gehandhabt werden. Die Anmeldung per Face ID gehört bei den meisten Anbietern zum Standard; sicherheitshalber lohnt ein Blick darauf, ob die biometrische Anmeldung an einen Geräte-PIN gekoppelt ist.
Akku, Datenverbrauch und Updates
Wer die App regelmäßig nutzt, sieht sie im Akkuverbrauch weit oben. Live-Streams treiben den Verbrauch nach oben; wer unterwegs im Mobilfunknetz ist, sollte auf WLAN umschalten, sobald ein längerer Stream ansteht. Updates erscheinen im Wochentakt – sie betreffen Bugfixes, neue Wettmärkte und gelegentlich eine überarbeitete Navigation. Wer eine App scheut, die ständig nachlädt, sollte vor der Installation prüfen, wie das letzte Update die Ladezeiten beeinflusst hat.
Top 10 Wett-Apps im Vergleich: Was die Anbieter 2026 bieten
Die folgenden zehn Anbieter stehen mit ihrer Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist, Stand 2. Oktober 2026. Die Reihenfolge folgt keinem Preis-Leistungs-Ranking, sondern der Gliederung der Whitelist und der Reihenfolge, in der die Anbieter dort aufgeführt werden. Wo eine App-Funktion nicht aus dem App-Store-Eintrag oder den Anbieter-AGB hervorgeht, ist sie im jeweiligen Block ausgespart.
bet-at-home – die schlanke Live-App aus Malta
Bet-at-home.com Internet Limited (Mosta, Malta) ist seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist, eine Folge-Erlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Die App bewirbt im App Store Live-Wetten, Cash-Out und einen Bet-Builder; Live-Scores kommen von Flashscore und Fotmob. Wer eine Wett-App sucht, die nicht überfrachtet ist, sondern sich auf die wesentlichen Funktionen konzentriert, ist hier richtig – der Zusatz Casino oder Slots fehlt im App-Store-Eintrag bewusst.
Wer mit dem Bet-Builder unterwegs mehrere Märkte eines Spiels kombinieren will, findet die Funktion in der Wettschein-Ansicht. Im Vergleich zu Mitbewerbern fällt die App durch ein aufgeräumteres Live-Programm auf. Für Tipper, die Fußball, Tennis und Eishockey verfolgen, ist das ausreichend; bei Randsportarten wird das Programm dünner.
Vorteil: einfache Bedienung, Cash-Out und Bet-Builder ohne Schnörkel. Nachteil: kein eigener Live-Stream, schmaleres Wettprogramm bei Randsportarten.
Tipico – Cashout direkt aus dem Wettschein
Tipico Co. Limited (Malta) ist seit dem 9. Oktober 2020 erlaubt, eine Folge-Erlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt. Die App stammt vom Entwickler Tipico B2B Ltd und hebt im App Store den „Tipico Cashout“ hervor: ein Button direkt im Wettschein, der den Ausstieg aus einer laufenden Wette erlaubt. Live-Wetten sind auch während des Fußballspiels möglich – allerdings nur in den engen Grenzen, die § 21 Abs. 4 GlüStV setzt. Wer den Cashout häufig nutzt, findet ihn hier am zugänglichsten platziert.
Die App ist eng an das stationäre Tipico-Angebot angebunden, der Wettschein bleibt auch bei vielen Kombinationen übersichtlich. Wer in deutschen Stadien oder im deutschen Fernsehen auf den Bundesliga-Start tippt, bekommt die App mit der nötigen Markttiefe. Wer dagegen Livewetten auf Punkt- oder Korb-Events sucht, stößt an die gesetzlichen Schranken.
Vorteil: fester Bestandteil des deutschen Marktes, Cashout-Knopf direkt am Wettschein. Nachteil: Livewetten-Programm im engen Rahmen des § 21 Abs. 4.
Bet3000 – die Erlaubnis ist jung
I.B.C. Sportsbetting Limited (Sliema, Malta) ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 auf der Whitelist. Die App ist im App Store gelistet; die Whitelist-Erlaubnis ist die jüngste unter den hier verglichenen Anbietern. Wer auf eine frische Erlaubnis achtet – etwa weil ein älterer Anbieter zwischenzeitlich Probleme mit der Aufsicht hatte –, findet in Bet3000 einen Anbieter, dessen Papierweg sich sehen lassen kann.
Das Wettprogramm konzentriert sich stark auf Fußball, Tennis und die deutschen Ligen. Die App ist schlank, die Navigation geht schnell. Für Tipper, die auf den deutschen Markt setzen und einen Anbieter mit kurzer Whitelist-Geschichte suchen, ist das ein Hinweis.
