Tour de France Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland legal wettet, welche Märkte es gibt und was die Quote kostet

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist ausgefahren. Pogačar steht mit dem fünften Gesamtsieg in der Rekordliste, Pedersen im Grünen Trikot, Carapaz im Gepunkteten. Wer noch eine Wette darauf platzieren will, landet auf einem geschlossenen Markt – Auszahlungen laufen über die Buchmacher, neue Wetten nehmen nur die Anbieter entgegen, die für die nächste Auflage im Juli 2027 schon die Vormerkliste führen. Genau dann stellt sich die Frage: Welcher Wettanbieter ist in Deutschland überhaupt erlaubt, was deckt sein Radsport-Programm ab, und was steht eigentlich in der Quote, die der Anbieter anzeigt?

Die Tour de France als Wettgegenstand: was eine Rundfahrt von einem Renntag unterscheidet

Wer auf Fußball setzt, hat einen Spieltag, zwei Mannschaften, drei mögliche Ausgänge. Die Tour de France ist kein Spieltag, sondern ein dreiwöchiges Etappenrennen mit 21 Rennen innerhalb eines Rennens. Die Wettmärkte, die ein Anbieter dafür führt, bündeln entweder das Ganze oder einen winzigen Ausschnitt davon.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Die Rundfahrt wurde 1903 von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet und wird seit 1992 von der Amaury Sport Organisation (ASO) veranstaltet. Seit 2018 besteht jedes Team aus acht Fahrern, die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet. Die Streckenlänge pendelt sich seit 1998 bei rund 3.500 Kilometern ein; die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 schon 5.745 km. Wer auf eine Etappe wettet, wettet auf ein Rennen, das nicht selten sieben Stunden dauert und bei dem Ausreißer, Wind, Defekte und Stürze das Feld bis zum Schluss umsortieren. Das hat zwei Konsequenzen: Die Quote auf einen Etappensieger ist für den Buchmacher schwerer zu treffen als ein Fußballergebnis, und der Anbieter baut in jede Quote einen Risikoaufschlag ein, der spürbar über dem eines Bundesligaspiels liegt.

Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, begann in Barcelona und endete in Paris, umfasste 21 Etappen und 3.245 Kilometer. Gesamtsieger wurde Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro. Mads Pedersen holte das Grüne Trikot, Richard Carapaz das Gepunktete. Wer sich für die nächste Auflage interessiert, schaut auf die ASO-Bekanntmachung im Oktober des Vorjahres – bis dahin existiert die Strecke nur als Ankündigung.

Welche Wetten auf die Tour de France möglich sind

Vier Wertungen, fünf Rekordsieger, ein Rennen, das pro Tag ein neues Wettangebot eröffnet. Radsport-Wetten auf die Tour de France fallen in vier große Blöcke.

Gesamtsieg (Gelbes Trikot). Die Gesamtwertung addiert die Zeiten aller Fahrer über 21 Etappen. Eine Wette auf den Gesamtsieger ist eine Wette auf einen Dreiwettkampf über drei Wochen – die Quote spiegelt nicht die Tagesform, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fahrer Stürze, Defekte und schlechte Tage vermeidet und in den Bergetappen nicht zu viel Zeit verliert. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag; die Entscheidung fällt also fast immer am Vortag in den Alpen oder Pyrenäen.

Etappensieg. Jede der 21 Etappen hat einen eigenen Sieger, eigene Quoten, eigene Märkte. Wer auf Etappen setzt, wettet auf ein einzelnes Rennen und kann an einem Tag gewinnen, an dem der Gesamtsieg schon feststeht. Flachetappen enden häufig im Massensprint, dann ist die Quote auf die favorisierten Sprinter niedrig; in den Bergen ist die Quote breit gestreut, weil Ausreißer und Attacken das Feld zersprengen. Hier zahlt der Buchmacher am häufigsten aus – und hier kassiert er auch am häufigsten die Wette.

Trikotwertungen. Drei Trikots zusätzlich zum Gelben: das Grüne Trikot für die Punktewertung (Zielankünfte und Zwischensprints), das Gepunktete für die Bergwertung (Punkte auf kategorisierten Anstiegen) und das Weiße für die Nachwuchswertung (Fahrer unter 26). Wer auf eines dieser Trikots setzt, wettet auf eine eigenständige Punktelogik, die sich über die ganze Rundfahrt aufbaut. Ein Sprinter kann das Grüne Trikot gewinnen, ohne eine Bergetappe zu überstehen; ein Kletterer kann das Gepunktete holen, ohne je um den Etappensieg mitzusprinten. Die Märkte werden deshalb oft später geschlossen als der Gesamtsieg und sind in der zweiten Rennwoche am lebendigsten.

Duell- und Head-to-Head-Wetten. Anbieter stellen zwei Fahrer gegenüber und fragen, wer vorne liegt – in der Gesamtwertung, in einer Etappe oder in einer Wertung. Die Quote ist enger als beim Drei-Wege-Markt, weil nur zwei Ausgänge existieren. Wer auf Radsport setzt, ohne die Favoriten zu kennen, beginnt am sinnvollsten mit einem Duell.

Zwei Märkte, die Fußballwetter gewohnt sind, fehlen im Radsport: Es gibt kein Unentschieden nach 90 Minuten und keine Halbzeit-/Endstand-Kombination. Der Buchmacher gleicht das aus, indem er Spezialmärkte anbietet: „Top 3“, „Top 10“, „Führender nach Etappe X“, „Meiste Bergpunkte in Etappe Y“, „Fahrer aus Land Z in den Top 10“. Das Angebot schwankt stark von Anbieter zu Anbieter.

Was in der Quote steckt: Marge, Auszahlungsquote und ein Rechenbeispiel

Eine Quote ist kein Tipp des Buchmachers. Sie ist ein Preis, den der Anbieter für einen Ausgang zahlt – und der Preis enthält einen Abschlag, mit dem der Anbieter sein Geld verdient. Wer das nicht sieht, vergleicht zwei Anbieter mit Quote 2,10 und 2,15 und wundert sich, warum einer langfristig weniger auszahlt.

Der Quotenschlüssel – in der Branche Auszahlungsquote – ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten rechnet sich 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500. Der Anbieter zahlt 95 Cent je eingesetztem Euro zurück, die Marge beträgt 5 %. Bei einer Quote von 1,80 / 1,80 sinkt die Auszahlung auf 1 ÷ (0,5556 + 0,5556) = 0,9000, die Marge auf 10 %. Bei 1,95 / 1,95 steigt sie auf 1 ÷ (0,5128 + 0,5128) = 0,9750, die Marge sinkt auf 2,5 %.

Was das in Euro heißt: Wer 10 € auf einen Favoriten zur Quote 1,90 setzt und gewinnt, bekommt 19 € zurück, der Reingewinn ist 9 €. Wer 10 € auf die Außenseiterseite zur Quote 1,90 setzt, bekommt im Erfolg ebenfalls 19 € zurück. Die 5 % Marge sind der Preis, den der Anbieter aus dem gesamten Markt zieht – unabhängig davon, wer gewinnt. Bei einem ausgeglichenen Markt liegt der Erwartungswert des Wetters unter dem Einsatz, und der Erwartungswert des Anbieters darüber. Das ist der Mechanismus, mit dem Buchmacher Geld verdienen, und er gilt für die Tour de France genauso wie für die Bundesliga.

Drei Dinge, die die Marge unsichtbar machen: Erstens schwankt die Marge von Markt zu Markt. Die Gesamtsieger-Wette ist ein Drei-Wege-Markt (Top 1, Top 3 vs. Rest), die Marge liegt tendenziell höher als bei einer Duell-Wette. Zweitens bewegt sich die Quote nach jedem Wettabsatz – wer viel Geld auf Pogačar setzt, drückt dessen Quote nach unten und die der Außenseiter nach oben, die Marge bleibt aber ungefähr konstant. Drittens werben Anbieter mit „besten Quoten“ – das ist fast immer eine Momentaufnahme auf wenigen Märkten, kein Versprechen über die ganze Tour.

Quoten, Wettsteuer und was davon beim Spieler ankommt

Die Sportwettensteuer ist 5,3 % des Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, entscheidet der Anbieter allein.