Vorteil: aktuelle Erlaubnis aus dem Frühjahr 2026, klarer Fokus auf Fußball und Tennis. Nachteil: im Vergleich zu den langjährigen Anbietern weniger Breite bei Livewetten und Streams.
NEO.bet – die deutsche Lizenz im App-Store-Eintrag
Greenvest Betting Limited (Malta) ist seit dem 9. Oktober 2020 erlaubt, eine Folge-Erlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Die App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz. Zu den Funktionen gehören Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout. Wer eine App sucht, die ihre Lizenz offensiv zeigt, ist hier richtig.
NEO.bet ist ein mittelgroßer Anbieter, der in der Wahrnehmung vieler Tipper zwischen den Platzhirschen liegt. Die App ist übersichtlich, die Wettmärkte gehen für Fußball und Tennis in die Tiefe. Bei Randsportarten und Live-Streams wird das Angebot dünner als bei bet365 oder Betano.
Vorteil: Teil-Cashout ohne Umweg, deutsche Lizenz sichtbar ausgewiesen. Nachteil: bei Live-Streams und Sonderwetten weniger Volumen als die größeren Anbieter.
Betano – Live-Streams von LaLiga bis NFL
Betkick Sportsbetting Limited (San Giljan, Malta) ist seit dem 19. Februar 2021 erlaubt, eine Folge-Erlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt als Zahlungsmethoden Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Live-Streaming ist verfügbar – verifizierte Kunden bekommen ab einem bestimmten Mindestguthaben Zugriff auf LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Für Tipper, die in der App Live-Streams sehen wollen, ist Betano eine der ersten Adressen. Der Bet Builder erlaubt es, mehrere Märkte eines Spiels zu kombinieren. Wichtig: das Mindestguthaben für den Stream ist Teil der AGB, nicht der App-Beschreibung – wer streamen will, sollte vor der Einzahlung in den Bedingungen nachlesen, wie hoch das Guthaben sein muss.
Vorteil: breites Live-Stream-Angebot inklusive NBA und NFL, viele Zahlungswege. Nachteil: Streaming erst ab einem Mindestguthaben, das nicht in der App-Beschreibung steht.
888sport – die börsennotierte Holding im Hintergrund
888 Germany Limited ist seit dem 30. Juni 2021 auf der Whitelist, eine Folge-Erlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Für Tipper, die einen Anbieter mit börsennotierter Mutter bevorzugen, ist das ein Vertrauensanker – ein börsennotiertes Unternehmen unterliegt der Finanzaufsicht und der Berichterstattung.
Das Wettprogramm ist auf Mainstream-Sportarten zugeschnitten, die App bietet Live-Wetten und Cashout. Im Vergleich zu Mitbewerbern fällt 888sport nicht durch besondere Extras auf, sondern durch solide Grundausstattung. Wer eine App ohne viel Schnickschnack sucht, ist hier gut aufgehoben.
Vorteil: börsennotierte Muttergesellschaft, solides Wettprogramm. Nachteil: weniger Spezialfunktionen als die Mitbewerber mit eigener Streaming-Abteilung.
Interwetten – Cash-Out und Top-Quoten
Interwetten Gaming Limited (Malta) ist seit dem 2. November 2020 erlaubt, eine Folge-Erlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten und nennt eine Cash-Out-Funktion sowie „Top-Quoten“ für Live- und Pregame-Wetten. Wer auf Quotenvergleiche achtet, sollte Interwetten in seine Liste aufnehmen.
Die App ist im App-Store-Eintrag auf die deutsche Version beschränkt – „Interwetten: Sportwetten DE“ heißt sie, was die Ausrichtung auf den deutschen Markt unterstreicht. Für Tipper, die auf Quotenniveau setzen, ist die App einen Blick wert; bei Live-Streams und Sonderwetten bleibt das Angebot dünner.
Vorteil: App-Store-Eintrag explizit für den deutschen Markt, Cash-Out im Programm. Nachteil: weniger Live-Streams und Sondermärkte als die breit aufgestellten Anbieter.
Betway – Whitelist direkt im App-Store-Eintrag
Betway Limited ist seit dem 9. März 2021 erlaubt, eine Folge-Erlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im App Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited (London) und verweist ausdrücklich auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“. Angeboten werden Livewetten und Livestreams.