Winamax etwa bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer das auf den Radsport übertragen will, sollte im Kopf behalten: Die Studie deckt nicht die Tour de France ab, und der Steuervorteil ist konkret – 5,3 %, die nicht vom Einsatz abgehen. Bei einer Quote von 1,90 auf einen Etappensieger bekommt ein Spieler bei Winamax 19 € aus 10 € Einsatz zurück; ein Anbieter, der die Wettsteuer vom Einsatz abzieht, würde bei 10 € Einsatz nur 9,47 € als Bemessungsgrundlage ansetzen, der Gewinn fiel entsprechend niedriger aus.

Andersherum: Ein Anbieter, der die Steuer aus der Quote herausrechnet, schraubt die Quote nach unten. 1,90 minus 5,3 % Wettsteuer sind ungefähr 1,80. Welche der beiden Welten besser ist, hängt davon ab, ob der Spieler viele kleine Wetten oder wenige große platziert – bei kleinen Einsätzen frisst die Steuer mehr Prozent vom Gewinn, bei großen ist der Effekt klein.

Die Rechtslage in Deutschland: wer wetten darf und wer nicht

Seit dem 1. Juli 2021 gilt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle, um eine gültige Erlaubnis zu prüfen. Die Whitelist trägt das Datum des Abrufs; die hier zugrunde gelegte Aufzeichnung stammt vom 2. Oktober 2026 und enthält 30 Einträge – 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei Inhaber reiner Pferdewetten-Erlaubnisse.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Drei Punkte, die immer wieder zu Missverständnissen führen:

Eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Domain steht im Impressum, die Erlaubnis steht auf der Whitelist. Es gibt Anbieter mit .de-Domain und ohne Erlaubnis, und es gibt – historisch bedingt – Erlaubnisse, die unter anderer Domain geführt werden als die, die der Spieler im Browser sieht.

Eine maltesische, eine Curaçao- oder eine Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Wer ohne deutsche Erlaubnis Wetten an deutsche Kunden vermittelt, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt.

Eine bezahlte Wettsteuer ist kein Lizenznachweis. Die Steuerpflicht greift unabhängig von der Erlaubnis. Wer seine Steuern zahlt, hat deswegen noch lange keine deutsche Sportwetten-Erlaubnis.

Was passiert, wenn der Anbieter keine Erlaubnis hat: Das Strafgesetzbuch stellt das Veranstalten unerlaubter Glücksspiele nach § 284 StGB unter Strafe (bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe), das Bewerben nach § 284 StGB bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Zivilgerichte haben in mehreren Verfahren Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer auf einer nicht gelisteten Seite spielt, hat keine Garantie auf Rückzahlung.

Was eine deutsche Erlaubnis dem Spieler konkret bringt

Eine Erlaubnis steht nicht nur auf einem Stück Papier. Sie verpflichtet den Anbieter zu einem festen Rahmen an Spielerschutz, der über die Whitelist technisch durchgesetzt wird.

Identitätsprüfung. Pro Anbieter ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a GlüStV). Vor der Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Wer also ohne Verifizierung hohe Beträge bewegen will, hat Pech.

Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei beim Regierungspräsidium Darmstadt (LUGAS, § 6c Abs. 1). Der Anbieter darf für einen Spieler ein höheres Limit setzen, bis 10.000 € ohne weitere Bedingung, zwischen 10.000 € und 30.000 € nur, wenn das maximal 1 % seiner aktiven Spieler betrifft – und nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Parallelverbot. Ein Spieler darf nicht gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv sein (§ 6h GlüStV, Aktivitätsdatei). LUGAS erkennt, wenn auf zwei Plattformen zur gleichen Zeit gewettet wird, und unterbricht die Sitzung. Das schützt nicht nur vor dem Jagdfieber, sondern hindert auch daran, mit zwei Konten Arbitrage zu betreiben.

Sperrsystem OASIS. Bei Registrierung und Login wird abgeglichen, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstausschluss-Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, kommt nicht mehr rein.

Panikbutton. Der Anbieter muss eine Sofort-Sperre für 24 Stunden anbieten (§ 6i Abs. 3), ausgelöst mit einem Klick. Wer merkt, dass die Session kippt, soll nicht erst das Formular ausfüllen müssen.