Die App hebt sich durch den direkten Hinweis auf die Whitelist hervor – wer sich vor der Installation über die Lizenz informieren will, muss nicht erst suchen. Das Wettprogramm deckt Mainstream-Sportarten ab, Livewetten und Streams funktionieren auch unterwegs. Für Tipper, die eine klare Lizenzkommunikation schätzen, ist das ein guter Einstieg.
Vorteil: Whitelist-Hinweis direkt im App-Store-Eintrag, Live-Streams im Programm. Nachteil: bei Randsportarten weniger Tiefe als die größeren Anbieter.
Tipwin – Cashout und Videoübertragung
Tipwin Limited (Paola, Malta) ist seit dem 9. Oktober 2020 erlaubt, Folge-Erlaubnisse wurden am 27. Dezember 2022 und am 9. Januar 2024 erteilt. Die App bietet Live-Wetten, Cashout (ganz oder teilweise), Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken. Wer eine App sucht, die Cashout mit Videoübertragung kombiniert, ist hier richtig.
Die App ist schlank und übersichtlich, die Videoübertragung läuft stabil, wenn die Internetverbindung mithält. Bei Sonderwetten und Randsportarten wird das Angebot dünner als bei den Mainstream-Anbietern. Für Tipper, die Livewetten mit Video schätzen, ist Tipwin eine Alternative zu Betano und bet365.
Vorteil: Cashout und Videoübertragung aus einer Hand, mehrere Folge-Erlaubnisse. Nachteil: bei Sonderwetten und Exoten weniger Tiefe.
Tiptorro – behördliche Zulassung im App-Store
Torro Tec Limited (Malta) ist seit dem 30. Juni 2021 erlaubt, eine Folge-Erlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“ beschreibt. Wer eine App sucht, die ihre Zulassung offensiv kommuniziert, ist hier richtig.
Tiptorro ist ein kleinerer Anbieter mit Fokus auf das deutsche Wettprogramm. Die App ist schlank, das Wettprogramm konzentriert sich auf Fußball und die gängigen Sportarten. Wer keinen Wert auf breite Live-Streams oder Sondermärkte legt, sondern auf eine klare Lizenzkommunikation, ist hier gut aufgehoben.
Vorteil: behördliche Zulassung im App-Store-Eintrag, schlanke App. Nachteil: bei Live-Streams und Sonderwetten weniger Volumen als die Mainstream-Anbieter.
Weitere Wett-Apps, die im Umlauf sind
Neben den zehn Anbietern mit voller GGL-Sportwetten-Erlaubnis gibt es Apps, die für bestimmte Zielgruppen interessant sind, ohne in den Top-10-Vergleich zu passen. Sie seien hier erwähnt, damit das Bild vollständig bleibt.
ODDSET – die staatliche App seit Anfang 2023
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist nach eigener Angabe seit 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette und führt das Sportwettenangebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fort. Online über oddset.de und in der ODDSET-App ist das Angebot seit Anfang 2023 verfügbar. Wer eine App aus dem staatlichen Umfeld sucht – etwa, weil er ohnehin bei einer Lotteriegesellschaft Kunde ist –, findet hier einen Anbieter mit langer Tradition in Deutschland.
Winamax – App in beiden Stores
Die Winamax-App steht für iOS im Apple App Store und für Android bei Google Play zur Verfügung. Wer einen Anbieter mit französischer Mutter und eigenem Poker-Angebot sucht, ist hier richtig; in Deutschland ist Winamax mit Sportwetten auf dem Markt, die Lizenzlage ergibt sich aus der Whitelist.
Wettstar – die Pferderennen-App
Die Wettstar-App für Android (Google Play) und iOS (App Store) ermöglicht bargeldloses Wetten auf der Rennbahn und unterwegs. Sie bietet Rennprogramm, Rennkalender, Favoriten-Funktion, Livestreams und eine Kontoübersicht. Voraussetzung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Wettstar-Konto. Wer auf Pferdewetten setzt, kommt an Wettstar nicht vorbei.
sportwetten.de – Cash-Out-Liste und Face ID
Die Sportwetten-App von sportwetten.de enthält eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID. Anbieter ist die NetX Betting Limited. Wer eine App sucht, die Face ID mit PayPal und einer Cash-Out-Liste verbindet, sollte sportwetten.de in den Vergleich aufnehmen.
bwin – Cashout und Live-Streams
Die „bwin – Sportwetten App“ wird im App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout (manuell und automatisch), Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. bwin ist einer der großen Mainstream-Anbieter in Europa; wer Live-Streams und automatischen Cashout schätzt, ist hier richtig.
bet365 – Wetten-Konfigurator+ und Livestreams
Die App „bet365 – Sportwetten“ wird im App Store vom Entwickler Hillside Technology Limited angeboten. Laut Entwicklerbeschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream. Der „Wetten-Konfigurator+“ kombiniert die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette. Als Zahlungsmethoden werden unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard genannt. Inhaber der Whitelist-Erlaubnis ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta.
MERKUR BETS – über 70 Sportarten in einer App
Die MERKUR-BETS-App für Android (Google Play) und iOS (App Store) ist kostenlos und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“. Sie enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Der Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar (in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button); der Betrag wird jedoch erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind.
DAZN Bet – Sportwetten aus dem Streaming-Haus
Die DAZN-Bet-App für das iPhone bietet Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein. Im App Store ist IBID Malta Limited als Entwickler eingetragen, als Betreiber für den deutschen Markt ist die DZBT Operations Limited genannt. Wer bereits DAZN-Kunde ist und die Sportwetten-App dazu nehmen will, findet hier einen naheliegenden Einstieg.
Die Rechtslage: Was eine App mit oder ohne Erlaubnis unterscheidet
In Deutschland ist das Glücksspiel im Internet seit dem 1. Juli 2021 einheitlich im Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) geregelt. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die Erlaubnis für Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die Aufsicht nach § 28a. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist die einzige Quelle, an der sich die Erlaubnis prüfen lässt. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 30 Einträge – 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon auch für Pferdewetten, und drei reine Pferdewetten-Veranstalter.

Was die Erlaubnis konkret bedeutet
Eine Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt. Die Whitelist zeigt das Datum der Ersterteilung und das Datum der Folge-Erlaubnis, aber kein Enddatum. Wer eine App nutzt, deren Anbieter in der Whitelist steht, bewegt sich innerhalb der deutschen Regeln: Anbindung an OASIS und LUGAS, Verifizierung über die Aktivitätsdatei, das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die Beschränkung der Livewetten auf das, was § 21 Abs. 4 erlaubt. Wer eine App nutzt, die nicht auf der Whitelist steht, hat keine dieser Sicherheiten.
Was Offshore-Anbieter von der Aufsicht trennt
Anbieter mit einer Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta – ohne Eintrag in der GGL-Whitelist – bieten in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV an. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, dem Anbieter von Werbung bis zu einem Jahr nach § 284 StGB in der Variante der Werbung; die Teilnahme kann nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden. Beim einzelnen Spieler ist die Verfolgungspraxis nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch ein Grund zur Dramatisierung.
Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer sein Geld zurückholen will, hat damit einen Weg, aber keine Garantie.
Werbung und Bonus: was der GlüStV erlaubt
Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Erlaubnisinhabern erlaubt. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Eine gesetzliche Obergrenze für Sportwetten-Boni gibt es nicht; Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen aus den AGB des jeweiligen Anbieters.
Wettsteuer: 5,3 % minus 5,3 % ergibt 5,03 %
Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also etwa 5,03 % des gezahlten Einsatzes (5,3 geteilt durch 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Sache – wer wissen will, ob sein Anbieter die Steuer trägt oder durchreicht, liest die AGB oder den Hilfetext im Wettschein. Die Steuer fällt auch bei nicht erlaubten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Lizenz.
Spielerschutz: was die App dem Spieler abnimmt und was nicht
Wer in Deutschland eine App eines erlaubten Anbieters nutzt, hat ein festes Schutzgerüst um sich – vorausgesetzt, er nimmt es an. Drei Punkte lohnen den Blick: das Einzahlungslimit, der Selbsttest und der Panikbutton.
Das gemeinsame Einzahlungslimit
Nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt das monatliche Einzahlungslimit bei 1.000 € – und zwar über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Die LUGAS-Limitdatei sorgt dafür, dass eine Einzahlung bei Anbieter B abgelehnt wird, wenn das Limit bei Anbieter A bereits ausgeschöpft ist. Anbieter dürfen das Limit für einen einzelnen Spieler auf bis zu 10.000 € anheben, wenn ein wirtschaftlicher Leistungsnachweis vorliegt; zwischen 10.000 € und 30.000 € ist das nur für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler möglich. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
OASIS und die Aktivitätsdatei
OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist die bundesweite Sperrdatei. Bei der Registrierung und beim Login wird geprüft, ob eine Selbst- oder Fremdsperre vorliegt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Die Aktivitätsdatei nach § 6h GlüStV verhindert, dass ein gesperrter Spieler parallel bei einem anderen Anbieter spielt.