Zahlungen. Erlaubt sind nur Zahlungskonten, die auf den eigenen Namen lauten und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt werden. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind damit ausgeschlossen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Live-Wetten. Erlaubt sind Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind. „Nächstes Tor“ beim Fußball geht, „nächstes Tor“ beim Eishockey nicht, „nächster Punkt“ beim Tennis nicht, „nächster Korb“ beim Basketball nicht. Was nicht erlaubt ist, fällt aus dem Programm. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.

Keine Esports-Wetten. Die GGL teilt mit, dass Wetten auf E-Sport in Deutschland nicht möglich sind; E-Sport ist nicht als Sportart anerkannt. Wer auf League of Legends oder Counter-Strike wetten will, hat auf der Whitelist keine Anlaufstelle.

Wer auf einer nicht gelisteten Seite spielt, hat keinen dieser Schutzmechanismen. Keine OASIS-Prüfung, keine LUGAS-Limits, keine Treuhandsicherung, keine 24-Stunden-Sofortsperre. Das ist der Preis, den ein höherer Bonus oder eine Malta-Lizenz auf den ersten Blick zu kompensieren scheint.

Verantwortungsvolles Wetten bei einem dreiwöchigen Rennen

Die Tour de France ist keine Bundesliga. Sie läuft drei Wochen, jeden Tag eine Etappe, jeden Tag neue Wetten, jeden Tag neuer Stoff. Wer in dieser Phase ein normales Wochenende verbringen würde, kommt hier nicht hin. Genau deshalb sind die Schutzmechanismen scharf gestellt, und genau deshalb ist es sinnvoll, sie zu kennen, bevor man die erste Wette platziert.

Das Einzahlungslimit ist hart. 1.000 € im Monat, über alle Anbieter hinweg. Wer mehr ausgeben will, muss den wirtschaftlichen Nachweis führen – das macht den Anbieter, nicht der Spieler. Ein Anbieter, der ohne diese Prüfung höhere Limits anbietet, hat keine deutsche Erlaubnis.

OASIS ist keine Drohung, sondern eine Bremse. Wer sich selbst sperrt, schließt sich für mindestens drei Monate aus. Wer für jemand anderen sperrt (Angehörige, Behandler), löst eine Sperre aus, die länger hält. Die Sperre greift bei allen Anbietern gleichzeitig, weil alle dieselbe Datei abfragen.

Der Panikbutton ist 24 Stunden. Nicht 24 Minuten, nicht eine Sitzung – 24 Stunden. Wer am Dienstagabend merkt, dass die Mittwochsetappe zu wichtig wird, drückt den Knopf und ist den gesamten Mittwoch ausgesperrt. Das ist Absicht.

Hilfe außerhalb der Anbieter. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter „Spielsucht“ anonyme Beratung; die Anlaufstellen sind in Deutschland flächendeckend. Die GGL selbst veröffentlicht regelmäßig Warnungen vor illegalen Angeboten, die auch dann hilfreich sind, wenn der Spieler dort nicht spielt, weil sie das Vokabular liefern, mit dem man unseriöse Anbieter erkennt.

Wetten ist Unterhaltung, keine Investition. Bei einer durchschnittlichen Marge von 5 bis 8 % auf Radsport-Märkten verliert ein Spieler über eine Saison 5 bis 8 % seines Einsatzes, bevor die Wettsteuer mitgerechnet wird. Wer drei Wochen lang täglich wettet, multipliziert das. Wer glaubt, das durch bessere Analyse ausgleichen zu können, sollte sich daran erinnern, dass die Buchmacher dieselben Datenquellen anzapfen.

Die zehn Anbieter im Vergleich: wer was auf der Whitelist hat

Die folgende Übersicht nennt für jeden Anbieter den Inhaber der Erlaubnis nach der Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026, und das Datum der Ersterlaubnis. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV), die Whitelist zeigt aber nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Wer ein Enddatum in einem Profil liest, liest eine Erfindung.

Anbieter Inhaber der Erlaubnis (Whitelist) Whitelist-Status Sportwetten-Erlaubnis seit
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH gelistet 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Tiptorro Torro Tec Limited (Malta) gelistet 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
Winamax WINAMAX (Société anonyme) gelistet 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022)
VBet SCGO Limited (Malta) gelistet 05.12.2023
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited gelistet 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Betano Betkick Sportsbetting Limited gelistet 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
NEO.bet Greenvest Betting Limited gelistet 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Betway Betway Limited gelistet 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited (Malta) gelistet 22.04.2026
Interwetten Interwetten Gaming Limited (Malta) gelistet 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)

Was die Spalten sagen und was sie nicht sagen: „Gelistet“ bedeutet, dass die Domain, unter der der Anbieter Sportwetten anbietet, auf der Whitelist steht, und dass der genannte Inhaber eine Sportwetten-Erlaubnis besitzt. Es bedeutet nicht, dass der Anbieter in jedem erdenklichen Radsport-Markt die beste Quote hat. Es bedeutet auch nicht, dass die Erlaubnis für immer gilt. Eine Erlaubnis läuft fünf Jahre; ist sie abgelaufen und nicht verlängert, verschwindet der Eintrag von der Whitelist, und der Anbieter verliert seine Sportwetten-Erlaubnis.

Was die Tabelle bewusst weglässt: das Radsport-spezifische Wettangebot, die Quotenqualität, die Bonusbedingungen, die Live-Wetten-Tiefe. Dafür gibt es die Profile unten.

Die Anbieter im Einzelnen

ODDSET – die staatliche Linie

ODDSET ist die Sportwetten-Marke der ODDSET Sportwetten GmbH und wird vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb geführt. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Die Ersterlaubnis datiert auf den 18. November 2020.

ODDSET gehört zu den staatlich konzessionierten Anbietern und teilt mit LOTTO Hessen die Markenherkunft. Das Profil ist konservativ: Wer hier wettet, wettet bei einem Anbieter, dessen Geschäftsmodell auf das deutsche System zugeschnitten ist. Das Radsport-Programm ist vorhanden, aber nicht so breit wie bei international aufgestellten Marken. Quoten liegen im Marktmittelfeld. Wer einen Anbieter sucht, der bei Eskalation der GGL-Praxis eine ruhige Position behält, ist hier richtig. Wer die tiefste Etappen-Quote sucht, eher nicht.

Tiptorro – die Tipico-Schiene

Hinter der Tiptorro-App steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Whitelist-Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Tiptorro beschreibt sich im App-Store-Eintrag als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“.

Die Marke Tiptorro gehört zur Tipico-Gruppe und richtet sich an mobile Nutzer. Das Radsport-Programm ist solide, Live-Wetten und Cash-Out sind Standard. Für Leser, die mit dem Tipico-Ökosystem vertraut sind, ist Tiptorro die schlankere Variante. Für Leser, die ein eigenständiges Profil suchen, weniger. Der BGH-Fall zum EuGH, in dem ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018 zurückfordert, betrifft die Konzernmutter, nicht die Tiptorro-Erlaubnis, ist aber ein Hinweis darauf, dass auch innerhalb lizenzierter Gruppen die zivilrechtliche Auseinandersetzung um die Jahre vor der Erlaubnis weiterläuft.

Winamax – Quoten pur, Wettsteuer geschenkt

WINAMAX (Société anonyme) ist auf der Whitelist seit dem 29. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Winamax wirbt im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und bezieht sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.

Für Radsport-Wetten heißt das: Die Quote ist brutto, also ohne den 5,3 %-Abschlag der Wettsteuer. Bei einer 1,90er Etappenquote bekommt ein Spieler 19 € aus 10 € Einsatz, ohne dass der Anbieter die Steuer aus der Quote herausrechnet. Der Haken: Die Odoxa-Studie deckt Fußball, Tennis und Handball ab, nicht Radsport. Wer auf die Tour de France setzt, sollte die Quote am Markt vergleichen, nicht der Werbung vertrauen. Das Radsport-Programm ist breit, Live-Wetten sind verfügbar, der Cash-Out gehört zum Standard.

VBet – der Newcomer mit Maltheser Karte

Veranstalterin für VBet ist die SCGO Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis ist seit dem 5. Dezember 2023 auf der Whitelist verzeichnet – das ist der späteste Erstdatum der hier gelisteten Anbieter mit Ausnahme von Bet3000.