Verifizierung und das 72-Stunden-Fenster
Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung erlauben. Danach muss die Identität per Ausweis und – je nach Anbieter – per Video-Ident oder Post-Ident abgeschlossen sein. Wer diese Frist verstreichen lässt, kann nicht mehr einzahlen und nicht spielen.
Der Panikbutton
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Sie gilt nur für das eigene Konto und ist keine OASIS-Sperre; wer sich dauerhaft schützen will, geht den Weg über den Anbieter oder die OASIS-Sperrstelle.
Wer sich nicht an die Regeln halten will
Wer ein höheres Limit braucht, sich selbst ausschließen will, ohne dass eine Sperre in der Whitelist sichtbar wird, oder anonym zahlen will, landet bei Offshore-Anbietern. Die App lädt schneller, das Programm ist breiter, das Limit höher – aber es gibt kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht, keine Anbindung an die Spielersperre. Wer dort spielt, hat im Streitfall den Kopf in einer Jurisdiktion, die mit dem deutschen Recht nichts zu tun hat.
Startguthaben, Willkommensbonus und Freebet: was die Anbieter draufpacken
Ein Startguthaben klingt nach geschenktem Geld, ist aber an Bedingungen geknüpft, die in den AGB stehen. Wer eine App mit Startguthaben sucht, sollte drei Dinge prüfen: die Art des Bonus (Geld-Bonus oder Gratiswette), die Umsatzbedingung und die Mindestquote.
Was ein Startguthaben in der Regel ist
Die meisten Willkommensangebote in deutschen Wett-Apps sind entweder ein prozentualer Einzahlungsbonus, eine Gratiswette (Freebet) oder eine risikofreie Wette, die bei Verlust als Freebet zurückerstattet wird. Ein Geld-Bonus wird dem Konto gutgeschrieben und unterliegt einer Umsatzbedingung, bevor er ausgezahlt werden kann. Eine Gratiswette wird als Wetteinsatz gegeben – gewinnt die Wette, wird in der Regel nur der Nettogewinn ausgezahlt, der Einsatz der Gratiswette nicht. Eine risikofreie Wette erstattet den Einsatz bei Verlust als Freebet – der Spieler bekommt also kein Geld zurück, sondern einen neuen Wetteinsatz.
Was die Umsatzbedingung kostet
Eine typische Umsatzbedingung liegt zwischen dem Ein- und Fünffachen des Bonus. Wer 100 € einzahlt und einen 100 %-Bonus bekommt, muss 100 € Bonus × 3 = 300 € an Wetten platzieren, bevor der Bonus ausgezahlt wird. Die Mindestquote liegt häufig zwischen 1,50 und 2,00 – wer unter dieser Quote wettet, zählt den Umsatz nicht. Wer die Umsatzfrist versäumt, verliert den Bonus.
Wettsteuer und Bonusbedingungen
Die Wettsteuer von 5,3 % schmälert die Bemessungsgrundlage des Bonus, wenn sie der Anbieter nicht selbst trägt. Wer mit einem 100 €-Bonus 300 € umsetzen muss und die Wettsteuer aus eigener Tasche zahlt, braucht 15,90 € zusätzlich – nicht die Welt, aber ein Posten, der in der AGB steht. Ob der Anbieter die Steuer trägt, ist Sache der AGB; eine generelle Aussage ist nicht möglich.
Was eine Freebet tatsächlich wert ist
Eine Freebet, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, hat einen Wert, der unter dem Nominalwert liegt. Wer eine 10 €-Freebet auf eine Quote von 3,00 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 20 € (10 € × (3,00 − 1) = 20 €), bekommt aber die 10 €-Freebet nicht ausgezahlt. Wer den Bonus lieber in bar hätte, sollte sich die AGB genau ansehen.
Warum die Werbung übertreibt
„100 % Bonus“ klingt nach Verdopplung, ist aber an eine Umsatzbedingung geknüpft, die das Geld erst frei gibt, wenn ein Vielfaches des Bonus umgesetzt ist. „Risikofreie Wette“ heißt nicht, dass der Einsatz bei Verlust als Geld zurückkommt – in vielen Fällen gibt es eine Freebet, die ihrerseits an Bedingungen hängt. Wer die Werbung liest, sollte die AGB daneben legen.
Zahlungswege in Wett-Apps: was erlaubt ist und was nicht
Die deutsche Regulierung legt fest, dass Zahlungen nur von einem Konto auf den eigenen Namen kommen dürfen, das bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen sind damit in jeder App eines erlaubten Anbieters außen vor.
Übliche Zahlungswege
In den App-Store-Beschreibungen tauchen immer wieder dieselben Zahlungsmethoden auf: Debitkarte (Visa, Mastercard), PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Apple Pay, Google Pay, paysafecard und die Banküberweisung. bet365 nennt Debitkarte, PayPal und paysafecard; Betano nennt Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten; sportwetten.de wirbt mit PayPal-Einzahlungen. Welche Methoden tatsächlich verfügbar sind, hängt vom Anbieter und vom Verifizierungsstatus ab.
Was mit Krypto passiert
Wer mit Bitcoin, Ethereum oder einem anderen Token einzahlen will, hat bei einem erlaubten Anbieter keine Chance. Die GGL und der GlüStV lassen nur Zahlungen über regulierte Institute zu; Krypto-Börsen und Wallet-Anbieter sind keine Institute im Sinne des Geldwäschegesetzes. Anbieter, die Krypto annehmen, sind in der Regel nicht auf der Whitelist. Wer dort spielt, hat keine deutsche Erlaubnis, keine OASIS-Anbindung und keine Möglichkeit, eine Auszahlung über die deutsche Aufsicht zu erzwingen.
Die Handyrechnung als Zahlungsweg
Die Mobilfunkrechnung als Zahlungsweg ist in Deutschland im Glücksspielbereich nicht etabliert. Anbieter, die damit werben, sind in der Regel nicht auf der Whitelist. Wer auf die Handyrechnung setzt, sollte die Lizenz prüfen, bevor er einzahlt.
Auszahlung: Fristen und Wege
Auszahlungen gehen nach § 6b Abs. 6–7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühren aufs eigene Konto. Im laufenden Betrieb hängt die Geschwindigkeit am Anbieter und am Zahlungsweg: E-Wallets wie PayPal sind oft am schnellsten, Banküberweisungen brauchen ein bis drei Werktage.
Funktionen einer Wett-App: Cashout, Live-Stream, Bet Builder
Wer eine Wett-App öffnet, sieht drei Funktionen immer wieder: Cashout, Live-Stream und Bet Builder. Sie machen den Unterschied zwischen einer App, die nur das Programm zeigt, und einer App, die das Wetten bequem macht.
Cashout: was er kostet
Cashout erlaubt es, eine offene Wette vorzeitig zu beenden – der Anbieter zahlt einen Betrag, der unter dem potenziellen Gewinn liegt. Die Differenz ist die Marge des Anbieters, die hier allerdings nicht als Prozentwert ausgewiesen ist. Bei MERKUR BETS ist der Cashout nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar, der Betrag wird aber erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet sind. Wer auf einen schnellen Cashout angewiesen ist, sollte die AGB prüfen.
Live-Stream: wer ihn bekommt
Live-Streams in Wett-Apps sind verifizierten Kunden vorbehalten, bei einigen Anbietern erst ab einem Mindestguthaben. Betano nennt LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. bet365 überträgt jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen. Tipwin hat eine Videoübertragung ausgewählter Ereignisse, bwin Live-Streams und Live-Statistiken. Wettstar hat Livestreams von Pferderennen. Wer ein Spiel sehen will, ohne ein zusätzliches Streaming-Abo abzuschließen, findet in den großen Wett-Apps ein umfangreiches Angebot – sofern das Konto verifiziert und das Guthaben ausreichend ist.
Bet Builder: Märkte kombinieren
Der Bet Builder erlaubt es, mehrere Märkte desselben Spiels in einer Wette zu kombinieren. bet365 nennt ihn „Wetten-Konfigurator+“, bet-at-home und Betano haben ihn ebenfalls. Die Quote ergibt sich aus der Multiplikation der Einzelquoten, abzüglich der Marge des Anbieters. Wer den Bet Builder nutzt, sollte darauf achten, dass die kombinierten Märkte vom Anbieter zugelassen sind – manche Konstellationen werden abgelehnt.
Kombi-Boost und Quoten-Boost
Einige Anbieter – bwin nennt Kombi-Boost und Quoten-Boost – heben die Quote für bestimmte Kombinationen oder ausgewählte Spiele an. Der Boost ist ein Marketing-Instrument; die zugrunde liegenden Quoten sind regulär. Wer den Boost mitnimmt, sollte prüfen, ob die Bedingungen zur Auszahlung passen.