VBet positioniert sich als internationaler Anbieter mit Schwerpunkt auf Fußball und einer wachsenden Radsport-Sektion. Quoten und Live-Tiefe müssen am Markt gemessen werden, nicht anhand von Marketingaussagen. Für Spieler, die einen frischen Anbieter mit klarer Lizenzkette suchen, ist VBet eine sinnvolle Alternative. Für Spieler, die ein eingespieltes Radsport-Programm erwarten, eher zweite Wahl.

Sportingbet – der Ausstattungs-Spezialist

Sportingbet (Deutschland) Limited ist seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022 auf der Whitelist. Das Wettprogramm umfasst einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; die Sportarten reichen von Fußball und Tennis über Basketball, Eishockey und Handball bis Darts und Snooker.

Radsport ist im Programm, der Konfigurator erlaubt Kombinationen aus mehreren Partien. Für Spieler, die gerne Wetten zusammenstellen, ist Sportingbet eine Anlaufstelle. Die Quotenqualität im Radsport ist nicht durchgehend dokumentiert; sie sollte vor einer größeren Etappenwette direkt am Wettschein kontrolliert werden.

Betano – der Baukasten-Anbieter

Die „Betano Sportwetten und Slots“-App wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Betano.de unter der Betkick Sportsbetting Limited seit dem 19. Februar 2021 mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Der App-Eintrag nennt Bet Builder, Cash-Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.

Radsport ist im Programm, Live-Streaming ist auf den genannten Ligen fokussiert. Für Tour-de-France-Wetten ist Betano vor allem wegen Bet Builder und Cash-Out interessant, weniger wegen Live-Bildern. Die Quotenqualität schwankt nach Markt; ein konkreter Radsport-Quotenvergleich ist am Wettschein erforderlich.

NEO.bet – die zweite Welle

Hinter NEO.bet steht die Greenvest Betting Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet gehört zu den Anbietern der „zweiten Welle“ – früh auf der Whitelist, mit kleinerer Markenbekanntheit als die Platzhirsche.

Das Radsport-Programm deckt Gesamtsieg, Etappensieg und die Trikotwertungen ab. Live-Wetten sind verfügbar. Für Spieler, die einen weniger überlaufenen Anbieter suchen, ist NEO.bet eine Alternative. Wer mit großen Marken vergleicht, sollte die Quoten direkt nebeneinander legen.

Betway – Cash-Out mit dem grünen Knopf

Betway Limited ist seit dem 9. März 2021 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022 auf der Whitelist. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Daneben bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Radsport-Wetten sind im Programm, Cash-Out funktioniert nach dem beschriebenen Mechanismus. Wer Wert auf eine sichtbare Cash-Out-Optik legt, ist bei Betway richtig. Die Quotenqualität im Radsport sollte am Wettschein kontrolliert werden, weil ein internationaler Anbieter nicht in jedem Radsport-Markt die Spitzenquote führt.

Bet3000 – der späte Neue

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited geführt. Die Erlaubnis ist seit dem 22. April 2026 verzeichnet – das ist der jüngste Erstdatum der hier gelisteten Anbieter.

Bet3000 ist in Deutschland stationär seit Jahrzehnten bekannt; die Online-Erlaubnis ist neu. Für Spieler, die auf eine eingeführte Marke setzen und das Online-Angebot ausprobieren wollen, ist Bet3000 eine sinnvolle Adresse. Radsport ist im Programm, die Tiefe muss am Wettschein kontrolliert werden.

Interwetten – der Veteran

Hinter Interwetten steht die Interwetten Gaming Limited. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Interwetten gehört zu den ältesten Online-Sportwetten-Anbietern im deutschsprachigen Raum.

Radsport ist im Programm, Live-Wetten und Cash-Out sind Standard. Für Spieler, die einen etablierten Anbieter mit langer Historie suchen, ist Interwetten eine Anlaufstelle. Die Quotenqualität im Radsport schwankt und sollte am Markt verglichen werden, bevor ein größerer Einsatz auf eine Etappe gesetzt wird.

Worauf es bei der Anbieterwahl ankommt

Drei Kriterien, die für die Tour de France entscheidend sind, jenseits der Werbung.