Was die GGL-Whitelist über eine App verrät: die Tabelle
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| bet-at-home | Sportwetten-Erlaubnis | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Tipico | Sportwetten-Erlaubnis | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Bet3000 | Sportwetten-Erlaubnis | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| NEO.bet | Sportwetten-Erlaubnis | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| 888sport | Sportwetten-Erlaubnis | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Interwetten | Sportwetten-Erlaubnis | Interwetten Gaming Ltd | 02.11.2020 |
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipwin | Sportwetten-Erlaubnis | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Sportwetten-Erlaubnis | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
Die Tabelle zeigt das Datum der Ersterlaubnis aus der Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026. Eine Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt; die Whitelist führt das Datum der Ersterlaubnis und das Datum der Folge-Erlaubnis, aber kein Enddatum. Wer eine App nutzt, deren Anbieter in der Tabelle steht, bewegt sich innerhalb der deutschen Regeln: OASIS, LUGAS, das gemeinsame Einzahlungslimit, die Verifizierung über die Aktivitätsdatei. Wer eine App nutzt, die nicht in der Tabelle steht, hat keine dieser Sicherheiten.
Worauf es bei einer Wett-App ankommt: was Käufer wirklich prüfen
Wer eine Wett-App auswählt, sollte nicht auf den ersten App-Store-Eintrag starren, sondern vier Punkte abarbeiten: Lizenz, Bedienung, Zahlungsweg und die Bedingungen eines eventuellen Startguthabens.
Lizenz zuerst
Die Lizenz steht auf der Whitelist. Wer einen Anbieter sucht, prüft die Domain in der Whitelist – nicht die App-Beschreibung, nicht den Hilfetext, nicht die Werbung. Steht die Domain nicht in der Whitelist, ist die App in Deutschland nicht erlaubt. Dann folgen weder OASIS noch LUGAS, weder das Einzahlungslimit noch der Panikbutton. Wer dort spielt, nimmt die Risiken in Kauf.
Bedienung auf dem eigenen Gerät
Eine App, die auf einem iPhone 15 flüssig läuft, kann auf einem Android-Gerät der Mittelklasse hakeln. Wer die App jeden Tag nutzen will, sollte sie vor der ersten Einzahlung installieren, ein Spiel öffnen, eine Wette platzieren und prüfen, wie lange das dauert. Wer den Live-Tracker nutzen will, sollte ein laufendes Spiel ansehen, nicht ein Spiel, das in zwei Stunden beginnt.
Zahlungswege ohne Stolperfallen
Wer mit PayPal einzahlt, sollte prüfen, ob die Auszahlung über denselben Weg läuft. Wer mit der Banküberweisung einzahlt, sollte wissen, dass die Auszahlung ein bis drei Werktage dauert. Wer ein E-Wallet nutzt, das nicht zu den im App-Store-Eintrag genannten Wegen gehört, sollte vor der Einzahlung beim Support nachfragen.
Bonus: die AGB lesen
Ein Startguthaben ist ein Marketing-Instrument, keine Geschenk. Die AGB nennen die Umsatzbedingung, die Mindestquote, die Frist und die Frage, ob der Einsatz der Freebet ausgezahlt wird. Wer den Bonus mitnimmt, ohne die AGB gelesen zu haben, läuft Gefahr, das Guthaben zu verlieren.
Was eine App ohne Erlaubnis von einer App mit Erlaubnis unterscheidet
Drei Dinge fehlen einer App ohne Erlaubnis: OASIS, LUGAS und die Aufsicht der GGL. Drei Dinge kommen hinzu: ein höheres Einzahlungslimit, anonymere Zahlungswege und ein breiteres Wettprogramm.
Wer dort spielt, hat kein OASIS
OASIS ist die zentrale Sperrdatei. Wer sich selbst sperren lassen will, geht zur Sperrstelle, die den Eintrag in OASIS vornimmt. Erlaubte Anbieter prüfen OASIS bei Registrierung und Login. Anbieter ohne Erlaubnis haben keine Anbindung; wer dort spielt, hat die Selbstsperre umgangen.
Wer dort spielt, hat kein LUGAS
LUGAS sorgt dafür, dass das 1.000 €-Limit pro Spieler und Monat eingehalten wird. Anbieter ohne Erlaubnis haben keine Anbindung; ein Spieler kann dort mehr einzahlen, als die deutsche Aufsicht erlaubt. Das ist einerseits ein Vorteil für Spieler mit hohem Einsatz, andererseits ein Wegfall der Bremse, die der Gesetzgeber eingebaut hat.
Wer dort spielt, hat im Streitfall schlechte Karten
Die GGL beaufsichtigt die erlaubten Anbieter, sie kann Verstöße ahnden und Auszahlungen anordnen. Bei nicht erlaubten Anbietern bleibt nur der zivilrechtliche Weg – und der ist, wie der BGH dem EuGH am 25. Juli 2024 vorgelegt hat, nicht eindeutig. Die Schlussanträge des Generalanwalts vom 19. März 2026 öffnen die Tür für Rückforderungen, aber eine Garantie ist das nicht.
Häufige Fragen zu Wett-Apps
Welche Wett-App ist die beste, und was zählt neben den Quoten?
Die „beste“ App hängt davon ab, was der Spieler sucht. Wer Live-Streams von LaLiga, NBA und NFL sehen will, landet bei Betano oder bet365. Wer auf Quotenvergleich setzt, schaut auf Interwetten oder Tipico. Wer eine börsennotierte Mutter schätzt, geht zu 888sport. Wer eine schlanke App mit deutscher Lizenzkommunikation sucht, ist bei Tiptorro oder Betway richtig. Was neben den Quoten zählt, ist die Lizenz, die Bedienung, das Zahlungsangebot und die Frage, ob die App das tut, was sie verspricht. Die Lizenz steht in der Whitelist; die Bedienung zeigt sich nach der Installation; das Zahlungsangebot steht in der App-Beschreibung.
Wie funktioniert Live-Wetten in der mobilen App, und welche Wetten sind in Deutschland während des Spiels erlaubt?
Eine Livewetten-Sektion zeigt das laufende Spiel, die aktuelle Quote und den Wettschein gleichzeitig. In Deutschland ist Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf klar abgegrenzte Komponenten wie das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder den nächsten Ballwechsel sind nicht zulässig. Der Cashout-Button erlaubt es, die Wette vorzeitig zu beenden; ausgezahlt wird erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet sind.
Welche Wett-App eignet sich für Fußballwetten für Anfänger, und worauf kommt es bei der Bedienung an?
Für Anfänger eignet sich eine App, die das Wettprogramm übersichtlich zeigt, die Quoten in Dezimalform anbietet und den Wettschein ohne Umweg zur Bestätigung führt. Tipico und Interwetten sind Beispiele für Anbieter, die Fußball in den Mittelpunkt stellen. Bei der Bedienung zählt, wie schnell die App ein Spiel öffnet, wie der Wettschein aussieht und ob der Cashout-Knopf erreichbar ist, ohne das Spiel zu verlassen.
Wie ist ein Startguthaben bei einer Wett-App einzuordnen, und welche Umsatzbedingungen gelten?
Ein Startguthaben ist ein Marketing-Instrument des Anbieters, kein Geschenk. Es gibt drei Formen: einen Geld-Bonus, eine Gratiswette (Freebet) oder eine risikofreie Wette, die bei Verlust als Freebet erstattet wird. Die Umsatzbedingung liegt meist zwischen dem Ein- und Fünffachen des Bonus, die Mindestquote zwischen 1,50 und 2,00, die Frist zwischen sieben und 30 Tagen. Wer den Bonus mitnimmt, sollte die AGB lesen, bevor er die Einzahlung macht.
Welche Zahlungsregel gilt in Wett-Apps, und warum sind Krypto-Zahlungen bei erlaubten Anbietern ausgeschlossen?
In Deutschland sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur Zahlungen von einem Konto auf den eigenen Namen zulässig, das bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen erfüllen diese Voraussetzung nicht. Erlaubte Anbieter können Krypto daher nicht annehmen, ohne gegen die Lizenzauflagen zu verstoßen. Anbieter, die Krypto annehmen, sind in der Regel nicht auf der Whitelist.
Wie lässt sich eine Wett-App ohne deutsche Erlaubnis erkennen, und was fehlt dort gegenüber der GGL-Aufsicht?
Eine Wett-App ohne deutsche Erlaubnis steht nicht in der GGL-Whitelist, Stand 2. Oktober 2026. Dort sind 27 Sportwetten-Veranstalter aufgeführt; eine App, die nicht in der Liste auftaucht, hat in Deutschland keine Lizenz. Es fehlen OASIS, LUGAS, das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 €, die Verifizierung über die Aktivitätsdatei und der Panikbutton. Wer dort spielt, hat im Streitfall keine deutsche Aufsicht, an die er sich wenden kann.
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Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»