Lizenzkette. Die Whitelist ist der Lackmustest. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubt – selbst wenn die Domain seriös klingt und der Kundenservice schnell antwortet. Innerhalb der Whitelist ist die Frage, seit wann die Erlaubnis besteht: Eine Erlaubnis seit 2020 hat das Vertrauen der GGL über mehrere Aufsichtsjahre gehalten; eine Erlaubnis seit April 2026 hat das noch vor sich.

Radsport-Programm. Nicht jeder Anbieter mit Whitelist-Eintrag deckt alle Wertungen der Tour de France ab. Wer auf das Gepunktete Trikot setzen will, braucht einen Anbieter, der die Bergwertung als eigenen Markt führt. Wer auf Etappen setzen will, braucht einen Anbieter, der Etappen einzeln anbietet, nicht nur die Gesamtwertung. Das Radsport-Programm steht im Wettprogramm des Anbieters; ein Blick vor der ersten Wette spart Ärger.

Quotenmarge. Die Marge schwankt von Markt zu Markt. Bei Gesamtsieger-Wetten liegt sie tendenziell über 5 %, bei Etappenwetten oft darüber, bei Duell-Wetten oft darunter. Wer mehrere Anbieter vergleicht, sollte auf die gleiche Wette zur gleichen Zeit schauen, nicht auf eine beworbene „beste Quote“ auf einer anderen Wette. Winamax hat in einer Odoxa-Studie bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins gelegen – das gilt für Fußball, Tennis und Handball, nicht für Radsport.

Die Wettarten im Detail: was es kostet und was es bringt

Einzelwette und Kombiwette

Eine Einzelwette ist eine Wette auf einen Ausgang, eine Kombiwette kombiniert mehrere Ausgänge zu einer Quote. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zur Gesamtquote – aber auch die Marge. Eine Kombiwette mit drei Auswahlen zu je 1,90 hat die Gesamtquote 1,90³ = 6,859, die Auszahlung 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90 + 1/1,90)³ = 0,857³ = 0,630 – die Marge steigt auf 37 %. Wer drei sichere Wetten kombinieren will, zahlt dafür einen hohen Preis.

Der Anbieter profitiert von Kombiwetten stärker als von Einzelwetten. Das ist kein Geheimnis, sondern Mechanik.

Cash-Out

Cash-Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Glücksspielstaatsvertrags. Der Anbieter zahlt die Wette vor dem Ende des Ereignisses aus, zu einem von ihm kalkulierten Preis. Der Preis liegt in der Regel unter dem, was die Wette bei tatsächlichem Gewinn einbringen würde – der Anbieter nimmt also eine Marge auf den Cash-Out, zusätzlich zur Marge der ursprünglichen Quote. Bei Betway wird der Cash-Out-Wert unter „Meine Wetten“ angezeigt, der Spieler kann den vollen Betrag oder einen Teil auszahlen lassen.

Cash-Out ist psychologisch ein mächtiges Werkzeug: Wer mitten in der Etappe „sichern“ kann, tut es oft. Über die Saison gesehen ist Cash-Out ein schlechter Handel. Wer es nutzt, sollte die Quote im Auge behalten, die der Anbieter anbietet.

Live-Wetten

Live-Wetten sind nur erlaubt auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Beim Radsport heißt das: Wetten auf den Sieger der laufenden Etappe sind erlaubt, solange das Rennen läuft; Wetten auf den Sieger des nächsten Zwischensprints sind erlaubt, wenn Zwischensprints selten genug sind; Wetten auf den Sieger der nächsten Bergwertung sind in den Bergen erlaubt, weil Berge selten sind. Wetten auf den Sieger des nächsten Sprintpunkts in einem flachen Teilstück sind in der Regel nicht erlaubt, weil solche Punkte zu häufig fallen.

Die Auszahlung erfolgt nach dem offiziellen Ende des Ereignisses, nicht sofort nach Eingang der Wette. Wer live auf eine Etappe wettet, sieht den Gewinn erst nach dem Zieleinlauf.

Wo die Tour de France in das Radsport-Jahr passt

Die Tour de France ist die größte, aber nicht die einzige Rundfahrt. Wer sein Radsport-Wettportfolio streuen will, kennt die anderen drei Grand Tours: den Giro d’Italia im Mai/Juni und die Vuelta a España im August/September. Dazu kommen die großen Eintagesrennen – Mailand–San Remo im März, die Flandern-Rundfahrt im April, Lüttich–Bastogne–Lüttich im April, die Tour of Lombardy im Oktober – und die Halbklassiker Paris–Nizza, Tirreno–Adriatico und die Dauphiné im Juni.

Wer auf Radsport setzt, ohne nur die Tour zu sehen, hat das ganze Jahr über Material. Die Märkte sind kleiner als bei der Tour, die Quoten oft weiter, die Margen oft höher. Für Spieler, die Wert auf Marge legen, sind die kleineren Rundfahrten tendenziell schlechter; für Spieler, die Wert auf Auswahl legen, besser.

Was die nächste Tour de France ändern wird

Im 2026 ist die Tour ausgefahren, die nächste beginnt im Juli 2027. Bis dahin ändern sich drei Dinge: das Wettprogramm der Anbieter (etappenweise Vorschau, Favoriten-Quoten, Longshot-Quoten), die Person des Gesamtsiegers und die Strecke. Wer auf die nächste Tour wettet, sollte ab Oktober des Vorjahres die ASO-Bekanntmachung im Auge behalten, ab Februar die ersten Quote-Vorschauen der Anbieter.

Was sich nicht ändert: die Lizenzlage. Wer im 2026 ohne Whitelist-Eintrag wettet, sollte auch im nächsten Jahr keinen Anbieter ohne Whitelist-Eintrag nutzen. Die GGL-Whitelist wird wöchentlich aktualisiert; ein Anbieter, der heute dort steht, kann morgen verschwinden, wenn die Erlaubnis ausläuft oder entzogen wird.

Häufige Fragen zur Tour de France als Wettgegenstand

Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für die jeweilige Domain eingetragen sind. Die Liste wird wöchentlich aktualisiert und ist die einzige verlässliche Quelle. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubt – selbst wenn er eine .de-Domain hat, eine maltesische Lizenz vorzeigt oder die Wettsteuer abführt. Die zehn hier genannten Anbieter standen am 2. Oktober 2026 auf der Liste.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?

Gesamtsieg (Gelbes Trikot), Etappensieg, Punktewertung (Grünes Trikot), Bergwertung (Gepunktetes Trikot), Nachwuchswertung (Weißes Trikot) und Duell-Wetten zwischen zwei Fahrern. Dazu kommen Spezialmärkte: Top 3, Top 10, Führender nach Etappe X, meiste Bergpunkte in einer Etappe. Was ein Anbieter konkret führt, steht im Wettprogramm vor der jeweiligen Etappe.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?

Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, begann in Barcelona und endete in Paris. Sie ist abgeschlossen; Gesamtsieger wurde Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Wetten auf die 2026er Tour sind nach dem Zieleinlauf geschlossen. Die nächste Auflage folgt im Juli 2027.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielstaatsvertrag zulässig?

Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Beim Radsport heißt das in der Regel: Wetten auf den Etappensieger sind erlaubt, solange die Etappe läuft. Wetten auf den Sieger eines Zwischensprints sind nur dann erlaubt, wenn der Zwischensprint selten genug ist. Auszahlungen erfolgen nach dem offiziellen Ende der Etappe.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?

Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote, der Reingewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei 10 € Einsatz auf Quote 12,0 für einen Außenseiter auf den Gesamtsieg bekommt ein Spieler im Gewinnfall 120 € zurück, der Reingewinn ist 110 €. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter aus dem Markt zieht, unabhängig vom Ausgang. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten 1,90 liegt die Marge bei 5 %, beim Drei-Wege-Markt (Gesamtsieg) eher darüber.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?

Die Wettsteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst – also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, entscheidet der Anbieter allein: Winamax etwa übernimmt die Steuer und weist sie nicht vom Einsatz ab, andere Anbieter ziehen sie direkt vom Einsatz oder aus der Quote ab. Wer Wettanbieter vergleicht, sollte die effektive Auszahlung prüfen, nicht nur die ausgeschriebene Quote.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterhub»